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https://aufklaerungsdienst.de/Foto: Jesco Denzel

18. 11.

»Heimatland« – Über Freiheit, Herkunft und den Kampf gegen Islamismus

Lesung und Gespräch mit Güner Balcı, Zeinab Herz und Dr. Lale Akgün im Forum Freies Theater Düssseldorf

Als türkische Gastarbeiter kamen Güner Balcıs Eltern nach Berlin-Neukölln. Der Einzug in eine Wohnung mit eigenem Bad im Rollbergviertel war für sie ein Meilenstein des Ankommens in einer ihnen fremden Welt. Aber das einstige Arbeiterviertel, in dem ihre Tochter eine unbeschwerte Kindheit erlebte, verwandelte sich Anfang der 1980er-Jahre zunehmend in einen sozialen Brennpunkt. Die Söhne arabischer Großfamilien beherrschten das Geschehen. Güner Balcı erzählt in ihrem Buch, wie ein reaktionärer Islam sich breit machte, der Mädchen und Frauen die Selbstbestimmung verweigerte.

Nach einer 30-minütigen Lesung folgt eine Podiumsdiskussion, in deren Zentrum die Frage steht, was »Heimat« in einer offenen Gesellschaft bedeutet und wie sie gegen islamistische Ideologien verteidigt werden kann, die Freiheit und Gleichberechtigung bedrohen.

Gemeinsam mit Güner Balcı diskutieren:

  •     Zeinab Herz, Stv. Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime
  •     N.N.

Moderation: Dr. Lale Akgün, MdB a.D., Gründungsvorstand des SPD-Arbeitskreises Säkularität und Humanismus und Mitgründerin des AK Polis

Güner Yasemin Balcı ist Journalistin, Schriftstellerin, Filmemacherin und seit 2020 Integrationsbeauftragte für den Berliner Bezirk Neukölln. Sie hat die Herausforderungen einer Einwanderungsgesellschaft zu ihrem Lebensthema gemacht. Bis Ende 2008 war Balci Redakteurin beim ZDF für das Politmagazin Frontal 21. Danach arbeitete sie regelmäßig als Regisseurin für Arte, die ARD und das ZDF. Für ihre Reportage »Tod einer Richterin – auf den Spuren von Kirsten Heisig« gewann sie 2012 den »Civis Fernsehpreis«. 2017 realisierte sie für das kleine Fernsehspiel beim ZDF den Dokumentarfilm »Der Jungfrauenwahn«, der den Bayerischen Fernsehpreis gewann. »Die große Reise – Seyran Ates und der Weg zu einem reformierten Islam« ist ihr zweiter langer Dokumentarfilm.

Dr. Lale Akgün wurde 1953 in Istanbul geboren. Nach dem Studium der Medizin und Psychologie in Marburg promovierte sie 1987 an der Universität Köln im Fachbereich Psychologie und arbeitete anschließend in der Familienberatung. Von 1997 bis 2002 leitete sie das Landeszentrum für Zuwanderung. Von 2002 bis 2009 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD). Anschließend arbeitete sie in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Im November 2018 hat sie gemeinsam mit Cem Özdemir, Seyran Ateş, Hamed Abdel-Samad, Ahmad Mansour, Necla Kelek, Bassam Tibi, u.a. die »Initiative säkularer Islam« gegründet, die für eine weitgehende Trennung von Religion und Politik eintritt, und sich für einen zeitgemäßen, aufgeklärten, demokratiefähigen Islam einsetzt, der selbstkritisch und offen für Kritik von außen ist und der die Anerkennung der Islamverbände als Körperschaften des öffentlichen Rechts aufgrund demokratischer Vorbehalte ablehnt. 2024 war sie Mitgründerin des Arbeitskreis Politischer Islam (AK Polis).

Zeinab Herz ist Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und mit 18 Jahren aus dem Islam ausgetreten. Sie kommt aus einer schiitisch-libanesischen Familie und ist in Deutschland aufgewachsen. Für Ihr Engagement hat sie 2024 den Arno-Esch-Preis erhalten.

Moderation: Eva Creutz
Moderation Live-Chat und Online-Diskussion: Katrin Wiesemann
Livestream: Ricarda Hinz

Achtung: Die Veranstaltung wird auch live ins Netz übertragen.
Foto- und Filmaufnahmen: Während der Veranstaltung werden Fotos und Videoaufnahmen gemacht.