"Weißes Schweigen ist Gewalt"

Essay

Kommt jetzt die Krise der Soziologie?

Forschung soll objektiv und ergebnisoffen sein. Aber in sozialwissenschaftlichen Fächern wirkt sich offenbar die politische Einstellung der Forscherinnen und Forscher auf die Ergebnisse aus. Dazu kommt ein weitgehend postmodernes Menschenbild. Kein Wunder, dass sozialwissenschaftliche Studien kaum helfen, gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Morddrohungen gegen Konstanzer StadträtInnen

KONSTANZ. (hpd) Bundesweit brennen Flüchtlingsheime, gewaltbereite Rassisten ziehen grölend durch die Lande und mittlerweile hat eine Mehrzahl der "besorgten BürgerInnen" längst keine Hemmungen mehr, sich dem braunen Mob anzuschließen. Nun hat dieser Ungeist auch das beschauliche Konstanz am Bodensee erreicht.

Peter Schaar beim 30. Chaos Communication Congress in Hamburg, 2013

Verlieren wir die Herrschaft über uns selbst?

BERLIN. (hpd) Google, Facebook und vergleichbare Internet-Dienst haben sich zu ständigen, neugierigen Begleitern von vielen Millionen Menschen weltweit entwickelt. Die Überwachung von Mitarbeitern in Großkonzernen scheint zur Normalität zu werden und eine Angst vor Terrorismus führt ständig zu neueren Sicherheits- und Überwachungsgesetzen. Viele werden leichte Beute von Datensammlern, weil sie sich zu schnell verführen lassen, Informationen preiszugeben.

Vordenkerinnen und Vordenker der Sozialen Demokratie

BONN. (hpd) Der von dem Politikwissenschaftler Christian Krell herausgegebene Sammelband "Vordenkerinnen und Vordenker der Sozialen Demokratie. 49 Portraits" enthält kurze Darstellungen zu Intellektuellen und Politikern von Wolfgang Abendroth und Willy Brandt über Erhard Eppler und Jakob Kaiser, Karl Marx und Gustav Radbruch bis zu Hugo Sinzheimer und Herbert Wehner.

Der Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Die Werte des Zusammenlebens sind menschlich

KIEL. (hpd/ibka) Im Herbst 2014 gab es im schleswig-holsteinischen Landtag eine Abstimmung, ob Gott in die Landesverfassung aufgenommen werden soll. Für einen Gottesbezug gab es keine Mehrheit. Eine daraufhin gegründete Initiative – unterstützt von den Kirchen – sammelte Unterschriften, um zu erreichen, dass sich der Landtag erneut mit der Frage, ob ein Gottesbezug in der Landesverfassung stehen soll, befassen muss.

Der Anschlag auf Henriette Reker

BONN. (hpd) Beim Pegida-Aufmarsch wurden Galgen für Politiker aufgestellt; bei einer Großdemonstration in Berlin eine Guillotine mitgeführt. Am vergangenen Wochenende nun attackierte ein Mann in Köln eine Politikerin. Über die Gefährlichkeit von Rechtsterrorismus in Deutschland schreibt der hpd-Autor Armin Pfahl-Traughber.

IBKA mit neuem Vorstand

Am vergangenen Wochenende fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Bad Homburg v.d.H. statt. Neben der Planung der Projekte für 2016 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Schriftstellerin Olga Tokarczuk bedroht

WARSCHAU. (hpd) Olga Tokarczuk ist die wohl prominenteste polnische Schriftstellerin. Sie wurde vor einigen Wochen für ihren neuesten Roman "Księgi Jakubowe" ("Die Jakobsbücher") schon zum zweiten Mal mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis "Nike" geehrt. Weil sie jedoch die polnische Gesellschaft an die eigene Vergangenheit erinnerte, wird sie nun massiv angegriffen.

"Flüchtlingen helfen - aber wie?"

GIESSEN. (hpd/hvd) Überall in Deutschland wollen Bürger aktiv an der Flüchtlingshilfe teilnehmen. Das "Refugee Forum Gießen" koordiniert dieses ehrenamtliche Engagement, bringt Helfer und Schutzsuchende zusammen und klärt die wichtigsten Fragen zu Hilfsangeboten. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk.

Hamed Abdel-Samad und Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Humanismus als letzte Chance des Islams? (1)

FRANKFURT AM MAIN. (hpd) Hamed Abdel-Samad und Prof. Dr. Mouhanad Khorchide trafen sich im Trubel der Buchmesse Frankfurt, um ihre neuen Bücher vorzustellen. Der hpd führte bei dieser Gelegenheit mit beiden ein ausführliches Exklusivinterview. Es ging dabei wesentlich um die Frage, ob es den von Prof. Khorchide propagierten islamischen Humanismus – also einen Humanismus mit Gott – überhaupt geben könne. Das Interview führte unser Autor Bernd P. Kammermeier.

Gesicht zeigen!

BERLIN. (hpd) Die Kampagne "Mein Ende gehört mir!" hat in der vergangenen Woche noch einmal Fahrt aufgenommen. Die Plakataktion der Giordano Bruno Stiftung (GBS) wird nun durch eine Kampagne untermauert, bei der jeder "seinem" Bundestagsangeordneten einen Brief schreiben kann. Im Brief wird darauf hingewiesen, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung die Möglichkeit des assistierter Suizids befürworten.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Wahlzettel

Der Wahl-O-Mat stellt säkulare Themen zur Diskussion

Soll der konfessionelle Religionsunterricht abgeschafft werden? Soll das Tragen religiöser Symbole bei Justiz und Polizei verboten bleiben? Säkulare Themen wie diese finden mittlerweile Eingang in die Thesen des Wahl-O-Mat. Der Ruf nach einer Trennung von Staat und Kirche gewinnt politisch an Gewicht. Die Parteien müssen sich auch vor den anstehenden Landtagswahlen entsprechend positionieren.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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Ein Paradigmenwechsel: Das OVG NRW entkernt das Bekenntnisschulmodell

Seit Jahren sorgen die nordrhein-westfälischen Bekenntnisschulen für Konflikte. Eltern fühlen sich bei der Schulwahl ausgebremst, Kommunen kämpfen mit komplizierten Aufnahmeverfahren und immer wieder landen Fälle vor den Verwaltungsgerichten. Die Frage, ob religiöse Homogenität ein legitimes Kriterium für den Zugang zu öffentlichen Schulen sein darf, schwelte lange unter der Oberfläche und wurde politisch wie juristisch meist mit Verweis auf Tradition und Landesverfassung abgewehrt. Nun hat das Oberverwaltungsgericht NRW einen Beschluss gefasst, der diese Konfliktlage grundlegend verändert.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

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