Klassenzimmer

Zwangsheirat: Wenn nach den Sommerferien Stühle frei bleiben

Die Ferien haben begonnen oder stehen in Kürze bevor. Für die meisten Kinder ist das mit Freude verbunden. Doch nicht für alle. Unter dem Vorwand eines Urlaubs oder eines Familienbesuchs werden jedes Jahr vor allem Mädchen ins Ausland gebracht und dort gegen ihren Willen verheiratet. Deshalb klärt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes an Schulen auf. Zwangsverheiratungen sind weder für Schülerinnen und Schüler noch für Lehrkräfte ein unbekanntes Phänomen. Dennoch greifen Gesetze oder Hilfsangebote oft nicht rechtzeitig.

Von der Umgehung der Umgehung

WIEN. (hpd) Die Religionsgesetzgebung in Österreich, heißt es, ist ein europaweites Modell für Pluralität und Toleranz. Das kann nur behaupten, wer sie nicht kennt. Das Modell ist geprägt von Mehrgleisigkeit, Schlamperei und Willkür. Das zeigt auch ein aktuelles Beispiel einer Religionsgemeinschaft, die bald anerkannt wird. Eine Analyse unseres Österreich-Korrespondenten Christoph Baumgarten.

Die „Weniger als 1 %“ setzen sich zur Wehr

UGANDA. (hpd/tfa/AA) In vielen Ländern auf der ganzen Welt forcieren religiöse Gruppen eine konservative Sozialpolitik und behalten ihren Zugriff auf die Gesellschaft durch eine Dominanz des öffentlichen Diskures und die Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen. In Uganda, einem außerordentlich religiösen Land, setzt sich die kleine, aber lautstarke atheistische Bewegung dagegen zur Wehr – hart.

Demokratie und Kapitalismus

(hpd) Der Journalist Jakob Augstein will in seinem Buch „Sabotage. Warum wir uns zwischen Demokratie und Kapitalismus entscheiden müssen“ anhand von aktuellen Entwicklungen die im Untertitel angelegte Frage beantworten. Dies geschieht aber nicht auf besonders gelungene Weise.

GerDiA-Aktionstag reloaded

(hpd) Am 7. September soll der letztes Jahr so erfolgreiche GerDiA-Aktionstag eine Wiederholung finden. Inhaltlich wird es wieder um die Diskriminierung von Konfessionslosen gehen, neben der Arbeitswelt wird aber auch der Bereich Schule mit berücksichtigt werden.

Religiöse Rechte - Notizen Juli 2013

USA. (hpd) Die Sommerpause des hpd naht, die Christliche Rechte gönnt sich jedoch keine Verschnaufpause. In gewohnter Lautstärke wurden auch im Juli die aktuellen Ereignisse kommentiert. Die weiße Mehrheit in den USA bröckelt, umso heftiger wird über die Latinos diskutiert, die immer mehr Bestandteil des Landes werden.

Rechte für Wale und Delfine

(hpd) Seit Jahrzehnten hat die Bewegung für mehr und besseren Tierschutz weltweit erheblichen Zulauf erfahren. Dabei ist festzustellen, dass neben der (traditionellen) Orientierung auf verbesserte Tierschutzgesetze und verbesserte Haltungsbedingungen von Tieren in Gefangenschaft auch die Position einer Zuerkennung bislang dem homo sapiens vorbehaltener Rechte verstärkt in die Öffentlichkeit drängt.

Notizen aus Polen (10)

POLEN. (hpd) Bemerkenswertes in Polen aus säkularer Sicht (Juli 2013). Der Streit um die Zulassung des Fachs Religion zum Abitur, ein Gesetzentwurf zur Wahl des Geschlechts sowie die Diskussion eines Internetfilters gegen pornographische Inhalte.

Rationalität und Mystik

OBERWESEL/SALZBURG. (hpd/gbs) Der wissenschaftliche Rationalisierungsprozess hat die Welt nicht nur „entzaubert“, sondern zugleich „den Zauber eines Universums enthüllt, das um ein Vielfaches geheimnisvoller ist, als es sich sämtliche Religionsstifter haben vorstellen können.“ Dies erklärte gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon vergangene Woche im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ouverture spirituelle“, mit der die „Salzburger Festspiele 2013“ starteten.

Diderot als Sommerlektüre

(hpd) Der Tectum-Verlag hat anlässlich des bevor­ste­hen­den 300. Geburtstags von Denis Diderot das Buch von Werner Raupp neu aufgelegt. Unter dem Titel "Ein funkensprühender Kopf - 100 Gedanken" versammelt dieser Zitate und Auszüge aus dem umfangreichen Werk des fran­zö­si­schen Philosophen.

Eine Frage des Vertrauens

INTERNET. (hpd) Ich wurde vor einigen Tagen von der "IT security research group" der Leibniz Universität Hannover via E-Mail gebeten, an einer Befragung bezüglich Einsatz von X.509-Zertifikaten teilzunehmen. Dabei ist mir besonders eine Frage sauer aufgestoßen, die ein grundsätzliches Problem tangiert: Wem/welcher Institution können wir vertrauen?

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

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Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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Wenn Freiheit als Belästigung gilt

Ein Toleranz-Biedermeier breitet sich aus und drängt freiheitliche Ideale in den Hintergrund. Ausgerechnet die ideellen Nachfahren von Verfechtern der Freikörperkultur wollen diese nun nicht mehr dulden. Ein Fallbeispiel aus Nürnberg.

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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