Religiöse Rechte - Notizen August 2012

USA. (hpd) Der Präsidentschaftswahlkampf  in den USA war in den vergangen Wochen auch in den deutschen Medien das prägende Thema. Zuerst beendete Obamas Herausforderer Mitt Romney alle Spekulationen, als er Paul Ryan als Kandidaten für die Vizepräsidentschaft vorstellte, kurz darauf fand in Florida der große Parteitag der Republikaner statt.

Gottes Giftzwerg

WIEN. (hpd) Die katholische Kirche und die „religiösen Gefühle“ ihrer Mitglieder haben in der politischen Auseinandersetzung eine ganzjährige Schonzeit. Das geht auch zu Lasten von Kirchen-Opfern, wie die regelmäßigen Ausfälle eines besonders eifrigen Kirchenschützers zeigen.

Neue Nazis jenseits der NPD

(hpd) Die Journalisten Toralf Staud und Johannes Radke legen einen Reportageband zu aktuellen Entwicklungen im Rechtsextremismus vor. Dabei arbeiten sie anschaulich neue Gefahrenpotentiale heraus, welche sie vor allem in der Gewaltneigung der „Autonomen Nationalisten“ sehen.

In eigener Sache: Nachträge

BERLIN. (hpd) Die Sommerpause des hpd ist nun vorbei und in den kommenden Tagen werden wir neben den aktuellen Artikeln auch Themen nachtragen, die während der Sommerpause wesentlich waren. Vor allem ist es das Thema der Kinderrechte vs. Elternrechte in der Frage der Zwangsbeschneidung von männlichen Babys und Kindern. Aber auch andere Themen sind noch ‚nachträglich‘ zu erwähnen.

Warum wird im Namen Gottes gefoltert?

BERLIN. (hpd) Den Roman „Ein Ort namens Kumait – die Geschichte einer Beschneidung“ schrieb Najem Wali bereits im Jahr 1989. Doch erst 1997 erschien dieser erstmalig in Kairo auf Arabisch, ein Jahr später auf Französisch und im Jahr 2002 auf Schwedisch. Ein solcher Tabubruch, der darin bestand, dass Wali die Beschneidung Folter nannte, brauchte acht Jahre, bis sich ein Verlag fand, der sich traute, den Roman zu drucken.

Eindrucksvolle Nachahmer unter Wasser

OZEANE. (hpd) Tintenfische stellen eine ideale Mahlzeit dar: Sie bestehen fast nur aus Fleisch, tragen keine Stacheln oder andere verletzende Waffen und die wenigsten sind giftig. Somit ist es in ihrem Interesse, sich jederzeit vor Räubern gut verstecken zu können. Deshalb wurden viele dieser Cephalopoden (Kopffüßer) zu Meistern von Tarnung und Mimikry. Andere nutzen dramatische Farbwechsel, um auf ihre tödliche Natur hinzuweisen.

Mehrheit für Trennung von Kirche und Politik

BERLIN. (hpd) In der Auswertung einer repräsentativen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung wird auf die Verringerung religiöser Bindungen der Wähler an die Parteien verwiesen, eine weitgehende Ablehnung des Einflusses der Kirchen auf die Politik, und dass die Befragten sich für eine klare Trennung von Kirche und Politik aussprechen.

Rom ist in der kleinsten Hütte

HANNOVER. (hpd) Vor zwei Wochen hat das niedersächsische Landesparlament eine Änderung des Konkordats mit der Katholischen Kirche ratifiziert. Konkordatsschulen im Land können nun nicht nur in Oberschulen umgewandelt werden, künftig soll es auch noch mehr Geld geben. Der Vorgang verschärft das Durcheinander und die Ungleichbehandlung im niedersächsischen Schulsystem. Ein kritisches Bewusstsein gibt es auch bei der Opposition nur in Detailfragen.

Vierzig Generationen verlorener Jahre

EUROPA. (hpd) Warum bricht die Geschichte wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen am Ende des 4. Jahrhunderts ab? Warum findet sie in Zentraleuropa erst wieder ab dem 16. Jahrhundert ihre Fortsetzung? Was sind die Ursachen für mehr als tausend Jahre wissenschaftlicher Enthaltsamkeit?

Bundesweiter GerDiA-Aktionstag im September

(hpd) Mit einem bundesweiten Aktionstag am 8. September 2012 wird die Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ (GerDiA) darauf aufmerksam machen, dass Sozialeinrichtungen keine kirchlichen Einrichtungen sind, und die konsequente Umsetzung der Antidiskriminierungsbestimmungen fordern.

Nachrichten von Erwin Strittmatter

BERLIN. (hpd) Kurz vor dem Erscheinen einer neuen und nicht unumstrittenen Biografie von Anette Leo legt der Aufbau-Verlag den ersten Band der Tagebuchaufzeichnungen Erwin Strittmatters vor. Der Leser erlebt die Jahre 1954 bis 1973 aus der Sicht des meistgelesenen Schriftstellers der DDR.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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