Schweiz

Zahl der Freitodbegleitungen rückläufig

Die 1998 gegründete schweizerische Selbstbestimmungsorganisation "DIGNITAS – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben" verzeichnet am Ende des Jahres 2016 9% Mitglieder mehr als Ende 2015; die Zahl der Länder, in welchen deren Mitglieder wohnhaft sind, hat sich innerhalb der Jahresfrist von 69 auf 84 erhöht. Zurzeit zählt der Verein 7.764 Mitglieder. Mit einer Zunahme von 473 Mitgliedern in einem Jahr brachte das Jahr 2016 das bisher stärkste Wachstum des Vereins.

Gedenktafel für Sebastian Castellio enthüllt

Am vergangenen Freitag wurde in Basel in unmittelbarer Nachbarschaft der St. Alban-Kirche am Eingang zum schmalen "Castellio-Weglein", welches das südliche Rheinbord bis zur St. Alban-Vorstadt überwindet, eine Gedenktafel für Sebastian Castellio enthüllt. Sie zeigt das Bild einer Büste des Widersachers von Jean Calvin und vermeldet dessen wichtigste Toleranz-Botschaft in Latein, Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch: "Einen Menschen töten heisst nicht, eine Lehre verteidigen, sondern: einen Menschen töten."

Nicht nur die Kirche verrichtet ehrenamtliche Arbeit

Auch in der Schweiz werden die Kirchen vom Staat kräftig alimentiert. Der hpd berichtete jüngst über das Ergebnis einer Umfrage, nach der eine verschwindende Minderheit im schweizerischen Bern die sozialen Angebote der Kirchen in Anspruch nimmt. Über diesen Widerspruch sprach der hpd mit Valentin Abgottspon und Jorgo Ananiadis von den Freidenkern.

Allgegenwärtig: Kirchen und Kreuze

Schweiz: Staat und Kirche trennen

Die Berner Stimmberechtigten sprechen sich für die Trennung von Staat und Kirche aus. Dies ist eines der wichtigen Resultate einer repräsentativen Studie im Auftrag der Freidenkenden Region Bern FRB. Im Weiteren ist eine Mehrheit der Befragten der Meinung, dass soziale Angebote der Landeskirchen ausschliesslich aus der Kirchensteuer zu bezahlen sind.

Anne-Marie Rey

Anne-Marie Rey: Eine zarte Kämpferin für die Freiheit

BERN. (fvs) Mit Anne-Marie Rey verliert die Freidenker-Bewegung eine ihrer engagiertesten Frauen. Zunächst trug sie das Anliegen des straffreien Schwangerschaftsabbruchs in die Vereinigung hinein, bis schliesslich nach jahrzehntelangen Kampf mit der Volksabstimmung von 2002 in der Schweiz die Fristenregelung eingeführt wurde.