Ideologiekritik & Film 10: I, Pastafari – A Flying Spaghetti Monster Story
Dokumentarfilm von Michael Arthur im Metropol Kino Düsseldorf
Der Film »I, Pastafari« stellt auf intelligente, humorvolle und provokative Weise religiöse Sonderrechte, Empfindlichkeiten und Privilegien in Frage.
Er begleitet Aktivist:innen und Mitglieder der »Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters«, die sogenannten »Pastafari«, bei ihrem politischen Kampf gegen diese Sonderrechte.
Ihre Methode ist einfach: Als Pirat:innen verkleidet oder mit Nudelsieb auf dem Kopf ziehen sie mit ernster Miene vor Gericht, um mit ihrer absurden religiösen Weltanschauung* Zugang zu den gleichen Privilegien und gesetzlichen Ausnahmen zu erhalten, die anderen Religionen gewährt werden. Die Richter:innen und letztlich auch das Publikum werden mit der kritischen Frage nach der generellen Seriosität von Religion und dem Sonderstatus von Gläubigen konfrontiert.
Pastafari erkennen an, dass es überwältigende Beweise dafür gibt, dass das Universum Milliarden von Jahren alt ist; sie glauben jedoch, dass diese Beweise vom Flying Spaghetti Monster erstellt wurden, um Wissenschaftler:innen zu täuschen. Sie glauben auch, dass die globale Erwärmung durch den Rückgang der Pirat:innenpopulation verursacht wird, da der Zusammenhang zwischen beiden nicht zu leugnen ist. Mit diesen unwiderlegbaren Beweisen in der Hand besteht ihre heilige Mission darin, die Pirat:innenpopulation zu erhöhen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Der erfolgreiche Abschluss dieser Mission gewährt ihnen Zugang zum »Pastafarian Heaven«, wo ein Biervulkan und eine Stripper:innenfabrik auf sie warten.
Mit kurzer Einführung vor dem Film.
Filmtrailer
NL, AT, D, USA, 2020 | 57 Min. , FSK 0
Mit: Niko Alm, Bruder Spaghettus, Daniel C. Dennett u.a.