Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Fahne der USA

Religiöse Rechte - November 2014

USA. (hpd) Nach dem Ebola-Special heute der reguläre Rückblick. Immer noch spielt der IS-Terror im Nahen Osten eine große Rolle. Das Volksfest Halloween sorgte wie in jedem Jahr für Furcht und Schrecken und mal wieder stehen Wahlen an.

Haltende Hände, Maik Meid, Flikr CC BY-ND 2.0

Grüner Bundesparteitag soll liberale Position beschließen

BERLIN. (hpd) Wird der Bundestag mit großer Mehrheit die Kriminalisierung von Sterbehilfe beschließen und das Menschenrecht auf Selbstbestimmung über das eigene Sterben beschädigen? Die Befürchtungen über eine solche Entwicklung wachsen mit jedem aus Abgeordnetenkreisen veröffentlichten Positionspapier.

Von den Toten lernen

TRIER. (hpd) In Trier konnte eine Woche lang die Ausstellung “Echte Körper” bestaunt werden. 200 Exponate, bestehend aus konservierten menschlichen Körpern und Organen, sollten anatomisches Wissen an interessierte Besucher vermitteln. Schon vorab wurde der Ausstellung Würdelosigkeit vorgeworfen.

Humbug des Monats

Vieles, wenn nicht gar das Meiste, was wir über die Welt wissen, wissen wir aus öffentlicher Kommunikation – und zwar aus Massenmedien.

Bundestag weist Petition zurück

KONSTANZ. (hpd) Seitdem Jahr 2014 dürfen Kreditinstitute automatisch eine erste Abfrage der Religionszugehörigkeit der Kunden vornehmen. Eine Petition der “Humanistischen Alternative Bodensee” (HABO), die sich gegen diese Regelung im Einkommenssteuergesetz wendet, wurde vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages und durch einen Beschluss des Parlaments zurückgewiesen.

Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes

Rückschritt durch Fortschritt

MOOSSEEDORF/CH. (hpd) Papst Franziskus sprach sich vergangene Woche erstmals offen gegen die Todesstrafe aus und ließ damit nicht nur Sympathisanten überrascht aufhorchen. Ein Sinnbild der abgebrannten Sittlichkeit von Katholiken und Kirche, wenn es verblüfft, dass sich das Glaubens-Oberhaupt für die Einhaltung eines der zehn Gebote starkmacht.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Eine umfassende Befragung im deutschsprachigen Raum wirft ein neues Licht auf das Weltbild von Veganern und Veganerinnen. Die Ergebnisse untermauern die Kritik an gängigen Stereotypen über eine angebliche Esoterik- oder Religionsnähe von Menschen, die tierische Produkte vermeiden: Die Befragten stehen Religionen mehrheitlich kritisch gegenüber und tendieren deutlich stärker zu atheistischen sowie agnostischen Überzeugungen.

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Die SPD verliert seit Jahren an Zustimmung. Besonders dramatisch ist der Bruch mit ihrer klassischen Wählerschaft. Könnte dabei auch ihr Umgang mit konservativ-religiösen muslimischen Verbänden eine Rolle spielen und zugleich säkulare Muslime vor den Kopf stoßen? Der Artikel untersucht, ob hinter dem Niedergang weniger eine „Unterwanderung“ als vielmehr ein politisches Repräsentationsproblem steckt: die Verwechslung organisierter Milieus mit der Vielfalt der Wähler.

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Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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Ein Fortschritt und ein Verfassungsproblem

Der Zentralrat der Konfessionsfreien begrüßt die Einführung des Pflichtfachs „Werte und Normen” an Niedersachsens Grundschulen. Zugleich übt er Kritik am neuen Fach „Christliche Religion”, das zeitgleich die bisher getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion ersetzt. Zudem warnt der Verband dringend davor, die Debatte um den Religionsunterricht in die politisch rechte Ecke zu rücken.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?