„2012 wird ein spannendes Jahr“

OBERWESEL. (gbs/hpd) Nach einer positiven Bilanz für das Jahr 2011 blickt die Giordano-Bruno-Stiftung mit Zuversicht nach vorn. Einige Projekte wie die Kampagnen gegen Staatsleistungen und Konkordatslehrstühle werden weitergeführt, doch wird es 2012 auch neue Themen geben. Wobei sich, so Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon, „humanistisches Engagement keinesfalls in der Religionskritik erschöpfen kann“.

Mit Gott auf allen Gleisen

STUTTGART. (hpd) Evangelikale Plakatbotschaften behindern die Aussicht aus den Fenstern der Stuttgarter S-Bahnen. Wie der hpd recherchierte, erstreckt sich das Netzwerk der Geldgeber nicht nur bis in den Deutschen Bundestag, sondern auch bis zur World Evangelical Alliance.

Bilder des Jahres 2011

BERLIN. (hpd) Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, meint ein ‚geflügeltes Wort‘, und so hat sich die Bildredaktion an die Aufgabe gemacht, im Archiv aus Tausenden von Fotografien und Zusendungen eine Auswahl zu treffen, die einige wesentliche Ereignisse der säkularen Bewegung in 2011 im Bild darstellen.

Verjährt? Einzigartiger Schadenersatzprozess

LINZ/TRIER. (hpd) Bereits Ende Dezember 2011 zog der 1,6 Millionen Euro  schwere Schadenersatzprozess des ehemaligen Heimkindes Jenö Molnar gegen das Land Oberösterreich große mediale Aufmerksamkeit auf sich. Geht es doch um die grundsätzliche Frage, ob das Unrecht schon verjährt ist oder nicht.

Bundespräsident: Showdown in den Medien

BERLIN. (hpd) Bundespräsident Christian Wulff hat die Bitte von Bild-Chef Kai Diekmann abgelehnt, einer Veröffentlichung der vieldiskutierten Mailbox-Nachricht zuzustimmen. Und wer gestern noch glaubte, man dürfe nicht den Bundespräsidenten lästern, sah sich bald eines Besseren belehrt. Kurze Nachlese zum großen Spektakel um den "Wulff im Schafspelz".

Ecos Scheitern an „dunkler Geschichte“

(hpd) Umberto Eco schildert in seinem neuesten literarischen Werk die angebliche Entstehungsgeschichte der „Protokolle der Weisen von Zion“. Eine ehrenwerte Absicht, die jedoch in der vordergründig bleibenden Psychologisierung der Protagonisten stecken bleibt und nicht zu überzeugen vermag.

Regensburger „Freier Geist 2011“

REGENSBURG. (hpd/bfg) Etwa 30 Mitglieder und Freunde des Bundes für Geistesfreiheit Regensburg feierten bereits Ende November 2011 im „Gravenreuther“ die Verleihung des Ehrentitels „Freier Geist 2011“ an den Maler Frank Scholz aus Regensburg.

Konfessionsfreie sollen Kirchenbudget sanieren

LINZ. (hpd) Wie in allen EU-Staaten wird in Österreich über die Budgetsanierung diskutiert. Einen interessanten Vorschlag liefert ein oberösterreichischer Regionalpolitiker: Er fordert eine Sondersteuer für „Kirchensteuer-Flüchtlinge“. Damit soll zumindest das Budget für den Denkmalschutz entlastet werden. Oder wahlweise das der katholischen Kirche.

Konfessionsfrei, weiblich, ehrlich?

BERLIN. (hpd) Bundespräsident Christian Wulff steht wie nie zuvor am Pranger der Öffentlichkeit. Der schon vor seiner Wahl in das Amt wegen der Förderung religiöser Fundamentalisten umstrittene CDU-Politiker befindet sich auf der alles entscheidenden Kippe. Anlass genug für die Frage, ob sein Amt überhaupt noch eine Bedeutung hat und was Vertreter säkularer Organisationen hier in Zukunft erwarten.

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Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

Konfessioneller Religionsunterricht – ein Dauerproblem

Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Skeptics in the Pub

Judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa?

Der Konflikt innerhalb der Skeptikerbewegung ist zurück. Nachdem sich die Auseinandersetzungen zuletzt beruhigt hatten, entzündete sich der nächste Konflikt an der Marke „Skeptics in the Pub“. Dahinter steht der mutmaßliche Versuch, Deutungshoheit über eine seit Jahrzehnten bestehende Graswurzelbewegung zu gewinnen.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

Der Vorstand von ISAH Saarland

ISAH Saarland: Neue Stimme für Konfessionsfreie im Saarland

Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?