Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Menschenrechtspreis für indischen Arzt

WEIMAR. (hpd) Der Arzt Dr. Lenin Raghuvanshi aus Indien ist diesjähriger Träger des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar. Diese Auszeichnung ist ihm am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, im Festsaal der Musikhochschule „Franz Liszt“ überreicht worden. Der Preis ist mit 2.500 Euro und einer künstlerischen Beigabe der Bauhaus Universität Weimar dotiert.  

Dauerhunger auf Schweinefleisch: Broder

(hpd) Der eine nimmt zu, der andere ab. Am Ende ihrer 30.000 Kilometer langen Deutschland-Safari sind sich die zwei Beute-Deutschen näher gekommen, der Jude Henryk M. Broder und der Moslem Hamed Abdel-Samad, beide vollkommen integriert. Und Wilma. Und Kurt. Und ich.

„Gib mir ein Kind…“

WIEN. (hpd) Seit Monaten diskutieren Politik und Medien in Österreich über die Zukunft des heimischen Schulsystems. Spätestens seitdem die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie bekannt wurden, wird überall akuter Reformbedarf gesehen. Allein, von einem Konsens ist man meilenweit entfernt. Zu sehr geht es um Ideologie – vor allem bei den Rechtsparteien.

Heimkinder kämpfen um Entschädigung

BERLIN. (hpd) Im Haus der Bundespressekonferenz finden am kommenden Montag zwei Veranstaltungen zum gleichen Thema statt: Zunächst stellt der „Runde Tisch Heimerziehung“ seinen Endbericht vor, im Anschluss moderiert die ehemalige SPD-Spitzenpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier die Pressekonferenz der ehemaligen Heimkinder, die sich „von Staat und Kirche verraten“ fühlen.

Sakineh Ashtiani weiterhin im Gefängnis

(hpd) Der gestrige Hoffnungsfunken, geschürt durch eine AFP-Meldung, dass Sakineh Ashtiani, deren Sohn und der Anwalt frei sind, hat sich nicht bestätigt. Entgegen den Meldungen der BILD und von krone.at konnte Mina Ahadi dem hpd gegenüber die Freilassung nicht bestätigen. Sie beruft sich dabei auf den iranischen Sender Press TV.

Wikileaks - Gut oder Böse?

INTERNET. (hpd) Derzeit wird der erste tatsächlich ernstzunehmende Cyberwar in der Geschichte des Internet ausgefochten. Auf der einen Seite steht die Enthüllungsplattform Wikileaks, auf der anderen Seite die US-Regierung.

KI.KA beantwortet eine Mail

(hpd) Während die Kirche den Fernsehsender KI.KA feiert, fühlen sich andere von der Bibelserie "Chi Rho“ einfach nur genervt. Sie schreiben erboste Mails an den Sender. Und bekommen Antwort, die daran zweifeln läßt, ob es sich bei KI.KA tatsächlich noch um öffentlich-rechtlichen Rundfunk handelt.

Oh, wie schön ist Panama

OBERHAUSEN. (hpd) Ich habe die Eintrittskarte in der Hand und komme in den ersten Raum. Das erste was mir natürlich auffällt ist das Bild mit dem Bär, dem Tiger und seiner Tigerente. Die Drei sind echt das beste Werk von Janosch, denke ich. Dachte ich. Das war einmal. Die Ausstellung war eine Überraschung für mich.

Gegen die Todesstrafe - nicht nur in Iran

(hpd) Vor wenigen Tagen verabschiedete der Bundestag eine Resolution gegen die Hinrichtung von Sakineh Mohammadi Ahstiani. Dies ist definitiv ein wichtiges und bedeutendes Anliegen. Denn kein Mensch sollte durch die Hand eines anderen Menschen sterben. Oder durch einen Gerichtsbeschluss.

Auch LINKS nichts ohne Bischofssegen?

BERLIN. (hpd) Am 16. Januar 2011 will sich in München eine Landesarbeitsgemeinschaft "LINKE LaizistInnen" (LAG LiLa) gründen. Dies dürfte die erste derartige Gruppe in der Partei DIE LINKE sein. Eine Frage stellt sich aber schon heute: Werden die Initiatoren Erfolg haben und bundesweit ausstrahlen können?  

Das christliche Kulturloch

BERN. (hpd) Die Religion ist in unserer Gesellschaft derart marginalisiert, dass von ihr nur noch Folklore übriggeblieben ist. Die Idee von Himmel und Hölle ist als Wertesystem nicht mehr tauglich.  Ein Kommentar von Beda M. Stadler

SOS for human rights

BERLIN. (hpd) Das mobile Theaterstück „SOS for human rights“ ist ein Stück des GRIPS-Theaters, sowie auch Teil der gleichnamigen Kampagne von „Jugendliche ohne Grenzen“.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

12.09.2026

Ideologiekritik & Film 7: Sieben Winter in Teheran

Dokumentarfilm von Steffi Niederzoll im Metropol Kino Düsseldorf (weiter...)

16.09.2026

Wie viel Religion verträgt und braucht die Demokratie?

Streitgespräch zwischen Philipp Möller und Volker Andres in Heilbronn (weiter...)

17.09.2026 - Fr 18.09.2026

»Lösungen für eine bessere Zukunft«

10. Internationaler «Cradle to Cradle-Congress« vom 17. bis 18. September an der TU Berlin (weiter...)

Mehr aus den Rubriken

Eisberg

Klimaschutz: Eine Frage der Weltanschauung

Das 1,5-Grad-Ziel droht zu scheitern. Mit diesem Fazit führt der jüngste Bericht des UN-Umweltprogramms abermals vor Augen, wie bedrohlich die Klimakrise für uns alle ist. Dennoch stoßen konkrete Maßnahmen in der Bevölkerung oft auf Widerstand. Eine neue Studie der Universitäten Bonn und Mannheim zeigt nun: Wer einer universalistischen Ethik folgt, ist eher bereit, persönliche Einschnitte für den Klimaschutz hinzunehmen.

Der islamische Faschismus

Zeit, das Islamgesetz aufzuheben

Das Zurückdrängen des gefährlichen politischen und gesellschaftlichen Einflusses von Religion beginnt mit ihrer Privatisierung: Das Islamgesetz gehört aufgehoben, das Konkordat gekündigt.

US-Verfassung und Bibel

Gottes Gelder für den Wahlkampf: Wie Trumps Kommission die Schranken zwischen Kirche und Politik einreißen will

Ein Entwurf der von Donald Trump eingesetzten Religious Liberty Commission behauptet eine angebliche Beschneidung religiöser Freiheiten in den USA. Neben abstrusen geistesgeschichtlichen Schuldzuweisungen liefert das Papier konkrete Empfehlungen, um die strikte Trennung von Staat und Kirche aufzuweichen. Damit entpuppt sich der Bericht als ideologisches Gefälligkeitsgutachten für die christliche Rechte, das den säkularen Verfassungsstaat gezielt aushöhlen soll.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Skeptics in the Pub

Judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa?

Der Konflikt innerhalb der Skeptikerbewegung ist zurück. Nachdem sich die Auseinandersetzungen zuletzt beruhigt hatten, entzündete sich der nächste Konflikt an der Marke „Skeptics in the Pub“. Dahinter steht der mutmaßliche Versuch, Deutungshoheit über eine seit Jahrzehnten bestehende Graswurzelbewegung zu gewinnen.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

Ines Scheibe

Der ewige Kampf gegen „christliche Fundamentalisten und national gesinnte Konservative“

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung sieht aktuell die Frauenrechte in Gefahr. Zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat der Verband einen Flyer veröffentlicht. Der soll aufklären, warnen und die Stellschrauben identifizieren, die eine Landesregierung drehen könnte, um antifeministische Politik durchzusetzen. Ines Scheibe vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung erklärt im Interview, wie die Fundamentalisten arbeiten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

Cover

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?