Grab

Die Säkularisierung erreicht auch die Friedhöfe

Geißbock und Fußballschuhe statt Kruzifix

Unsere Friedhöfe werden bunter und weltlicher. Manch ein Grabstein lobpreist kein höheres Wesen, sondern erinnert liebevoll und emotional an den Verstorbenen. Die Grabinschriften können dabei höchst originell (und inspirierend) sein. Wir präsentieren hier einige eindrucksvolle Beispiele.

Ulm

Festakt zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Lieder gegen den Krieg

Mit einem Festakt gedachten am 8. Mai über 150 Ulmerinnen und Ulmer dem Tag der Befreiung vom Faschismus. Im Stadthaus Ulm fand zum Anlass des 80. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus eine Veranstaltung der Freidenkerinnen & Freidenker Ulm/Neu-Ulm, des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg (DZOK), der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Ulm und der NaturFreunde statt.

Zum Muttertag

Die gute Mutter – ein unerreichbares Ideal

Zum Muttertag regnet es Dankesworte und Geschenke. An den übrigen 364 Tagen überwiegen Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen, was eine gute Mutter ausmacht. Welche Normen zur Mutterschaft und idealisierte Leitbilder in Österreich wirken und wie (berufstätige) Mütter damit umgehen, untersuchten Soziologinnen der Universität Wien quer durch Österreich.

Plenarsaal des Deutschen Bundestages

"So wahr mir Gott helfe": Das Merz-Kabinett und die Religion

Die neue Bundesregierung zeigt ein deutlich religiöses Profil. Bei der Vereidigung am Dienstag sprachen 13 der 17 Ministerinnen und Minister den Amtseid mit Bezug auf ein religiöses Bekenntnis, ebenso wie der neue Bundeskanzler Friedrich Merz. Nur vier SPD-Ministerinnen und -Minister wählten die weltanschaulich neutrale Formulierung. In der Bevölkerung dagegen stellen die Konfessionsfreien längst die Mehrheit, und ihr Anteil wächst.

Petra Bahr (2023)

Bundeskanzler Merz setzt auf christliche Fundamente und begeht einen Tabubruch

Regionalbischöfin Bahr als Staatssekretärin

Die Entscheidung, die Regionalbischöfin Petra Bahr zur Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu ernennen, ist ein weiterer Beleg dafür, dass die neue Bundesregierung nicht an einer weltanschaulich neutralen Politik interessiert ist, sondern im Gegenteil kirchliche Akteure gezielt aufwertet und damit die Verflechtung von Staat und Religion bedenklich vertieft. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass ein hoher geistlicher Würdenträger ein wichtiges politisches Amt bekleidet.

Robert Prevost wird Kardinal

Der neue Papst Leo XIV. und seine Ambitionen

Der Heilige Geist hat geholfen

Wird ein Bundeskanzler erst im zweiten Wahlgang gewählt, so ist das für diesen ein politisches Desaster. Wird ein Papst schon im vierten Wahlgang des Konklave gewählt, sagt das: Er versteht es offenbar, Brücken zu bauen, oppositionelle Lager innerhalb der Kirche zu vereinen. Und wenn er dann noch in einem für einen Papst süßen Teenageralter von 69 Jahren ist und alle wissen, dass er die Geschicke seiner Kirche womöglich über Jahrzehnte prägen wird, so zeigt das, dass ihm offenbar großes Vertrauen entgegengebracht wird. Habemus Papam. Dieses Mal einen Leo. Einen Löwen also.

Tafel an der Gedenkstätte

Deutschland und die Geschichte der Euthanasie

Pirna: Wo das Vergessen zu Hause ist

Deutschland tut sich unter anderem deshalb mit dem Thema Sterbehilfe so schwer, weil es eine sehr unrühmliche Vergangenheit hat. Im "Dritten Reich" wurden Menschen, die nicht in das Menschenbild der Zeit passten, aussortiert und letztlich ermordet. So auch in Pirna, einer pittoresken Stadt in Sachsen.

Nürnberg 1945

Festakt zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Die Freidenkerinnen und Freidenker Ulm/Neu-Ulm e.V., die NaturFreunde Ulm, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Ulm und das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) begehen in einem Festakt heute im Ulmer Stadthaus den 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus.

Verhandlungssaal der Nürnberger Prozesse, 30. September 1946

8. Mai 1945: Keine "Stunde Null"

Der Tag des Kriegsendes am 8. Mai 1945 gilt heute als "Tag der Befreiung", als Chiffre für den Beginn unserer Demokratie. Doch die "Stunde Null" ist auch Beginn des kollektiven Verdrängens und Vergessens der Verbrechen des Nationalsozialismus – und der stillschweigenden Integration der Täter in der Nachkriegszeit.

WWDOGA 2025

Tag der genitalen Selbstbestimmung

WWDOGA 2025: Aktionstag im Regen

Am vergangenen Samstag wurde in Köln anlässlich des 13. Jahrestags des "Kölner Urteils" vom 7. Mai 2012 wieder für Kinderrechte demonstriert. Die Teilnehmenden ließen sich von dem plötzlichen Wetterumschwung nicht erschüttern und brachten den Demozug sowie die Kundgebung teils in strömendem Regen zu Ende.

Symbolbild

Essay

Kunst in Krisenzeiten

Die ständige Flut negativer und destruktiver Informationen macht uns zu schaffen. Unterschiedliche Berichterstattungen wirken auf uns ein. Zusätzlich verlangen unzählige Social-Media-Beiträge nach unserer Aufmerksamkeit. Nach und nach verlieren wir die Orientierung. Es bleiben Gefühle von Furcht, Wut, Weltschmerz und Ohnmacht. Genau in solchen Momenten kann Kunst aber einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass wir unser Leben wieder mehr vernunftbetont und ausgeglichener in die Hand nehmen. Kunst verschafft uns einerseits Ruhe, anderseits eine Grundlage zu einer sachorientierten und differenzierten Auseinandersetzung mit Themen und Problemstellungen.

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Rezension

„Rückverwilderung” gegen die moderne Welt

Eine Bildungswissenschaftlerin aus Cambridge stellt zentrale Errungenschaften der Moderne - von Rationalität und empirischer Wahrheit bis zu Humanismus und Universalismus - grundlegend infrage. Ein Blick auf ein Buch, das zeigt, wie die Ablehnung der Moderne ausgerechnet im progressiven Bildungsdiskurs in bemerkenswerte Nähe zu Denkmustern geraten kann, die man sonst aus ganz anderen politischen Lagern kennt.

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Essay

Die FDP und die Krise des Liberalismus

Die FDP ist weder im Bundestag noch in den meisten Landesparlamenten vertreten. Doch ihre Krise reicht über die Partei hinaus. Freiheit wird heute häufig vor allem als Wirtschaftsfreiheit definiert. Dabei gehören zum liberalen Versprechen ebenso Bürgerrechte, individuelle Selbstbestimmung und die Freiheit von religiöser und moralischer Bevormundung.

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„Rückverwilderung” gegen die moderne Welt

Eine Bildungswissenschaftlerin aus Cambridge stellt zentrale Errungenschaften der Moderne - von Rationalität und empirischer Wahrheit bis zu Humanismus und Universalismus - grundlegend infrage. Ein Blick auf ein Buch, das zeigt, wie die Ablehnung der Moderne ausgerechnet im progressiven Bildungsdiskurs in bemerkenswerte Nähe zu Denkmustern geraten kann, die man sonst aus ganz anderen politischen Lagern kennt.

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Gefangen in der inneren Logik

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Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

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Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

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Mit dem Satirepreis „Goldenes Brett vorm Kopf“ zeichnen die Wiener Skeptiker den „größten unwissenschaftlichen Blödsinn des Jahres“ aus. Gemeint sind laut Ausschreibung Personen, „die mit wissenschaftlich längst widerlegten Behauptungen oder absurden Verschwörungstheorien Geld, Ruhm oder Einfluss anstreben, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten“. Der hpd hat mit dem Mitorganisator Stefan Uttenthaler gesprochen, über skurrilen Aberglauben, gefährliche Verschwörungserzählungen und warum es wichtig bleibt, über kritisches Denken aufzuklären.

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Die weltanschauliche Neutralität des Staates gerät weltweit unter Druck. Unter dem Titel „Under Attack“ setzt sich MIZ 2/26 mit der Demontage der wichtigsten Voraussetzung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit auseinander. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entwicklung in den USA, wo die Trump-Administration alles daransetzt, die Trennung von Staat und Kirche abzuschaffen.

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Rohstoffe im Wert von 65 Milliarden Euro schlummern europaweit ungenutzt in Waschmaschinen, Smartphones und anderen Elektrogeräten. Eine neue Studie der Boston Consulting Group und der Cradle to Cradle NGO zeigt: Konsequente Kreislaufwirtschaft könnte einen Großteil dieses Materialwerts zurückgewinnen – und würde Europas Herstellern angesichts neuer EU-Gesetze und wachsenden Wettbewerbsdrucks entscheidende Vorteile verschaffen.