Blick in den Vortragssaal

Das Symposium Kortizes 2026 in Nürnberg

Künstliche Intelligenz: Werkzeug, Partner oder Bedrohung?

Wie funktioniert künstliche Intelligenz? Welche Auswirkungen hat ihr Einsatz auf unsere Gesellschaft? Und wie gelingt es uns, die Maschinen klug zu nutzen? Diesen Fragen widmete sich Anfang Oktober das Kortizes-Symposium im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Stellungnahme des Hans-Albert-Instituts (HAI)

Patientenautonomie in der Krise

"Nicht die bedingungslose Rettung oder Verlängerung von Leben sollte das vorrangige Ziel des ärztlichen Handelns sein. Vielmehr gilt es, eine medizinische Versorgung zu gewährleisten, die dem Willen der Patienten entspricht und zu ihrem Wohl beiträgt." Dies geht aus einer heute veröffentlichten Empfehlung des Hans-Albert-Instituts (HAI) hervor, die sich mit den medizinethischen Konsequenzen der Corona-Pandemie beschäftigt.

Ein Sammelband zum Thema

Islamisch und liberal – passt das?

Dass man den Islam liberal und zeitgemäß deuten kann, wollen die Autoren des Sammelbandes "Muslimisch und liberal! Was einen zeitgemäßen Islam ausmacht" verdeutlichen. Sie beanspruchen eine moderne Deutung gegenüber den orthodoxen Haltungen zu vertreten.

Katja Krasavice

Christen wollen "Bitch Bibel" verhindern

Die erfolgreiche Influencerin Katja Krasavice, bei der sich alles um Sex dreht, ist jetzt nicht nur unter die Sängerinnen gegangen, sondern seit neuestem auch unter die Autorinnen. Und sie ist äußerst erfolgreich, obwohl das Buch noch nicht mal erschienen ist. Sein Titel "Bitch Bibel" hat jetzt empörte Christen auf den Plan gerufen, die eine Veröffentlichung verhindern wollen.

Lebensschutz über alles für COVID-19-Schwerstkranke und Risikopatient*innen?

Unantastbare Menschenwürde

Zunehmend werden angesichts schrittweiser Lockerung von Zwangs- und Notmaßnahmen in der Corona-Krise Prioritäten hinterfragt, langfristig auch tödliche Kollateralschäden benannt und Grundrechte wieder eingefordert. Dazu gehört neben der verfassungsrechtlich unantastbaren Menschenwürde die Patientenautonomie, zwischen maximaler Intensiv- und lindernder Palliativmedizin selbst wählen zu dürfen.

Kommentar

Wissenschaftsfeindlich und rückwärtsgewandt

Die Corona-Pandemie erzeugt eine neue Front aus Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern. Immer mehr Menschen glauben, sie leben in einer Diktatur, nur weil sie ihre Freiheitsrechte nicht zum Nachteil anderer ungehemmt ausleben dürfen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Pandemie, sondern auch auf unsere Erinnerungskultur. Ein Kommentar von Elisa Stadler.

Homeoffice mit Kind

Bericht einer Lehrerin aus dem Homeoffice

Alleinerziehend und nicht systemrelevant

Die Corona-Krise ist für viele Menschen eine enorme Belastung. Vor allem Eltern haben es schwer, die ihren Job von zu Hause aus erledigen müssen, während sie gleichzeitig noch ihre Kinder ganztägig zu versorgen haben, da die Kitas geschlossen sind. Besonders hart trifft es Lehrer, die zusätzlich mit mangelnder technischer Ausstattung auf allen Seiten zu kämpfen haben, während sie die Gesellschaft nicht zu den ehrfürchtig bewunderten "systemrelevanten Berufen" zählt und es auch mit dem entgegengebrachten Wohlwollen hapert. Ein Erfahrungsbericht einer Lehrerin, die gerne ein paar Dinge klarstellen möchte.

Ist Corona eine Strafe Gottes?

Corona hat die Kirchen in Verlegenheit gebracht. Denn wie passt es zur Dogmatik eines die Menschen liebenden Gottes, wenn Menschen, und vor allem alte und hilflose Menschen, durch einen Virus qualvoll ersticken und sterben. Warum hilft Gott nicht? Warum lässt er so etwas zu?

USA

Viele Amerikaner gläubiger wegen Corona

Ein Viertel der US-Amerikaner ist nach eigener Auskunft durch den Ausbruch der Corona-Pandemie gläubiger geworden als zuvor. Lediglich 2 Prozent fühlen sich durch Corona in ihrem religiösen Glauben geschwächt, so das Ergebnis einer Meinungsumfrage des US-amerikanischen Pew Research Centers.

Termine

Mehr aus den Rubriken

Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Wladimir Putin mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu

Über die politische Verwendung moralischer Begriffe und die Macht der Sprache

Wenn Begriffe ihre Maßstäbe verlieren: Putin, Witkoff und der Humanismus

Als der US-Gesandte Steve Witkoff Wladimir Putin als „humanitarian“ bezeichnete, wurde daraus in manchen deutschen Medien zeitweise ein „Humanist“. Der Vorgang wirft eine grundsätzlichere Frage auf: Was geschieht mit moralischen Begriffen, wenn sie in der Politik der gegenseitigen Anerkennung und Selbstaufwertung dienen?

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Patrick Stewart

Nachruf auf Sir Patrick Stewart (13. Juli 1940 – 28. Oktober 2026)

Der Humanist auf der Brücke

Captain Jean-Luc Picard von der „USS Enterprise“ war wohl seine bekannteste Rolle: Der Schauspieler Patrick Stewart ist am 28. Oktober im Alter von 86 Jahren an einer Demenzerkrankung verstorben. Doch auch sein Engagement als Aktivist und Schirmherr der britischen Organisation Humanists UK verdient Beachtung. In der Rolle des Captain Picard brachte er einem Millionenpublikum humanistische Werte näher.

Rentner, alte Menschen

Was die amerikanische Rentendebatte mit dem New Deal zu tun hat und warum sie auch für Deutschland interessant ist

Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA

Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, will die amerikanische Rentenversicherung, die Social Security, langfristig finanziell absichern und zugleich ihre Leistungen verbessern. Dazu schlägt er vor, ihre Finanzierungsbasis zu verbreitern und insbesondere hohe Einkommen stärker heranzuziehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.