Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Konglomerate des Antikommunismus

(hpd) Der Historiker Wolfgang Wippermann schildert die historische und aktuelle Verbreitung des Antikommunismus in Deutschland, Europa, den USA und der „Dritten Welt“. Bei aller angemessenen Aufmerksamkeit für die historischen Details unterscheidet der Autor aber nicht genug zwischen ideologischem und rationalem Antikommunismus und geht auch sehr salopp mit Bewertungen um.

"Papst trifft Hitler" und die Heilige Unterhose

TRIER. (hpd) „Papst trifft Hitler“ stolzierten durch Trier, an den Stationen des Reichskonkordats und an den Pilgern zum „heiligen Rock“ vorbei, bis hin zur heiligen Unterhose von Karl Marx. Die Polizei nahm die Künstler zwischendurch mit auf die „Polizeiwache Heilig-Rock“ und am Abend wurde eine Ausstellung eröffnet.

AHA! Rockstars

(hpd) Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Heilig’s Röckle“, die mit spektakulären Aktionen und kritischen Vorträgen einen Kontrapunkt zum heute beginnenden, mehrwöchigen Event setzen will, das sich um einen angeblich heiligen Rock in Trier dreht, bringt der hpd heute einen eigenen, tongewaltigen Kontrapunkt inklusive Rock: Rockstars.

US-Politiker reden zu viel über Religion

WASHINGTON. (hpd) So viel US-Bürger wie nie zuvor sind der Meinung, dass die Politiker in den Vereinigten Staaten zu viel über Religion reden. Das hat eine aktuelle Umfrage ergeben. Fast vier von zehn Befragten sind der Meinung, dass ihre Politiker zu oft Politik und Religion vermischen. Und mehr als jeder Zweite meint, die Kirchen sollten sich aus der Politik heraushalten.

Österreich: Der Aufstand der Zwerge

WIEN. (hpd) Liberale Juden und liberale Muslime gehen gegen österreichische Religionsgesetze vor. Eine reformjüdische Gemeinde will selbstständig werden, die liberalen Muslime wollen, dass die zentrale muslimische Vertretung für illegal erklärt wird. Sie wollen Religionsfreiheit in Österreich.

Wenn das Nilpferd lächelt

BERLIN. (hpd) „Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen“, heißt María Sonia Cristoffs kurzer aber wortgewaltiger Essay, er könnte auch heißen: „Was Tiere mit Menschen machen“. Die junge Argentinierin schreibt von lächelnden Nilpferden, rachsüchtigen Löwen, einem einst aus London mit dem Bus geflohenen Affen, auswandernden Kakerlaken und natürlich Kafkas Käfer. Von Tieren, die sehr oft von Menschen genug haben.

Humanistik und „Humanismuspflege“

BERLIN. (hpd) Unter dem Titel „Humanistik – Beiträge zum Humanismus“ erschien im Alibri Verlag soeben der vierte Band der „Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Deutschland“. 17 Texte nähern sich historisch und aktuell Fragen nach den Aufgaben und Perspektiven der Humanismusforschung, Antihumanismus und Humanismuskritik bis hin zu juristischen und politischen Problemen der „Weltanschauungspflege“.

Unheiliger Rock und Johannes Ronge heute

WIESBADEN. (hpd/frg) Ende dieser Woche wird in Trier wieder der "Heilige Rock" ausgestellt. Dieses Ereignis nahm Johannes Ronge schon im Jahre 1844 zum Anlass, einen Offenen Brief an Bischof Arnoldi zu schicken, in dem er in schärfster Form den Vorwurf "des Missbrauchs der Religion" zum Ausdruck brachte.

Märchenstunde des Berliner Bischofs

BERLIN. (hpd) Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge hat gefordert, die Diskussion um die Staatsleistungen zu versachlichen und die sozialen und kulturellen Finanzleistungen der Kirche anzuerkennen. Anscheinend weiß er aber nicht, wovon er spricht und auf was er sich bezieht.

Politisch extreme Rechte seit 1949

(hpd) Der Politikwissenschaftler Gideon Botsch beschreibt die historische Entwicklung der organisierten Formen des politischen Lagers der extremen Rechten. Er trägt dabei auf engem Raum überaus kenntnisreich und gut strukturiert die wichtigsten Informationen zusammen.

Bioethiker:Tarnbezeichnung für Theologen?

FORCH. (hpd) Mit klaren Worten hat Ludwig A. Minelli, Gründer und Generalsekretär der umstrittenen Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas, die Teilnahme an einer Tagung zum Thema „Ethik und Recht in der Bioethik“ abgesagt, die Mitte Mai an der Universität Luzern stattfinden soll. Minelli betonte, an keiner Veranstaltung teilnehmen zu wollen, an der Theologen als Referenten mitwirken.

Geheuchelte Fürsorge

BONN/OBERWESEL. (hpd/gbs) Die katholische Kirche will auf die Einrede der Verjährung bei sexuellen Gewalttaten an Kindern und Jugendlichen nicht verzichten. Dies lässt sich aus einem Brief der Deutschen Bischofskonferenz schließen, der der Giordano-Bruno-Stiftung vorliegt.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

Konfessioneller Religionsunterricht – ein Dauerproblem

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Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

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Fremde Feinde

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