Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

Prozess um kirchlichen Missbrauch

„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.

Prediger Kenneth Copeland hebt schützend seinen Arm vors Gesicht

Glosse: Der Fernsehprediger und das Coronavirus

Mit göttlichem Wind und einem schützenden Arm gegen Covid-19

Der sogenannte "Televangelist" Kenneth Copeland hat so seine ganz eigenen Methoden, das Coronavirus zu bekämpfen – und ist nach eigener Auffassung auch schon seit dem Frühjahr erfolgreich: Nicht nur einmal hat er es "für tot erklärt". Davon unbeirrt erreichen die Fallzahlen in den USA neue Höchststände.

Südafrika: Erste Satanic Church eröffnet bei Kapstadt

Bereits im Februar bekam die erste Satanic Church ihre Registrierung als religiöse Organisation. Seitdem hat es viel Aufregung um die Kirche, ihre Mitglieder und mögliche Rituale gegeben. Die Gründer*innen Adri Norton and Riaan Swiegelaar haben sich nun mit ihrer eigenen Website und zahlreichen Medieninterviews an die Öffentlichkeit gewandt, um mit mittels "Satanic Panic" geschürten Vorurteilen aufzuräumen.

Kirchenbänke

Gesellschaftliche Repräsentation konfessionsfreier Menschen stärken

Kirchen verlieren weiter an Relevanz

Die Ende Juni 2020 veröffentlichten Kirchenstatistiken 2019 zeigen: In Deutschland verzeichnen die katholische Kirche und die evangelischen Landeskirchen für das vergangene Jahr einen Rekord an Kirchenaustritten. So betrug der Anteil der Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung Ende 2019 nur noch rund 52 Prozent.

Verschwinden dann auch die Gipfelkreuze?

Schweiz: Christliche Volkspartei bald ohne "C"?

Das "C" im Namen der Christlichen Volkspartei (CVP) ist laut einem Bericht der SonntagsZeitung Schweiz für eine überwältigende Mehrheit der Parteimitglieder die unattraktivste aller Namensoptionen. In einer parteiinternen Umfrage votierten 79 Prozent der Befragten gegen "einen Namen, der Bezug auf christliche Werte nimmt".

Rezension

Die Linke und die Religion

Der von Cornelia Hildebrandt und anderen herausgegebene Sammelband "Die Linke und die Religion. Geschichte, Konflikte und Konturen" enthält über 20 Beiträge zu unterschiedlichen Fragen des Themas. Wie dies bei solchen Projekten so ist, unterscheiden sich die Texte nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ, liefern auch nur eine Facette, weniger eine Gesamtschau.

Kommentar

Weg mit der Fleischindustrie!

In der Corona-Pandemie erlangen gerade Schlachthöfe unrühmliche Aufmerksamkeit als Corona-Hotspots. Dabei richtet sich der kritische Blick vor allem auf die Bedingungen, unter denen die Menschen dort ausgebeutet und Ansteckungsgefahren ausgesetzt werden. Auf der anderen Seite stehen die Tiere, die so oder so nicht mit dem Leben davon kommen werden. Derzeit wird überlegt, Tiere, die wegen geschlossener Schlachthöfe aktuell nicht geschlachtet werden, zu töten, bevor weitere Futter- und Haltungskosten an sie verschwendet werden. Ein durch und durch krankes System.

Mandarinenenten

Forschende untersuchen, wie sich Corona-Maßnahmen auf Tiere auswirken

Tierische Pause vom Menschen

Um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zu stoppen, haben viele Länder die Bewegungsfreiheit ihrer Bevölkerung eingeschränkt. Die neue "COVID-19 Bio-Logging Initiative", an der Wissenschaftler und Wissenchaftlerinnen verschiedenen Forschungseinrichtungen beteiligt sind, untersucht, wie Tiere auf den Rückgang der menschlichen Aktivität reagiert haben.

Frau im Museum

25 Jahre Alibri Verlag

Schlechte Zeiten für Religionskritik

25 Jahre hat der Alibri Verlag durch seine Bücher die Debatten über Religion und Gesellschaft mitbestimmt. Der Rückblick auf diese Zeit bringt den Verleger Gunnar Schedel zu einem angesichts sinkender Kirchenbindung nicht unbedingt zu erwartenden Fazit: Die Rahmenbedingungen für Religionskritik haben sich drastisch verschlechtert.

Sex, Gender und Pastafarianismus

Anhänger*innen des Fliegenden Spaghettimonsters haben es nicht leicht. Weltweit müssen sie immer wieder für die Anerkennung ihrer Glaubensgemeinschaft kämpfen. Und auch dafür, ihren Glauben ungehindert verkünden zu dürfen. Ihre positive Einstellung zu Sexualität und Geschlechtlichkeit geht vor allem sozialen Netzwerken zu weit, wie jüngst die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Österreich erfahren musste.

Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

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Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

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EU-Parlament in Straßburg

EU-Parlament fordert „Strategie gegen islamistische Unterwanderung“

Das Europäische Parlament hat sich mit 381 zu 167 Stimmen für eine Strategie "zur Bekämpfung islamistischer Unterwanderung und zur Eindämmung des Einflusses des Netzwerks der Muslimbruderschaft" ausgesprochen. Einer der Auslöser war die Untersuchung des AK Polis und des Pariser Forschungszentrums CERIF zur verdeckten Förderung des Forum of European Muslim Youth and Student Organisations (FEMYSO), das als Kaderschmiede der Muslimbrüder gilt. Auch „Linke“ sollten sich am wachsenden Widerstand gegen den Politischen Islam beteiligen.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Titelblatt

Freidenker*innen-Kalender 2027 erschienen

Gegen den Strom

Geschichte nicht nur als Rückblick zu verstehen, sondern danach zu fragen, was sie mit unserer Gegenwart zu tun hat. Diesen Anspruch verfolgen die Freidenker*innen Ulm/Neu-Ulm mit ihrem Kalender für das Jahr 2027.

Rentner, alte Menschen

Was die amerikanische Rentendebatte mit dem New Deal zu tun hat und warum sie auch für Deutschland interessant ist

Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA

Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, will die amerikanische Rentenversicherung, die Social Security, langfristig finanziell absichern und zugleich ihre Leistungen verbessern. Dazu schlägt er vor, ihre Finanzierungsbasis zu verbreitern und insbesondere hohe Einkommen stärker heranzuziehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

Die Angst vor der Hamas

Der hpd hatte über Extremisten im Parteiumfeld der Berliner Die Linke berichtet. Der Spiegel macht nun Details aus einem Interview mit der Berliner Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp öffentlich, die zeigen, wie weit der Einfluss dieser Kreise reicht.