Blick in den Vortragssaal

Das Symposium Kortizes 2026 in Nürnberg

Künstliche Intelligenz: Werkzeug, Partner oder Bedrohung?

Wie funktioniert künstliche Intelligenz? Welche Auswirkungen hat ihr Einsatz auf unsere Gesellschaft? Und wie gelingt es uns, die Maschinen klug zu nutzen? Diesen Fragen widmete sich Anfang Oktober das Kortizes-Symposium im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Verwaltungsgericht Münster

Atheismus als Asylgrund

Hussain darf bleiben

Als atheistischer Blogger muss Hussain P. in Pakistan um sein Leben fürchten. Trotzdem lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seinen Asylantrag ab. Zu Unrecht. Dies entschied nun das Verwaltungsgericht Münster.

Fee

Irischer Abgeordneter beruft sich auf Fabelwesen

Feen gegen Gott

Märchenhafte Politik: In Irland gibt ein Parlamentsabgeordneter den Feen die Schuld an Straßenschäden. Gleichzeitig bemüht er den lieben Gott, um den Klimawandel zu stoppen. Wir fragen uns: Muss man sich nicht für eine Fabelwelt entscheiden?

HVD fordert Ausbau dezentraler Versorgungsstrukturen für Wohnungslose

Nachdem es am Wochenende erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen an der Ausgabestelle der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoologischer Garten kam, fordert der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg (HVD) ernsthafte Bemühungen, die Versorgungsstrukturen für wohnungslose Menschen zu stärken und die strukturelle Unterfinanzierung niedrigschwelliger Projekte zu beenden.

Rezension

Darstellung und Dokumentation zu einer antisemitischen Fälschung vor Gericht

Der Historiker und Slavist Michael Hagemeister legt mit "Die 'Protokolle der Weisen von Zion' vor Gericht. Der Berner Prozess 1933 – 1937 und die 'antisemitische Internationale'" eine Darstellung und Dokumentation zum Thema vor. Der Autor ist als jahrzehntelanger Forscher in diesem Bereich bekannt, seine Kritik richtet sich gegen die bislang etablierte Version zur Entstehungsgeschichte, ohne dass er damit apologetische Absichten in Richtung der "Protokolle" verfolgt.

Moschee in Malaysia

Malaysia

Atheisten sollen "von den Behörden gejagt" werden

Ein malaysischer Minister sagte laut Reuters, dass Atheisten in Malaysia von den Behörden gejagt werden sollten, weil kein Schutz für atheistische Gruppen in der Verfassung vorgesehen sei. Gleichzeitig rief er die Öffentlichkeit dazu auf, den Behörden zu helfen atheistische Gruppen wie die Ortsgruppe von "Atheist Republic" in Kuala Lumpur aufzuspüren.

Alesi, der Schädel der neuen ausgestorbenen Menschenaffenart Nyanzapithecus alesi (KNM-NP 59050).

Evolutionsbiologie

Affenschädel belegt Ursprung von Menschenaffen und Menschen in Afrika

Die Entdeckung eines bemerkenswert gut erhaltenen fossilen Affenschädels in Kenia zeigt, wie der gemeinsame Vorfahr aller heute lebenden Menschenaffen und Menschen ausgesehen haben könnte. Der Fund gehört zu einem Affen-Kleinkind, das vor etwa 13 Millionen Jahren lebte. Dem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Isaiah Nengo vom Turkana Basin Institute der Stony Brook University und vom De Anza College, USA, gehörte auch Fred Spoor vom UCL in Großbritannien und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig an.

Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) zur Bundestagswahl am 24.09.2017

KORSO verschickt Wahlprüfsteine

Ende Juli hat der Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) differenzierte Wahlprüfsteine verfasst, an 14 Parteien verschickt und um Antwort gebeten. Der vom KORSO-Vorsitzenden Helmut Fink mit Unterstützung der neuen KORSO-Vorstandsreferentin Katharina Malik zusammengestellte Fragenkatalog zielt auf die aktuellen Interessen der Konfessionsfreien ab.

Freidenkerbund Österreich

freidenker 2/2017 erschienen

Die aktuelle Ausgabe der österreichischen Zeitschrift für FreidenkerInnen, HumanistInnen und AtheistInnen "freidenker" ist erschienen. Schwerpunkt des Heftes sind Feminismus, die Kopftuchdebatte und "Ethikunterricht für Alle".

Stadtrat Paul-Gerhard Weiß + Peter Menne

Fotografie

Vernissage mit Braunkohlegruben

Die Photoausstellung "Kohletagebau – Kulturlandschaft brachial" von Peter Menne wurde in der Stadtbibliothek Offenbach von Stadtrat Paul Gerhard Weiß eröffnet. Er lobte Mennes Beitrag zur "Route der Industriekultur" als ganz aktuellen in einem Umfeld, das sonst eher museal an Vergangenes erinnert. Der Künstler erläuterte, warum er die gar nicht schönen Mondlandschaften in den Blick genommen, wie er zu dem umweltpolitisch wichtigen Thema gefunden hat.

Forschung

CRISPR/Cas: Ein umstrittener Durchbruch der Wissenschaft

Ein internationales Forscherteam hat in den USA erstmals bei einem lebenden Embryo einen Gendefekt mit Hilfe des Verfahrens CRISPR/Cas korrigiert. In Deutschland sind solche Forschungen noch durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Mit den neuen wissenschaftlichen Entwicklungen ist eine offene ethische Debatte jedoch dringlicher denn je. 

Termine

Mehr aus den Rubriken

Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Demonstration in Berlin

Kommentar

Gen Z regelt: Und was kommt nach dem Protest?

Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind am 31. Oktober junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und mehr Mitsprache bei Entscheidungen über ihre Zukunft. Viele Medien berichteten jedoch vor allem über Ausschreitungen am Rande einiger Demonstrationen, kaum aber über die Forderungen der jungen Menschen.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Janosch

Erinnerungen an Janosch

„Falsche Propheten schreiben sich mit f wie Fogel…“

Der Zeichner, Schriftsteller und Kinderbuchautor Janosch („Oh, wie schön ist Panama“) ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren ehemaligen Beirat („Herr Jott“, wie er sich manchmal nannte, verließ die Stiftung 2023 aus Altersgründen) mit dem Beitrag, den Michael Schmidt-Salomon 2021 zum 90. Geburtstag von Janosch verfasst hat.

Sparschwein

Die stille Umdeutung des Unterhaltsvorschusses

Politische Debatten verraten oft mehr durch ihre Begriffe als durch die konkreten Maßnahmen, über die gestritten wird. Das gilt auch für die aktuelle Diskussion um den Unterhaltsvorschuss. Nachdem Bundesfamilienministerin Karin Prien ihren ursprünglichen Vorschlag, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen, teilweise zurückgenommen hat, wird nun über eine Einkommensgrenze für Alleinerziehende diskutiert.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

historischer Marktplatz

Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.