Grab

Die Säkularisierung erreicht auch die Friedhöfe

Geißbock und Fußballschuhe statt Kruzifix

Unsere Friedhöfe werden bunter und weltlicher. Manch ein Grabstein lobpreist kein höheres Wesen, sondern erinnert liebevoll und emotional an den Verstorbenen. Die Grabinschriften können dabei höchst originell (und inspirierend) sein. Wir präsentieren hier einige eindrucksvolle Beispiele.

Rezension

Christliche Wurzeln des modernen Antisemitismus

Der Publizist Tilman Tarach legt mit seinem Buch "Teuflische Allmacht" laut dem Untertitel eine Erörterung "Über die verleugneten christlichen Wurzeln des modernen Antisemitismus und Antizionismus" vor. In kurzen Abschnitten macht der Autor anschaulich ideengeschichtliche Kontinuitäten deutlich und kritisiert deren Tabuisierungen in vielen einschlägigen Veröffentlichungen.

Hauptsitz des HVD in Berlin

Das Humanismusverständnis des HVD

In Abgrenzung oder in Opposition zu Religiosität, zu religiösem Wirken und zu religiösen (Vor-)Rechten entwickelt sich verstärkt eine "Säkulare Szene", von atheistischen Organisationen bis hin zu "Säkularen" als Gruppen in politischen Parteien. Seit einiger Zeit ist eine Neusortierung in dieser Szene zu verzeichnen. Dem mögen neben organisatorischen Fragen und vor allem politischen Zielen auch weltanschauliche Ursachen zugrunde liegen. Um letzteren Punkt diskutieren und bewerten zu können, stellt der Humanistische Verband Deutschlands in komprimierter Form sein weltanschauliches Fundament dar, in der Hoffnung, etwas mehr Klarheit und Verständnis erreichen zu können.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Vom Vertuscher zum Verschwörungstheoretiker

Kardinal Müller radikalisiert sich weiter

Der frühere Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller macht sich derzeit durch das Verbreiten von Verschwörungsmythen in Zusammenhang mit Corona einen Namen – mit Bündnispartnern jenseits der Satisfaktionsfähigkeit. Bizarr: Müller wurde trotz seiner regelmäßigen Ausfälle dieses Jahr von Papst Franziskus zum Richter am Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur berufen.

Kollateralnutzen der Pandemie

Brauchen wir Weihnachtszirkusse?

Weihnachtszeit ist bekanntlich die "besinnliche" Zeit des Jahres. In jeder Stadt und Kommune, die auf sich hält, gibt es daher einen eigens abgeholzten Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, drumherum einen Weihnachtsmarkt mit Bratwurstständen und Billigglühwein, und, seit einigen Jahren rapide um sich greifend: einen sogenannten Weihnachtszirkus.

Früher hat er sich um seine Schäfchen gekümmert; jetzt um Schweine.

Spanien: Wenn der Bischof die Erotik-Autorin heiratet

Die katholische Kirche in Spanien ist häufiger wegen ihres Vermögens oder ihrer Vertuschung von Missbrauch in den Schlagzeilen. Mit Xavier Novell Gomà hat sie es auch in die Klatschspalten geschafft. Ursprünglich jüngster Bischof Spaniens, verliebte er sich in eine Erotik-Autorin, sorgte als verheirateter Bischof für Aufregung und soll sich nun, bar seiner kirchlichen Aufgaben, der Produktion von und dem Handel mit Schweinesperma widmen.

Vogel auf Stromleitung

Die Satireverschwörung "Birds aren't real"

Vögel? Gibt es doch gar nicht!

"Birds aren't real" – diese Verschwörungsbehauptung sorgt in den USA für Aufsehen. Sie besagt: Vögel sind nicht echt. Wenn ein Spatz auf einem Stromkabel sitzt – was macht er dann? Der falsche Vogel lädt seine Batterie auf. Vögel sind von der CIA vernichtet und ausgetauscht worden, gegen flugfähige Roboter. Diese Drohnen im Federkostüm überwachen die Bürger.

Das neue Buch von Bernd Stegemann

Linke Identitätspolitik als säkularer Pietismus

Auch in seinem neuen Buch kritisiert Bernd Stegemann die linke Identitätspolitik, wenngleich der gewählte Titel "Wutkultur" das nicht vermuten lässt. Der Autor macht in seinem Essay anschaulich deutlich, dass mit der kritisierten Form von Identitätspolitik auch Individualismus und Universalismus objektiv negiert würden.

Florian Schroeder

Interview mit Florian Schroeder

"Wir müssen die Ballwegs stellen"

Der Kabarettist Florian Schroeder überraschte die "Querdenker", indem er bei einer Demo in Stuttgart "die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit" austestete. Jetzt hat er das Buch "Schluss mit der Meinungsfreiheit" veröffentlicht. Skeptiker-Chefreporter Bernd Harder sprach mit ihm über Attila Hildmann, Impf-Faschismus und Identität.

Erste Kirche des Nazareners in Jasper (Alabama)

USA: Evangelikale lehnen religiöse Diversität und die Trennung von Staat und Kirche ab

Die meisten Menschen in den USA befürworten die Trennung von Staat und Kirche und lehnen den Gedanken an eine Staatsreligion ab. Religiöse Diversität finden sie gut. Anders sieht es bei der Gruppe der weißen Evangelikalen aus. Eine Mehrheit von ihnen würde sich wünschen, dass der Großteil der Bevölkerung christlich wäre. Der Vermischung von Staat und Kirche, zum Beispiel durch religiöse Symbole an öffentlichem Eigentum, stehen sie positiv gegenüber.

Der GWUP-Prognosencheck 2021

20 Jahre Zukunfts-Schwurbel

Eines muss man den "Querdenkern" lassen: Beim Ranking der meisten Fehlprognosen ist ihnen ein vorderer Platz sicher. Weder wurde das Internet abgeschaltet, noch sind im September alle Covid-Geimpften verstorben. Beobachter der Szene zählen nicht weniger als 472 falsche Vorhersagen, dem stehen gerade mal 1,5 korrekte Prognosen gegenüber. Doch die alteingesessene Hellseher- und Wahrsagerbranche steht hinsichtlich der Treffsicherheit nicht viel besser da, wie eine Untersuchung der GWUP zeigt.

Termine

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Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

Scheiterhaufen

Neo-Integralist gegen Rom

Pater Edmund Waldstein vertritt einen Neo-Integralismus, der die weltliche Macht der Geistlichen unterordnen und unter bestimmten Umständen sogar die Hinrichtung von Ketzern rechtfertigen will. Nun zwingt ihn die katholische Kirche zum Widerruf. Der Fall offenbart die absurde Pointe eines Konflikts, in dem ein Verfechter religiösen Zwangs selbst unter kirchlichen Zwang gerät.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

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Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

EMMA-Logo

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Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

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Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor weiteren finanziellen Belastungen und Ungleichbehandlungen von Familien

Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

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„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

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„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.