Ergebnis des Volksentscheids zur Disposition?

BERLIN. (hpd) In den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU soll auch von den Vertretern der CDU die Einführung eines Wahlpflichtfachs Religion/Ethik gefordert worden sein. Das wäre ein klarer Versuch, das eindeutige Ergebnis des Volksentscheides vom 26. April 2009 auszulöschen.

Eine Bilanz der Antisemitismusforschung

(hpd) Der Historiker Wolfgang Benz legt eine in sechs Aufsätzen enthaltene Gesamtbetrachtung zur Antisemitismusforschung vor. Insofern täuscht der Haupttitel „Antisemitismus und ‚Islamkritik‘“ über den tatsächlichen Inhalt hinweg, welcher unterschiedliche Aspekte dieses Wissenschaftsfeldes kenntnisreich, aber auch diskussionswürdig anspricht.

Amalgamierungen und Apokalyptische Reiter

ERFURT. (hpd) Der Salzburger Theologieprofessor Gregor Maria Hoff eröffnet das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt mit einem Vortrag zum "Neuen Atheismus" – und verliert sich dabei in Randerscheinungen religiös angehauchter Philosophie.

Religiöse Rechte – Notizen Oktober 2011

USA. (hpd) Der Oktober brachte mehrere Beispiele für Homophobie und den Dauerbrenner Islam, als zum Beispiel der Vertrieb von “halal“ geschlachtetem Fleisch als Vorbote der Scharia interpretiert wurde. Außerdem findet der US-Wahlkampf zwischen Baptisten und Mormonen statt, Adolf Hitler tauchte immer wieder auf und hinter den Katholiken steht Satan. Selbstredend wurde die Occupy-Bewegung verurteilt und für die Wiedereinführung der Todesstrafe plädiert.

Rückkehr der Religionen? Nein.

BERLIN/WIESBADEN. (hpd) Im „Datenreport 2011“, einem Handbuch zur wirtschaftlichen und sozialen Situation in Deutschland, wird auch die Frage der Entwicklung der Religiosität in den beiden deutschen Landesteilen seit 1990 behandelt. Insofern lässt sich für diesen Zeitraum die Frage beantworten, ob es in Deutschland eine Rückkehr der christlichen Religion gibt. Die Antwort ist ein klares Nein.

Ausgezeichnet: Die Stiftung Zurückgeben

BERLIN. (hpd) Der HVD Berlin-Brandenburg verleiht alle zwei Jahre den nach dem Politikwissenschaftler und Zukunftsforscher benannten Ossip-K.-Flechtheimpreis. Er wird vergeben für “herausragendes Engagement zur Förderung von Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung in unserer Gesellschaft”. In diesem Jahr wurde die Stiftung ZURÜCKGEBEN ausgezeichnet.

Der Mensch ist mehr als sein Genom!

(hpd) Verfahren, welche die Zerstörung von Embryonen erfordern, dürfen nicht patentiert werden. Dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist allerdings juristisch wie moralisch bedenklich. Die Rechtspraxis in europäischen Ländern spricht Embryonen keineswegs einen Menschenrechtsstatus in diesem Ausmaß zu, wie man am Beispiel der Abtreibung und der Präimplantationsdiagnostik unschwer erkennen kann.

Auslaufmodell Menschenwürde?

(hpd) Der Historiker, Philosoph und Theologe Heiner Bielefeldt legt mit seinem Buch eine Stellungnahme zur Debatte um Menschenwürde im allgemeinen Sinne sowie bezogen auf Fallbeispiele vor. Sein Werk zeichnet sich durch den Verzicht auf ideologische und religiöse Begründungen zugunsten einer diskursethischen und rationalen Legitimation der Menschenwürde aus, welche die Individuen als Verantwortungssubjekte begreift.

Benedikt XVI. greift in Assisi die Atheisten an

ROM. (hpd/uaar) Der Papst ist gestern mit einem von Trenitalia (staatseigenes Unternehmen) zur Verfügung gestellten Zug für eine interreligiöse Begegnung und eine Pilgerfahrt in Assisi angekommen. Anwesend waren auch einige Ungläubige. Trotz der Einladung zum Dialog griff der Papst sie in der Basilika Santa Maria degli Angeli (Heilige Maria der Engel) an: Laut Papst ist Gewalt eine Konsequenz der Leugnung von Gott.

Paramedizin auf dem Vormarsch

DORTMUND. (hpd) Unter der Leitung der Fachgruppe Biologiedidaktik, und unterstützt von der GEW-nahen Max-Traeger-Stiftung sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, begann am vergangenen Montag das Kolloquium Biologie und Gesellschaft an der TU Dortmund. Im Mittelpunkt der sechsteiligen Vortragsreihe steht in diesem Semester die Kritik an der Paramedizin.

Wie wir die Kirchen finanzieren

FRANKFURT/M. (hpd/sh) In einem Vortrag von Carsten Frerk am vergangenen Freitag wurde noch einmal deutlich, dass die Kirchenarbeit in Deutschland auch von Nicht-Mitgliedern finanziert wird. Ein besonders eklatantes Beispiel sind die sogenannten Staatsleistungen, die aus vordemokratischer Zeit stammen. Bericht und Kommentar von Alexander Tschierse

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Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Die stille Standhaftigkeit der FDA

Es gibt Phasen politischer Überhitzung, in denen Institutionen nicht durch das, was sie sagen, sondern durch das, was sie tun, sichtbar werden. In den USA ist das derzeit die Food and Drug Administration. Während die CDC unter der neuen Administration einen politisch verordneten Maulkorb trägt – inhaltlich wie kommunikativ –, arbeitet die FDA weiter, als sei die politische Großwetterlage nicht ihr Thema. Und genau darin liegt eine bemerkenswerte Pointe.

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?