Humanistische Feierkultur: Sinnstiftende Traditionen für Naturalisten
Virtueller Humanistischer Campus des HVD-Bayern mit Laura Wartschinski und Konstantin Haubner
Feste und Feiern sind tief in unserer Kultur verwurzelt. Gerade das Weihnachtsfest verbinden auch viele Nicht-Christen mit Familie, Wärme und Geborgenheit. Doch zugleich ist der Mythos von Jesu Geburt und das christliche Weltbild für Naturalisten nicht haltbar. Müssen wir deshalb wie atheistische Ebeneezer Scrooges über sinnstiftende Feste die Nase rümpfen? Wir denken: Keineswegs. Der menschlichen Einfallsreichtum und unsere Fähigkeit, gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten, sind ein Grund zum Feiern – ganz ohne Aberglaube und religiöse Dogmen.
Aus diesem Grund wagen wir seit 2015 ein Experiment: In unserem Freundeskreis feiern wir eine humanistische Wintersonnenwendfeier mit eigenen Liedern und Ritualen und versuchen so, eine naturalistische Tradition aufzubauen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Aber kann man eine Tradition überhaupt künstlich »designen«? Schaffen wir uns damit eine Ersatzreligion, oder ist das einfach nur cringe? Braucht es diese Sentimentalität überhaupt, oder wären wir ohne Rituale besser dran? All das möchten wir anhand unserer Erfahrungen diskutieren.
Diese Veranstaltung findet live online über diesen Zugangslink statt (Meeting-ID: 845 2070 4889). Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Humanistische Campus ist ein Online-Veranstaltungsformat des HVD Bayern, in Kooperation mit Kortizes.
Moderation: Tanja Reitmeier (HVD-Bayern); anschließend Diskussion