Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

LILA - Linke Laizisten in Bayern

MÜNCHEN. (hpd) Nachdem sich im vergangenen Jahr der Landesverband der Grünen in Bayern kirchenkritisch und säkular positioniert hatte, hat sich nun auch im Landesverband Bayern der Partei DIE LINKE eine Arbeitsgemeinschaft von Laizistinnen und Laizisten gegründet.

Homöopathische 10^23 „Überdosis“

ROSSDORF. (hpd/gwup) Deutsche und österreichische Verbraucherschützer wollen im Februar eine Massen-„Überdosis“ homöopathischer Mittel einnehmen. Demonstranten in Berlin, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Wien werden am 5. Februar 2011 ganze Fläschchen homöopathischer Mittel einnehmen, um zu zeigen, dass homöopathische „Arzneien“ wirkungslos sind.

Kindsmissbrauch durch Geistliche

LUXEMBURG. (aha/hpd) "Lauf, mein Junge, lauf um dein Leben!" - Alfred Hitchcock zu einem Jungen, der sich gerade mit einem Priester unterhielt. Ein großes Thema des Jahres 2010 war der Skandal des sexuellen Missbrauchs an Kindern innerhalb der katholischen Kirche. Ein Thema, das durch die rezenten Entwicklungen auch Luxemburg in Atem hielt.

Kirchen und Landesregierung für Kooperation

GREIFSWALD. (hpd) Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern und die Kirchen wollen zukünftig stärker zusammenarbeiten. Bei einem Seminar für Kirchlichen Dienst in Greifswald erörterten Kirchenvertreter und Ministerpräsident Erwin Sellering am Montagabend die Entwicklung des ländlichen Raumes des Flächenlandes, Werte- und Bildungsfragen, die Zusammenarbeit von Kirche und Schule sowie das Thema Rechtsextremismus.

Iran im Umbruch

(hpd) In der Schriftenreihe der „Soziologischen Diskurse“ der Universität Hannover legt Dawud Gholamasad hier eine soziologische Studie vor, die sich mit der Situation des Iran seit der sogenannten „islamischen Revolution“ befasst. Das Buch ist nicht leicht zu lesen und doch ein Gewinn.

Atheismus als Grundlage des Humanismus (II)

MANNHEIM. (hpd) Als ich die verschiedenen Erwiderungen und Kommentare zu meinen Artikel im hpd „Atheismus als Grundlage des Humanismus“ gelesen habe, ist mir eins erneut sehr klar bewusst geworden. Atheismus wird noch immer als Weltanschauung missverstanden. Ein Nachtrag zu einem ersten Artikel zum Thema.  Von Dirk Winkler

Besetzung eines Konkordatslehrstuhl gestoppt

ERLANGEN. (hpd) Am Freitag letzter Woche wurde bekannt, dass die Besetzung eines Konkordatslehrstuhles an der Universität Erlangen vorläufig gestoppt wurde. Der Humanistische Pressedienst sprach mit Prof. Dr. Theodor Ebert, der zu der Gruppe der Engagierten gehört, die das Verfahren in Gang gesetzt haben.

Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument

(hpd) Der israelische Historiker Moshe Zuckermann kritisiert den politischen Missbrauch des Verweises auf die Judenfeindschaft und die Shoah in Deutschland und in Israel. Angesichts der Komplexität und Sensibilität des Themas hätte man sich aber mehr Differenzierung in der Bewertung und mehr Sachlichkeit im Tonfall gewünscht, damit die durchaus beachtenswerte Problematik nicht Beifall von der „falschen Seite“ bekommt.

Dieses bemerkenswerte Ding

(hpd) Zur Bereicherung und Stützung der Religionen wurden seit Beginn der Menschheitsgeschichte bemerkenswerte Kunstgegenstände, großartige Musik und eindrucksvolle Gebäude geschaffen. Der naturalistische Humanismus gilt dagegen diesbezüglich nicht ganz zu Unrecht als arm. Dass dies aber nicht so sein muss, zeigt das folgende Video.

Gottes langer Arm

WIEN. (hpd) Die katholische Kirche hat sich ein einflussreiches Medienimperium in Österreich geschaffen. Zwei große Tageszeitungen, zwei Radiosender, Österreichs größte Wochenzeitung – das ermöglicht eine effektive Kontrolle weiter Teile der öffentlichen Meinung. Und Gottes langer Arm reicht im Medienwesen der Republik wesentlich weiter als die direkte Eigentümerschaft katholischer Diözesen.

Sexuelle Selbstbestimmung – Realität, Utopie?

BERLIN. (hpd) Wie steht es aktuell um die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen hierzulande und weltweit? Ist sie eine Selbstverständlichkeit oder muss sie wieder erkämpft werden? Diese Fragen diskutierte die Fachtagung „Sexuelle Selbstbestimmung – Realität oder Utopie? Das Recht auf reproduktive Gesundheit nach 20 Jahren Wiedervereinigung“.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Faschismusexperte: „Wir müssen aufhören von Faschismus besessen zu sein“

Am 6. September ist Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die AfD hat realistische Chancen im dortigen Parlament die absolute Mehrheit zu erreichen. Damit flammen wieder Diskussionen auf, ob Deutschland Zeuge eines erstarkenden Faschismus ist. Im Interview mit dem hpd erklärt Professor Roger Griffin, einer der führendsten Faschismusexperten der Welt, was unter dem Begriff verstanden werden sollte und welchen Umgang er mit der AfD empfiehlt.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?