Sein erster Roman ist „Der Name der Rose”

Umberto Eco

* 5. Januar 1932 Alessandria;
italienischer Schriftsteller und Sprachphilosoph, Journalist und Wissenschaftler, Professor für Semiotik in Bologna.

 

Umberto Eco wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf, die ihn sehr prägten, auch die Erfahrungen als 12-jähriger in einem kleinen Bergdorf im südlichen Piemont, wo seine Familie 1943–1945 Schutz vor den Bombardierungen suchte. Er erlebte im letzten Kriegsjahr die Kämpfe zwischen Partisanen und Faschisten aus allernächster Nähe mit. 1948 begann er ein Studium der Philosophie und Literaturgeschichte an der Universität Turin und schloss es 1954 mit einer Dissertation über Thomas von Aquin ab.

Beim neuen italienischen Fernsehen versuchte er nach dem Krieg ein Kulturprogramm aufzubauen. Einige Jahre später verließ er das Fernsehen und wurde Sachbuchlektor. Durch die Veröffentlichung seiner Schrift „Das offene Kunstwerk” wurde er als Kulturtheoretiker bekannt und begann 1963 seine akademische Karriere als Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Mailand, Florenz und Bologna. 1971 wurde er ordentlicher Professor für Semiotik an der Universität Bologna.

Erst 1980 schrieb er seinen ersten Roman. „Der Name der Rose” wurde auf Anhieb ein Welterfolg. Mittlerweile ist Umberto Eco einer der bekanntesten und meistgelesenen italienischen Schriftsteller der Gegenwart. Die Postulate der Aufklärung, wie Kritik an Dogmatismus und Irrationalismus spielen in seinen Romanen eine wichtige Rolle. In den frühen 50er Jahren, begriff sich Umberto Eco als katholischer Intellektueller. Während der Forschungen zu seiner Dissertation über die Frage der Ästhetik bei Thomas von Aquin verlor er seinen Glauben und trat aus der Kirche aus. 1995 war er Preisträger der Internationalen Humanistischen Akademie.

Eco ist ein aktiver und vehementer Gegner von Silvio Berlusconi. Noch vor dessen Wahlniederlage im April 2006 hatte Eco angekündigt, dass er bei einem erneuten Wahlsieg Berlusconis ins freiwillige Exil gegangen wäre. Im Oktober 2007 zog er sich aus der aktiven Lehrtätigkeit zurück.

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