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05. 10.

Humanistischer Salon: Wer profitiert von Kirchentagen?

Vortrag und Diskussion mit Carsten Frerk in Düsseldorf

2027 soll der Evangelische Kirchentag in Düsseldorf stattfinden. Erst im Juni dieses Jahres hat der Rat der Stadt Düsseldorf beschlossen, das religiöse Großevent mit mindestens 5,8 Millionen Euro zu subventionieren. Politiker:innen und Kirchenvertreter:innen behaupten regelmäßig, Kirchentage würden sich für die Städte rechnen. Es werden "Einnahmen in Millionenhöhe" angeführt und die große gesellschaftspolitischer Relevanz für Bürger:innen aller Weltanschauungen unterstrichen. Doch stimmt das? Carsten Frerk stellt den Anspruch des Kirchentages, ein gesellschaftspolitisch relevantes Großereignis zu sein, auf den Prüfstand.

Viele Menschen in Düsseldorf fragen sich, warum die milliardenschwere evangelische Kirche ihren Kirchentag nicht selbst finanziert. Die Stadtbevölkerung ist mehrheitlich konfessionsfrei; lediglich 15 %, der Düsseldorfer:innen sind 2022 noch Mitglied in der evangelischen Kirche, Tendenz fallend. Zudem ist die Kommune hoch verschuldet und zahlreiche dringliche Projekte, die der Stadtgesellschaft dienen, können nicht realisiert werden.

Der Politologe Carsten Frerk wird anhand von Ergebnissen mehrerer Studien zu den Teilnehmer:innen der Kirchentage, ihrer Motivation, ihren Präferenzen, Altersgruppen, Wahlpräferenzen etc. in seinem Vortrag ein differenziertes Bild aufzeigen, wofür die Kirchentage ‚gut‘ sind und wofür nicht. Ebenso stehen die angegebenen regionalökonomischen Effekte auf dem Prüfstand.

Dr. Carsten Frerk (*1945) ist Politologe, Journalist und Leiter der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland und war verantwortlicher Redakteur des Humanistischen Pressedienstes. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Forschung zur finanziellen Verflechtung von Staat und den beiden Amtskirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Er hat mehrere Bücher zu kirchlichen Finanzen verfasst, u.a. das Violettbuch Kirchenfinanzen (Alibri) und Kirchenrepublik Deutschland. Christlicher Lobbyismus. (Alibri). Carsten Frerk ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

ACHTUNG: Die Veranstaltung wird live ins Netz gestreamt.
Während der Diskussion können Fragen auch über den Youtube-Chat gestellt werden.