Ilse Aigner

Ilse Aigner und das höchste Staatsamt

Wie viel Christentum verträgt die Bundespräsidentschaft?

Die CSU möchte Ilse Aigner als Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue sehen. Die katholische Politikerin bekennt offen, wie sehr ihr Glaube ihr Leben und ihre politischen Entscheidungen prägt. Das ist ihr gutes Recht. Doch wie steht es um die weltanschauliche Neutralität eines Staatsoberhauptes, das auch die Hälfte der Bevölkerung repräsentieren soll, die keiner Religion angehört?

Abstimmung zum Sterbehilfegesetz im Deutschen Bundestag

Eilanantrag abgewiesen – spätere Entscheidung über Verfassungsbeschwerde offen

Suizidhilfeverbot bleibt vorerst in Kraft

BERLIN. (hpd) Der Eilantrag von vier Mitgliedern des Vereins Sterbehilfe Deutschland, den neuen § 217 StGB zur strafbaren Förderung der Suizidhilfe sofort außer Kraft zu setzen, wurde Ende vergangener Woche abgewiesen. Die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts veröffentlichte am 8. Januar ihren entsprechenden Beschluss.

Flirten in der Öffentlichkeit ist "unislamisch"

Neues von der türkischen Religionsbehörde

BERLIN. (hpd) Über den fortschreitenden Islamisierungsprozess in der Türkei gab es in den letzten Jahren schon viele Mitteilungen, viel zu viele! Jetzt wird ein nächster Schub bekannt, der tief in die Privatsphäre eingreift: Verlobte sollen nicht zusammenleben, in der Öffentlichkeit nicht miteinander flirten oder Händchen halten und (sunnitische) Muslime keine Ehen mit Aleviten eingehen.

Wallstraße in Berlin, Sitz des HVD

Zwischen Weltanschauung und humanitärem Sozialbetrieb

Der HVD vor einer neuen Wende

BERLIN. (hpd) Es sind zwei Meldungen kurz vor dem Jahreswechsel 2015/2016, die jeden Beobachter der Geschicke des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) zum Nachdenken bringen und die, zusammen betrachtet, Andeutungen geben, in welche Richtung es geht. Da ist zum einem das Problem, wie viel Weltanschauungsgemeinschaft der Verband künftig vorzeigen wird; zum anderen, wie und wo er dies tut und welche Rolle dabei seine eigenen Medien spielen werden, besonders die Zeitschrift "diesseits”, gedruckt wie online.

Kommentar

Religionskundlicher Unterricht sollte Pflichtfach werden

MARBURG. (hpd) Der Jahrhunderte alte Kampf von Sunniten gegen Schiiten; die Bestrebungen, über heutige Menschen mittels eines mittelalterlichen Gesetzbuches, genannt Scharia, zu herrschen; die terroristische Bewegung namens "Islamischer Staat” und die Vielfalt weiterer islamischer Terror-Organisationen; und nicht zuletzt die zunehmende Empfänglichkeit für islamische terroristische Botschaften selbst bei Muslimen, die in westlichen Staaten aufgewachsen sind – all dies ist nicht denkbar ohne den Koran.

Neues Modell eines Neandertalers (Mann und Frau) im Neandertal-Museum

Vermischung verschiedener Menschenformen spielte wichtige Rolle

Neandertaler-Gene stärkten das Immunsystem moderner Menschen

LEIPZIG. (mpg) Als moderne Menschen vor vielen Tausend Jahren in Europa auf Neandertaler trafen und sich mit ihnen fortpflanzten, erbten einige Nachkommen Genvariationen, deren Träger Infektionen besser abwehren konnten. Dieses Neandertaler-Erbe könnte aber auch dafür verantwortlich sein, dass einige Menschen anfälliger für Allergien sind. 

Charlie Hebdo

Gott – Der irre Terrorist

BERLIN. (hpd) Ein Jahr nach dem islamistischen Attentat auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" erscheint ein Sonderheft der Satirezeitschrift mit einer Auflage von einer Million Exemplaren. Die Titelseite der Ausgabe erregte bereits Tage zuvor die Gemüter.

Rezension

Eine kritische Biographie zu Papst Franziskus

BONN. (hpd) Der ehemalige Theologie-Professor Hubertus Mynarek legt mit "Papst Franziskus. Die kritische Biographie” die erste deutsche kritisch gehaltene Lebensbeschreibung des Papstes vor und deutet ihn darin insbesondere im Lichte seine jesuitischen Sozialisation. Die Erörterung konzentriert sich mehr auf die theologische, weniger auf die politische Seite; gleichwohl findet man darin gut begründete kritische Einschätzungen, mitunter etwas polemisch, mitunter etwas weitschweifig vorgetragen.

Zeitschrift

Skeptiker 4/2015 erschienen

BERLIN. (hpd) Das aktuelle Heft Skeptiker, die Vierteljahresschrift der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), ist Ende Dezember 2015 erschienen. Im aktuellen Heft wird gefragt, wie sinnvoll Coaching wirklich ist und ob irrationales Denken "verrückt” sei. Zudem gibt es einen Bericht über den 16. Europäischen Skeptiker-Kongress.

Der Missbrauch des Adjektivs "grün"

Das Wachstum ist der Umwelt sein Tod

BERLIN. (hpd) Weihnachten unterbricht den Alltag nicht nur für gläubige Menschen. Rechtzeitig dazu erschien die "Kritik der grünen Ökonomie”. Die Autoren Thomas Fatheuer, Lili Fuhr und Barbara Unmüßig beschreiben darin, warum nicht alles, was grün daherkommt, auch tatsächlich grün ist.

Antonin Scalia (r.) mit Präsident Ronald Reagan (1986)

US-Verfassungsrichter Scalia verneint religiöse Neutralität der USA

"Gott ist gut zu uns, weil wir ihn ehren"

BERLIN. (hpd) Nach Ansicht von Antonin Scalia, Richter am amerikanischen Supreme Court, lässt sich das Konzept der religiösen Neutralität nicht mit der verfassungsrechtlichen Tradition der Vereinigten Staaten vereinbaren. Dies gelte insbesondere für die Vorstellung, dass sich der Staat zwischen Religion und Nicht-Religion neutral zu verhalten habe. Vielmehr gehe es der Verfassung allein darum, dass keine Glaubensgemeinschaft über eine andere gestellt werde. Selbstverständlich stünde Religion aber immer über Nicht-Religion.

Kommentar

Gesucht: Feuerfeste Christen

BERLIN. (hpd) Der sächsische Pfarrer Dr. Theo Lehmann forderte nach Angabe der Regionalausgabe der BILD in einem Gemeindebrief "feuerfeste, KZ-fähige Christen”, die vermutlich ob der drohenden Christenverfolgung und des Verbots allen Nicht-Islamischens zu "besorgten Bürgern” wurden.

Termine

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Wegweiser in viele Richtungen

Wenn Life-Coaches zu Weltdeutern werden

Experten für alles

In unserer zunehmend spezialisierten Gesellschaft erscheint der Life-Coach als Gegenmodell: er beansprucht nicht Expertise für ein einzelnes Beratungsfeld, sondern für „das Leben“ selbst. Je umfassender dieses Versprechen, desto dringlicher stellt sich jedoch die Frage nach seiner fachlichen Grundlage – und nach den Risiken von Grenzüberschreitungen, Dogmatismus und Conspirituality.

Ilse Aigner

Ilse Aigner und das höchste Staatsamt

Wie viel Christentum verträgt die Bundespräsidentschaft?

Die CSU möchte Ilse Aigner als Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue sehen. Die katholische Politikerin bekennt offen, wie sehr ihr Glaube ihr Leben und ihre politischen Entscheidungen prägt. Das ist ihr gutes Recht. Doch wie steht es um die weltanschauliche Neutralität eines Staatsoberhauptes, das auch die Hälfte der Bevölkerung repräsentieren soll, die keiner Religion angehört?

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

„Janosch“

Erinnerungen an Janosch

„Falsche Propheten schreiben sich mit f wie Fogel…“

Der Zeichner, Schriftsteller und Kinderbuchautor Janosch („Oh, wie schön ist Panama“) ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren ehemaligen Beirat („Herr Jott“, wie er sich manchmal nannte, verließ die Stiftung 2023 aus Altersgründen) mit dem Beitrag, den Michael Schmidt-Salomon 2021 zum 90. Geburtstag von Janosch verfasst hat.

Sparschwein

Die stille Umdeutung des Unterhaltsvorschusses

Politische Debatten verraten oft mehr durch ihre Begriffe als durch die konkreten Maßnahmen, über die gestritten wird. Das gilt auch für die aktuelle Diskussion um den Unterhaltsvorschuss. Nachdem Bundesfamilienministerin Karin Prien ihren ursprünglichen Vorschlag, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen, teilweise zurückgenommen hat, wird nun über eine Einkommensgrenze für Alleinerziehende diskutiert.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

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Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

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Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.