"Das Kölner Beschneidungsurteil und seine Folgen"
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Holm Putzke in Erlangen
Nachdem in einem Urteil des Landgerichts Köln die medizinisch nicht indizierte Knabenbeschneidung als Körperverletzung und damit als strafbare Handlung gewertet wurde, wird die juristische Debatte um die Beschneidung auch in der Öffentlichkeit intensiv geführt. Was überwiegt? Das Recht des Kindes auf Unversehrtheit oder das Erziehungsrecht der Eltern? Juristisch besteht dringender Klärungsbedarf. An der Diskussion teilnehmen wird u.a. der Strafrechtler Prof. Dr. Holm Putzke (gbs-Beirat), der die Thematik bereits 2008 in einem vielbeachteten und auch von den Kölner Richtern zitierten Aufsatz behandelte.
Teilnehmer auf dem Podium:
Prof. Dr. Holm Putzke, LL.M.
Juristische Fakultät der Universität Passau
Prof. Dr. Hans Kudlich
Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie der Universität Erlangen
Prof. Dr. Heinrich de Wall
Lehrstuhl für Kirchenrecht, Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Erlangen
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt
Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik
Universität Erlangen
Grit Nickel
Islamische Religionsgemeinschaft Erlangen e.V.
Pfarrer Johannes Mann
Evang.-reformierte Kirchengemeinde Erlangen
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Erlangen
Diskussionsleitung: Ulrich Rach
Redakteur Nürnberger Nachrichten