Symbolbild

Warum die kirchlichen Sonderrechte ein Auslaufmodell sind

Privilegien ohne Rückhalt

Kirchensteuer, Staatsleistungen aus Steuermitteln, der Sonderweg beim kirchlichen Arbeitsrecht, der konfessionelle Religionsunterricht an staatlichen Schulen: Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt: 31 Prozent der Bürger befürworten eine Einschränkung dieser Privilegien – ein Trend, der mit 39 Prozent ausgerechnet unter CDU/CSU-Anhängern am stärksten ausgeprägt ist.

Bescheidene Kirche?

BERLIN. (hpd) "Muss die Kirche bescheidener werden?" Diese Frage sollte am Abend des Tages, an dem der Papst dem Limburger Bischof in den "Urlaub" schickte, bei "ZDF log in" diskutiert werden. Sollte sie; wurde sie aber nur am Rande. Trotzdem kamen einige spannende Themen auf den durchsichtigen Tisch, der die Diskutanten trennte.

Freidenkerbund fordert volle Aufklärung

WIEN. (hpd/fd) Radikale religiöse Lobbyisten haben in einer bisher beispiellosen Aktion einen Bericht des EU-Parlaments verhindert, der die Lage für ungewollt Schwangere in Polen, Irland und Malta wesentlich erleichtert hätte. Wie der Humanistische Pressedienst aufgedeckt hat, haben radikale Abtreibungsgegner EU-Parlamentarier mit buchstäblich zehntausenden Mails unter Druck gesetzt.

Kretschmann vertritt die Interessen der Kirchen

STUTTGART. (hpd) Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat in den letzten Wochen mehrfach gegenüber den Medien erklärt, dass er die Trennung von Staat und Kirche für einen großen Fehler hält. Es ist sein gutes Recht, dieser Meinung zu sein und diese auch öffentlich zu vertreten. Schwierig wird es, wenn er das in seiner hervorgehobenen Rolle als Politiker tut.

Zoopolis - Bürgerrechte für Tiere

BERLIN. (hpd) Wir teilen mit ihnen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Lebensräume der Stadt und konkurrieren um die Präsenz in Land, Meer und Himmel. Sie leben mit uns oder in eigenen Populationen. Die kanadischen Autoren Sue Donaldson und Will Kymlicka fordern daher in dem jetzt auf Deutsch erschienenen Buch „Zoopolis“, den Tieren staatsbürgerliche Rechte zuzugestehen.

Bilanzieren à la Hildesheim

BERLIN. (hpd) Das Bistum Hildesheim hält sich nicht an seine eigene Rechnungslegungsordnung. Vielmehr baut das Bistum mit beachtlichem Aufwand ein Blendwerk auf, das den Eindruck vermitteln soll, es sei in Finanzfragen transparent und würde sein Vermögen offenlegen.

Papst Franz I. - wer und wie er wirklich ist

ODERNHEIM. (hpd) In Klerikerkreisen recht bekannt ist eine mittelalterliche Anekdote: Ein einfacher, naiver Mönch kommt voller Demut, Unterwürfigkeit und Ergebenheit zum Papst und sagt ihm, wie sehr er ihn bewundere, weil doch auf seinen Schultern die ganze Last der Weltregierung ruhe. Ach, antwortet der Papst, da machst du dir ganz falsche Vorstellungen und viel zu viel Sorgen. Die Machtausübung über die Welt ist gar nicht kompliziert, denn "die Welt will betrogen werden".

Narrenfreiheit für religiöse Lobbyisten

WIEN. (hpd) Eine konservativ-religiöse Lobby hat am Dienstag im EU-Parlament ein Papier zu Fall gebracht, das Frauen in der EU einen Zugang zu sicherem und legalen Schwangerschaftsabbruch hätte erleichtern können. In der Wahl der Mittel waren die Lobbyisten wenig zimperlich. Getarnt als Bürgerinitiative setzten sie EU-Parlamentarier gezielt unter Druck.

Notizen zu Nordkorea (4)

BERLIN. (hpd) Diese Ausgabe beschäftigt sich mit den innerkoreanischen Beziehungen, die einem ständigen Auf und Ab unterliegen. So wurden die geplanten Familientreffen von der nordkoreanischen Seite kurzfristig abgesagt und das Regime übt sich in harscher Rhetorik gegenüber der südkoreanischen Präsidentin Park.

Lateinamerika im Fokus

BERLIN. (hpd) Norbert Ahrens ist Humanist, Journalist, Schriftsteller, Genießer, politischer Beobachter und Lateinamerikaspezialist. Und er ist der Autor des kürzlich erschienenen Romans: Podewins Verfolgung. Der hpd sprach mit ihm über praktizierbaren Sozialismus und die strikte Ablehnung von religiösem Fanatismus.

Dogmatisch-fanatischer Salafismus

(hpd) Die Osnabrücker Islamwissenschaftler Rauf Ceylan und Michael Kiefer legen den ersten deutschsprachigen Band zu dieser dogmatischen und fanatischen Strömung unter Muslimen vor. Gerade weil die Autoren sich durch große Sachkenntnis auszeichnen, bedauert man den fragmentarischen Charakter der Darstellung oder das Fehlen von konkreten Beispielen.

Das armselige Leben des Christoph S.

WIEN. (hpd) Die Affäre Tebartz-van-Elst hat auch Österreich erreicht. Mehrere Medien recherchieren, wie es um das Vermögen von Österreichs Bischöfen steht. Die versuchen, mit offensiver PR mögliche Kritik im Vorhinein abzubiegen. Vor allem Kardinal Christoph Schönborn präsentiert sich als Muster an Bescheidenheit.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

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