Ältere Frau mit Laptop telefoniert

Ein Dokument, das Leben und Sterben leichter und sicherer macht

Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.

Notizen aus Polen (2)

POLEN. (hpd) Bemerkenswertes aus säkularer Sicht (Zeitraum 15.12. – 13.01.13). Eine Gesetzesinitiative der Palikot-Bewegung zur Patientenverfügung, die Kirche fordert eine Lizenz bei der Umstellung auf digitales Fernsehen, drei Priester-Skandale in kurzer Zeit und die Heiligen Drei Könige als großes Kirchenfest.

Belgische Sterbehilfedebatte erneuert

BRÜSSEL. (hpd) Vorige Woche erschien in der belgischen Presse die Mitteilung, dass Mitte Dezember 2012 zum ersten Mal auf der Welt eineiige Zwillinge (45) das Recht auf Sterbehilfe nutzten, um gemeinsam zu sterben. Beide Männer aus der belgischen Gemeinde Putte waren taub geboren und verbrachten ihr ganzes Leben zusammen.

Argumente für Religion auf dem Prüfstand (4)

(hpd) Es gibt Argumente, die immer wieder angeführt werden, um zu belegen, dass an Religion etwas dran oder sie sogar notwendig ist für die menschliche Gesellschaft. Buchautor Alfred Binder stellt in einer Serie auf den Prüfstand, was für Religion zu sprechen scheint. Heute der Schluss.

Diakonie blieb diesmal außen vor

WEIMAR. (hpd/fgw) Im Landkreis Weimarer Land ist heuer Ungeheuerliches geschehen. Die Trägerschaft für die Erziehungsberatungsstelle war neu zu vergeben. Und die Diakonie kam hier nicht zum Zuge. Das lässt aufmerken, zumal die CDU im Kreistag die stärkste Fraktion stellt und einer der bekanntesten Parteichristen des Landes Vorsitzender des zuständigen Sozialausschusses ist.

Menschenrechte als Alibi

(hpd) Der in Teheran geborene Schriftsteller und Publizist Bahman Nirumand hat eine kenntnisreiche Analyse vorgelegt, wie man das von ihm gewohnt ist. Es geht um die Nahostpolitik des Westens und das mangelnde Engagement für Menschenrechte in Bezug auf die politische Situation im Nahen Osten. Und es geht auch um "den Islam".

Burschenschaftler, FPÖ und Neonazis

(hpd) Der Journalist Hans-Henning Scharsach legt ein Buch vor, das eine Fülle von Belegen für das Bestehen eines Netzwerkes von Burschenschaftlern, FPÖ und Neonazis enthält. Der Autor liefert auf über 300 Seiten mit über 1000 Fußnoten einschlägige Belege, aber leider keine Auseinandersetzung mit den politischen Positionen Straches.

Spannung im Netz

(hpd) Man nehme die vorhandene unterschwellige Angst der Mehrheit der Bevölkerung vor dem Internet, einige aktuelle Schlagworte wie "Krise", "Occupy" und "Anonymous" und baue aus diesen Schlagworten und einer Handvoll Personen einen Roman. Das klingt abgedroschen und lässt nicht viel erwarten. Doch Thore D. Hansen baut aus diesen Versatzstücken eine bestechend spannende Story.

Katholische Frohbotschaften

WIEN. (hpd) Die katholische Kirche in Österreich wird immer kleiner. 2012 sind laut kircheneigenen Angaben mehr als 52.000 Menschen ausgetreten. Nach außen verkaufen die katholischen Verlautbarungsorgane das als Erfolg.

Die Kirchen als Arbeitgeber

(hpd) Eva Müller berichtet in ihrem Buch vom Schicksal der Leiterin eines katholischen Kindergartens, die nach der Trennung von ihrem Mann und dem Beginn einer neuen Liebesbeziehung entlassen wird. Der skandalöse Fall macht exemplarisch deutlich, wie sehr der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland inhaltliche Beurteilungen des Privatlebens von Mitarbeitern zur Umsetzung von Kündigungen nutzen kann.

Ossip-K.-Flechtheim-Preis 2013 ausgeschrieben

BERLIN. (hpd/hvd-bb) Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg e.V. und die Humanismus Stiftung Berlin vergeben 2013 zum sechsten Mal einen Preis, der der Förderung von Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung sowie der Einhaltung der Menschenrechte in der Gesellschaft dienen soll. Er ist mit 3.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

Streit um die Knabenbeschneidung

BERLIN. (hpd) Montagabends in der URANIA: die Besucherplätze sind nur zur Hälfte gefüllt. Als wäre das Thema des Abends nicht mehr interessant genug: „Der Streit um die Knabenbeschneidung – symptomatisch für das Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland?“

Kirchenzugehörigkeit von Ausländern

HALTERN. (hpd) Der Verein zur Umwidmung von Kirchensteuern e.V. hat einen Offenen Brief an das Justizministerium in Nordrhein-Westfalen geschrieben, betreffs: Fragen zum Erwerb der Mitgliedschaft in der „Körperschaft des öffentlichen Rechts Katholische Kirche Deutschland“ für katholische Ausländer nach dem Urteil des BverwG vom 26.9.2012.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?