Umweltzerstörung: eine logische Folge des evolutionären Fortschritts
Vortrag in Dortmund
Dass es Leben gibt, ist (fast) ein Wunder. In einer Welt der Entropiezunahme konnten lebende Systeme nur entstehen und fortbestehen, weil sie ein neues Prinzip erfanden, tradierten und perfektionierten, nämlich Nutzen aus der Umwelt zu ziehen zum Selbsterhalt, zur Energieversorgung und zur Vermehrung. In dieser Dynamik evolvierte sich unser Planet zu einem komponentenreichen, erstaunlich stabilen Ökosystem.
Die vom Menschen getragene Kultur ist die Fortsetzung der Evolution auf einer zusätzlichen Ebene. Mit der modernen Technologie schlägt sie ein wie ein Blitz in die bis dahin relativ behäbige Evolution. Unter diesem Gewitter neuer Bedingungen, aufgeladen mit scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten bewirkt die evolvierte Neigung alle Vorteile zu nutzen, wo immer sie sich bieten, ein explosionsartiges Tempo in Wandel und Wachstum. Entsprechend schwindet dabei freilich der Vorrat an materiellen, genetischen, vielleicht auch ideellen Ressourcen.
Schadensbegrenzung ist vorrangige Aufgabe. Realistisch ist sie nur, wenn sie der Natur gerecht wird – auch der Natur des Menschen. Denn auch das Humangenom ist der optimierte Quelltext der Lebenskunst seiner Ahnenreihe.