Blick in den Eingangsbereich des Willy-Brandt-Hauses

Essay

Die SPD und der Politische Islam: Ein Repräsentationsproblem mit Folgen?

Die SPD verliert seit Jahren an Zustimmung. Besonders dramatisch ist der Bruch mit ihrer klassischen Wählerschaft. Könnte dabei auch ihr Umgang mit konservativ-religiösen muslimischen Verbänden eine Rolle spielen und zugleich säkulare Muslime vor den Kopf stoßen? Der Artikel untersucht, ob hinter dem Niedergang weniger eine „Unterwanderung“ als vielmehr ein politisches Repräsentationsproblem steckt: die Verwechslung organisierter Milieus mit der Vielfalt der Wähler.

„Runder Tisch" für ehemalige Heimkinder

BERLIN. (hpd) Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat nach zweijähriger Arbeit einstimmig einen Beschlussentwurf verabschiedet, der die Einrichtung eines „Runden Tischs" formuliert, um die weitere Aufarbeitung der Thematik der Heimkinder während der Zeit der „schwarzen Pädagogik" zu ermöglichen.

Auch 2009 wieder ein "Marburger Leuchtfeuer"

MARBURG. (HU/hpd) Auch 2009 wollen die Stadt Marburg und die Humanistische Union (HU) wieder das "Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte" verleihen. Deshalb rufen sie dazu auf, BewerberInnen für diese Auszeichnung vorzuschlagen.

HVD – Erstunterzeichner „Berliner Erklärung“

BERLIN. (hpd) Auf der Veranstaltung des Bundesforums Familie zum Projekt „Kinder brauchen Werte“ sprach der HVD heute ein Grußwort. Darin wird die „Berliner Erklärung“ der Steuerungsgruppe des Bundesforums gewürdigt. Dieses Projekt wurde seitens des Berliner HVD durch die Abteilungen der Bereiche Kindertagesstätten und Jugend über zwei Jahre begleitet.

Angriff mit unsachlichen Zuordnungen

(hpd) Der Berliner Philosophie-Professor Richard Schröder formuliert in seinem Buch „Abschaffung der Religion? Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen" seine Einwände gegen die Gentheorie und Religionskritik von Richard Dawkins. Durchaus überzeugenden Argumenten zu Auffassungen, Lücken und Widersprüchen im Werk des Evolutionstheoretikers stehen aber unangemessene Polemiken, Unterstellungen und Verzerrungen aus religiöser Sicht gegenüber.

Humanistische Gedenkfeier

STUTTGART. Am gestrigen Totensonntag, 23. 11, veranstalteten Die Humanisten Württemberg eine eindrücklich gestaltete musikalische Feierstunde. Im Mittelpunkt stand das Gedenken an die 62 in diesem Jahr verstorbenen Mitglieder des Verbandes, deren Namen auch verlesen wurden.

Weltliche Totengedenkfeier

BRAKE. (hpd) Auch in diesem Jahr fand in Brake zum Totensonntag eine öffentliche weltliche Totengedenkfeier statt. Der Humanistische Verband Wesermarsch trat als Veranstalter auf und kam damit dem breiten Bedürfnis in der Bevölkerung nach, an den „traurigen Tagen“ im November der Toten zu gedenken.

Berichte über Flüchtlingskinder frei erfunden?

MEDIEN. (hpd) Seit einigen Wochen bereist die österreichische Buchautorin Maria Blumencron (*1965) die Lande, um auf groß angelegter Lesetour ihr im Frühjahr 2008 bei Dumont erschienenes Werk „Auf Wiedersehen, Tibet" vorzustellen. Sie berichtet darin von ihren Erlebnissen als Fluchthelferin in Tibet. Wer sich die Details ansieht, gewinnt schnell den Eindruck, dass da etwas nicht stimmen kann.

Notizen aus Belgien

BELGIEN. (hpd) Unter anderen mit Berichten darüber, wie in den USA der belgische Bierteufel ausgetrieben wird, warum nur niederländischsprachige Tote bestattet werden dürfen, weshalb Imame nur schwer auszubilden sind, wie Antwerpen sich über den Sankt Nikolas streitet, dass das christliche C überall verschwindet, wie Darwin gegen Gott verteidigt wird und warum Vater Samuel vor Gericht steht.

Zugeschnittene besondere Papst-Logik

(hpd) Hans Albert, der bedeutendste deutsche Vertreter des Kritischen Rationalismus, formuliert in seiner Schrift „Joseph Ratzingers Rettung des Christentums" eine vehemente Kritik an den theologischen Werken des heutigen Papstes, die mit einer selektiven und zweifelhaften Inanspruchnahme der Vernunft zur Legitimation von Glaube und Gottesvorstellung dienen sollen.

Jugendweihe Deutschland begrüßt „KORSO"

HAMBURG. (jwd/hpd) Der Vizepräsident K.G. Neumann sowie der Bundesvorsitzende, Dr. K.-P. Krause, von Jugendweihe Deutschland e.V. begrüßten übereinstimmend den Zusammenschluss von elf säkularen Verbänden, Stiftungen und Akademien zum „Koordinierungsrat säkularer Organisationen".

Totengedenken

(hpd) Am 23. November ist Totensonntag. Schon zu „Allerheiligen“ am 1. November richteten Angehörige von Verstorbenen deren Gräber, in den Wochen darauf wurde der Volkstrauertag begangen. Die Bestattungs- und Friedhofskultur ist in Bewegung geraten. Der Wandel besteht vor allem darin, dass „pflegeleichte“ und einfache Gräber heute gefragt sind.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

12.09.2026

Ideologiekritik & Film 7: Sieben Winter in Teheran

Dokumentarfilm von Steffi Niederzoll im Metropol Kino Düsseldorf (weiter...)

16.09.2026

Wie viel Religion verträgt und braucht die Demokratie?

Streitgespräch zwischen Philipp Möller und Volker Andres in Heilbronn (weiter...)

17.09.2026 - Fr 18.09.2026

»Lösungen für eine bessere Zukunft«

10. Internationaler «Cradle to Cradle-Congress« vom 17. bis 18. September an der TU Berlin (weiter...)

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Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie. Seit jeher versucht die Giordano-Bruno-Stiftung, dem apokalyptischen Denken entgegenzuwirken, was auch das Titelthema des aktuellen bruno.-Magazins erklärt: „Go Future! Die offene Zukunft und ihre Freunde“.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?