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29. 06.

Für eine neue Migration- und Flüchtlingspolitik!

Einladung zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung

Deutschland ist trotz des Fehlens einer klugen und weitsichtigen Zuwanderungs- und Integrationspolitik ein multikulturelles Land. Die tatsächliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland klappt besser als die Desintegrationspublizistik es uns suggerieren will. Dennoch machen wir uns Sorgen, wenn immer wieder versucht wird, durch Ausgrenzungen von zugewanderten Minderheiten die Identität der deutschen Mehrheit zu stärken. Um wirtschaftlich zukunftsfähig zu bleiben braucht Deutschland nicht nur eine Bildungs- und Qualifikationsoffensive, sondern gleichzeitig eine qualifizierte Zuwanderung. Derzeit aber ist unser Land alles andere als attraktiv für gut ausgebildete Menschen aus anderen Ländern. Die Flüchtlinge, die über die Grenzen im Süden und Osten nach Europa kommen, aber brauchen unsere Solidarität und die Bereitschaft Deutschlands und aller anderen europäischen Staaten sie aufzunehmen, gut zu versorgen und ihnen ein faires Asyl-verfahren zu bieten statt mitleidloser Grenzkontrollen und Abschiebungen in überforderte Erstaufnahmeländer.

Wie funktioniert die multikulturelle Gesellschaft in Hamburg? Ist Hamburg ein gastfreundliches Bundesland auch für Flüchtlinge? Die Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftragte der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche, Frau Pastorin Fanny Dethloff, wird uns berichten über die Situation von Flüchtlingen in der Hansestadt Hamburg und in Europa aber auch über die Lebensbedingungen von anderen, sozial schwachen Migrantengruppen in Hamburg. Was läuft gut, was muss besser werden und was können auch aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger tun, um ein hörbares und spürbares Gegengewicht zu den teilweise unverhohlen ausländerfeindlichen Postulaten einiger Printmedien zu setzen?