Ein Mann reitet in einer einzigen Nacht auf einem pferdeähnlichen Wunderwesen von Mekka nach Jerusalem und steigt auf einer Leiter in den Himmel, wo er eine göttliche Offenbarung erlebt, ehe er zu den Gläubigen auf die Erde zurückkehrt: Das ist, kurz gefasst, die Handlung von "Mohammeds Himmelfahrt", die in verschiedenen Versionen kursiert und zu den bedeutendsten Erzählungen der islamischen Mythologie gehört. Eine fantasievolle Legende, mag man denken, ein wenig wahnhaft vielleicht. Doch wer solche Gedanken in Ägypten öffentlich äußert, bekommt es mit der Staatsanwaltschaft zu tun.
Sie zeigen ihren Modestil, posieren mit Keksen, Autos und Freundinnen oder posten satirische Videos. Für viele sind Influencerinnen bei Internet-Plattformen wie Instagram oder TikTok Vorbilder. Daran stört sich die ägyptische Regierung, die einige junge Frauen verhaften und für ihre vermeintlich unsittlichen und ausschweifenden Veröffentlichungen verurteilen ließ. Im Netz regt sich Widerstand.
Einem ex-muslimischen Humanisten und Menschenrechtsaktivisten aus Ägypten wurde mehrfach die Ausreise verweigert. Diesmal sogar, als er zu seinem eigenen Hochzeitsfest aufbrechen wollte. Er befindet sich seit vier Wochen im Hungerstreik.
Der atheistische Blogger und Menschenrechtsaktivist Ahmed Harkan ist einer der bekanntesten Religionskritiker in Ägypten. Nun wurde er aufgrund seiner Meinungsäußerung festgenommen. Zuvor trat er wegen Repressalien in den Hungerstreik.
Der ägyptische Atheist Sherif Gaber musste im vergangenen Jahr untertauchen, da ihm wegen islamkritischer Videos eine langjährige Haftstrafe droht. Auf Twitter bittet er verzweifelt um Hilfe.
Wegen seiner religionskritischen Haltung und des Eintretens für die Gleichberechtigung von sexuellen Minderheiten droht dem ägyptischen Blogger Sherif Gaber eine langjährige Haftstrafe. Nun möchte er Ägypten verlassen, um in Sicherheit und Freiheit leben zu können. Dafür braucht er finanzielle Unterstützung.
Eine libanesische Touristin wurde bei der Ausreise aus Ägypten verhaftet und zu acht Jahren Haft verurteilt. Ihr Vergehen: Sie hatte sich in einem Facebook-Video unter anderem über sexuelle Belästigung in Ägypten und schlechten Restaurantservice während des Ramadan beschwert.
Der ägyptische Blogger und Aktivist Sherif Gaber wird seit mehreren Jahren wegen seiner religionskritischen Haltung von Islamisten bedroht. In einem Video erklärt er, warum er sich nicht einschüchtern lässt und warum er weiterhin für die Meinungsfreiheit kämpft.
In Ägypten soll ein neues Gesetz geschaffen werden, das den Atheismus kriminalisiert. In den vergangenen Jahren kam es bereits vermehrt zur strafrechtlichen Verfolgung von Nichtgläubigen wegen "Blasphemie".
Die prall orangene Abendsonne hängt tief über dem Lärm der hupenden Autos. In der Ferne ragt die Silhouette des rosafarbenen ägyptischen Museums über die Autodächer hinweg, die sich zum Feierabend in einem aussichtslosen Chaos auf dem Tahrir-Platz verkeilen. Der fünfspurige Kreisverkehr im Herzen Kairos bringt sechs Verkehrsadern zusammen. Täglich pumpt er tausende Autos, Motorräder und Busse durch die Millionenstadt. Ein Taxifahrer hat das Fenster geöffnet und blickt stirnrunzelnd auf den verbeulten Kofferraum des nächsten Autos. Eine Lücke tut sich auf und das Taxi rollt einen Meter, bevor es wieder zum Stillstand kommt. Die Luft ist schwer von Smog. Doch es ist angenehm jetzt im Oktober, wo die Sommerhitze langsam abklingt.
Der Religionswissenschaftler Wolfram Reiss hat mit "Aufstieg und Fall der ägyptischen Muslimbruderschaft 2011-2013" einen Sammelband mit drei längeren Abhandlungen herausgegeben. So informativ diese im Detail sind, so fehlt ihnen häufig genug eine wirklich kritische Distanz gegenüber den Muslimbrüdern.
BERLIN. (wzp) Nach Ansicht der Leiterin des Kairoer Goethe-Instituts, Gabriele Becker, sollte Europa sich stark um die Entwicklung in den arabischen Ländern bemühen und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen fördern.
BERLIN. (hpd) Dürfen Kleider, die wie Burka oder Niqab Körper und Gesicht vollständig verhüllen, in der Öffentlichkeit getragen werden? Eine Frage, die nicht nur in europäischen Ländern kontrovers diskutiert wird, sondern auch in Ägypten.
BERLIN. (hpd) Nach Berichten der ägyptischen Zeitungen Egypt Independent und Daily News Egypt wurde die ägyptische Schriftstellerin Fatima Naoot am 26. Januar wegen Beleidigung des Islam zu einer Strafe von 3 Jahren Haft und zur Zahlung einer Geldbuße von 20.000 Ägyptischen Pfund (rund 2400 Euro) verurteilt.
BERLIN. (hpd/pres) In Ägypten wurde ein neues Anti-Terror-Gesetz per Dekret erlassen, das die Pressefreiheit und Berichterstattung stark einschränken soll. Es gelten nun drakonische Strafen, allerdings auch für Menschenrechtler und Journalisten weltweit. Die Journalistenverbände in Berlin protestieren gegen dieses Dekret.