Präsentation „Religionsunterricht für alle“

Anmerkungen zu den Entwicklungen in Niedersachsen und Hamburg

Konfessioneller Religionsunterricht – ein Dauerproblem

Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

Das ewige Leben oder Ich bin dann mal weg

OSTERN. (hpd) Ich möchte hier auf ein Element religiöser Überzeugungen hinweisen, zu dem bei diesem argumentativen Kampf um Rationalität und religionsfreien Humanismus nach meiner Beobachtung wenig gesagt wird: die Erwartung eines Lebens nach dem Tod. Frei nach bekannten Büchern formuliert wäre die Frage nach dem Tod: „Wer bin ich dann - und, wenn ja, wie wenig?“ oder noch besser: „Ich bin dann mal weg!“

Handfeste Proteste gegen die Meinungsfreiheit

LUXEMBURG. (hpd) Eine Woche nach dem Start der Buskampagne in Luxemburg mehren sich die Unmutsäußerungen religiöser Vertreter bis hin zu Boykottdrohungen gegenüber den Busunternehmen. Darauf folgten wehrhafte parlamentarische Anfragen in der Deputiertenkammer, während Busunternehmer die Aufkleber wieder abreißen. Ein Bericht von Fiona Lorenz

Wer glaubt noch an die Auferstehung?

DÜSSELDORF. (hpd/kdb) Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur muss sich auch um das Marktgeschehen kümmern, also mit der Frage, wie die Menschen in Deutschland bestattet werden wollen. Da ist Ostern, bei dem es ja um das abschließende Gegenteil geht, die Auferstehung, also die aufgehobene Bestattung, das Thema, eine Umfrage dazu in Auftrag zu geben. Die Ergebnisse.

Papstbesuch: Quo vadis Bene?

BERLIN. (hpd/hvd) Anlässlich der Reise des Oberhaupts des Vatikanstaats und Oberstem Hirten der Katholiken ruft diesseits einen Karikaturenwettbewerb ins Leben. Unter dem Motto Quo vadis Bene? können Hobby- und Profizeichner ihre kreativen Zeichnungen bis zum 30. Juni 2011 der diesseits-Redaktion einreichen.

„Wegbeten lässt es sich nicht mehr“

WIEN. (hpd) Die Privilegien von Religionsgemeinschaften werden offenbar breiter abgelehnt als es selbst deren offizielle Kritiker erwartet hätten. Die Initiatoren des anlaufenden Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien zeigten sich bei einer Pressekonferenz über einen hohen Zuspruch erfreut. Unter großem medialen Interesse.

David Hume: True to the End!

(hpd) Zu Gerhard Stremingers neu aufgelegter Hume-Biografie. Lange war sie vergriffen, nun ist sie zum 300. Geburtstag des schottischen Aufklärers und Philosophen David Hume am 7. Mai wieder erhältlich: die meisterhafte Biografie Gerhard Stremingers – mit noch einmal gründlich revidiertem Text, unter neuem Titel und in einem anderen Verlag.

„Päpste rechtfertigten Gewalt“

MÜNSTER. (exc/hpd) Wichtige Päpste des Mittelalters haben laut Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff die Kreuzzüge und Gewalt gegen ihre Gegner mit Bibelzitaten gerechtfertigt. Texte aus dem Alten Testament, die einen zornigen und gewalttätigen Gott darstellen, hätten im 11. Jahrhundert eine Renaissance erlebt und die kirchliche Lehre geprägt.

Ausstellung zensiert, bekämpft und abgehängt

MÜNCHEN. (hpd/bfg) Der Künstler Wolfram P. Kastner zeigte in einer Ausstellung in München Kunst gegen Krieg Bilder, eine Installation sowie Fotos von den Folgen aller Kriege an menschlichen Körpern und Gesichtern. Die Anti-Kriegs-Ausstellung „teilen statt kriegen“ wurde zensiert, bekämpft und gestern vom Künstler abgehängt.

Religionsfreie Zonen am Karfreitag

KÖLN / MÜNCHEN. (hpd) Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich auch bei den Säkularen im Laufe der vergangenen Jahre feste Termine des Feierns herausbilden, die durchaus in die Kategorie Rituale gehören. Dazu gehören auch die Religionsfreien Zonen am Karfreitag, die als Protest gegen das lebensfeindliche Leidensfest der barbarischen Kreuzigung einen Ausgleich der Aufklärung und auch der Fröhlichkeit setzen wollen.

CDU-Junior stänkert gegen Schwesig

SCHWERIN. (hpd) Manuela Schwesig, Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, rief während einer Jugendweihefeier am vergangenen Samstag zum Engagement gegen Intoleranz und Rechtsradikalismus auf. In ihrer Rede erinnerte sie auch an die sozialdemokratischen Wurzeln der säkularen Feier für Jugendliche und das Verbot in der Nazi-Zeit. Die Jugendweihe stehe in einer demokratischen Tradition. Der CDU-Nachwuchs widersprach umgehend.

SPD-Laizisten begrüßen HU-Forderung

BREMEN. (hpd) „Dieser Schritt ist längst überfällig“, erklärte Horst Isola als Sprecher der sozialen und demokratischen Laizisten in der SPD zum Vorstoß der Humanistischen Union. Diese hatte gestern auf einer Pressekonferenz im Bundespresseamt in Berlin einen Gesetzentwurf vorgestellt, der die Ablösung der historischen Staatsleistungen an die beiden Amtskirchen regeln soll.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

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„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Es ist ein ganz großes Rad, an dem da gedreht wird. Immer wieder. Beim jährlich stattfindenden Kirchentag, abwechselnd katholisch und evangelisch, wird für eine fünftägige Veranstaltung ein zweistelliger Millionenbetrag bewegt. So wie auch beim nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden wird. Trotz der mit fast 14 Millionen Euro öffentlich subventionierten Veranstaltung fehlt die öffentliche Transparenz der Mittelverwendung.

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Gottes Gelder für den Wahlkampf: Wie Trumps Kommission die Schranken zwischen Kirche und Politik einreißen will

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?