Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Richtungen des Laizismus

BERLIN. (hpd) Die Humanistische Akademie Berlin hatte zur Konferenz „Laizismus und Gleichbehandlung? Politischer Humanismus im Streit der Richtungen in der Staat-Kirche-Trennung“ eingeladen. Die unterschiedlichen Konzepte wurden deutlich benannt, ebenso die Möglichkeiten und Grenzen von Kooperationen.

Seltener Erfolg gegen rechts

WIEN. (hpd) Ab nächstem Jahr müssen sich die Burschenschafter der deutschsprachigen Länder einen neuen Tummelplatz suchen. Der Verpächter hat den Ball des Wiener Korporationsrings vor die Türen der Wiener Hofburg gesetzt. Das ist ein seltener Erfolg österreichischer AntifaschistInnen.

Was macht eigentlich… die Buskampagne

BERLIN / DÜSSELDORF. (hpd) Die Monate sind ins Land gegangen und just zu dem Zeitpunkt, als die Frage auftauchte, ob das abschließende Video zur Buskampagne in diesem Jahr fertig wird, meldet sich Ricarda Hinz mit einer Mail, einem Link und der Mitteilung: „Fertig!“

Geschenktipps zum Jahresende

ASCHAFFENBURG. (hpd) Es ist Tradition, dass der Humanistische Pressedienst in Zusammenarbeit mit seinem Kooperationspartner denkladen.de zum Jahresende Geschenktipps zusammenstellt. Dabei wurden auch in diesem Jahr wieder spannende Lektüren und andere Highlights für Konfessionsfreie ausgewählt, die nur darauf warten, verschenkt zu werden.

Menschenrechte für Dienerinnen des Herrn

BERLIN. (hpd/hu) Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union (HU) appelliert in einem Schreiben an die Landeskirche in Württemberg, der Vikarin Carmen Häcker nicht den Abschluss ihrer theologischen Ausbildung zu verweigern und damit kein Berufsverbot zu verfügen.

Europäisches Parlament: Kampf gegen HIV

STRASSBURG. (hpd) Die EU-Abgeordneten beschlossen gestern eine Resolution, die den Kampf gegen die Verbreitung von HIV in der Europäischen Union und ihren Nachbarländern stärken soll. Dabei erlitt eine religiöse Lobby-Kampagne, die den Kampf gegen AIDS von Fragen reproduktiver Gesundheit trennen wollte, eine Niederlage.

Die Freiheit haben, jemandem zu gedenken

BERLIN/ AMSTERDAM. (hpd) Menschen, die durch AIDS gestorben sind, ein Andenken zu bewahren, das ist neben dem Blick auf die ungelösten Aufgaben der spezielle Beitrag der niederländischen Stiftung "Namensprojekt". Heute, am 1.12., und wiederkehrend seit 1988, ist Welt-AIDS-Tag, und das heißt: Gesicht zeigen, Spenden sammeln, Schulprojekte, Medienaufmerksamkeit ankurbeln.

Preis für Freies Denken an Sihem Bendresine

BERLIN. (hpd) Am 25.11.2011 hat der Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought seinen diesjährigen Preis für Freies Denken an die tunesische Menschenrechtlerin Sihem Bendresine verliehen. Die Verleihung fand in einem Saal des Museums für islamische Kunst in Berlin-Mitte statt, angemessen umrahmt von Kunstwerken aus der frühen islamischen Welt.

Die Idee des gelungenen Lebens

FRANKFURT/M. (hpd/sh) Die diesjährige Vortragsreihe der Säkularen Humanisten Rhein Main (in Zusammenarbeit mit DiKOM e.V.) im Saalbau Bornheim / Frankfurt am Main, schloss am 18.11.2011 mit einem Vortrag von Prof. Dr. Kanitscheider über die hedonistische Philosophie. 

Religiöse Rechte – Notizen November 2011

USA. (hpd) Das Jahr nähert sich seinem Ende zu und mit den näher rückenden Primaries, die im Januar beginnen, wird die republikanische Kandidatenkür immer mehr zur Schlammschlacht. Verfehlungen der Politiker werden von den Medien genüsslich ausgeschlachtet, von der Christlichen Rechten jedoch meist verteidigt. Wie schon im letzten Monat steht auch die kapitalismuskritische Occupy Wall Street-Bewegung weiter unter Beschuss.

Konfessionszugehörigkeit lediger Mütter

(hpd) Bei der Recherche nach der Religionszugehörigkeit der Mütter nichtehelich geborener Kinder hätte man annehmen können, dass der Anteil der religiösen, besonders der katholischen Frauen unter den ledigen Müttern gering sein würde. Ein nichteheliches Kind wurde von Seiten der Kirchen jahrhundertelang als „Schande” und bereits der voreheliche Geschlechtsakt als „Sünde” verurteilt.

Schulgebete und die Schranke des Schulfriedens

LEIPZIG. (hpd) Das Bundesverwaltungsgericht hat heute entschieden, dass ein Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin nicht berechtigt ist, während des Besuchs der Schule außerhalb der Unterrichtszeit ein Gebet zu verrichten, wenn dies im konkreten Einzelfall geeignet ist, den Schulfrieden zu stören.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

Konfessioneller Religionsunterricht – ein Dauerproblem

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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