Teheran: Anklage gegen deutsche Journalisten

TEHERAN. (hpd) Am Montagabend zeigte das iranische Staatsfernsehen iribnews in der Sendung “Seda va Sima” ein Video des Spionageministeriums mit “Geständnissen” seiner Inhaftierten. In der Sendung wurden Sakineh Mohammadi Aschtiani, ihr Sohn Sajjad, ihr Anwalt Kian und zwei deutsche Journalisten der Zeitung Bild am Sonntag gezwungen, gegen sich selbst auszusagen.

Wählerschaft rechtspopulistischer Parteien

(hpd) Der Politikwissenschaftler Tim Spier fragt danach, inwieweit rechtspopulistisches Wahlverhalten durch immaterielle und materielle Deprivation erklärbar sei. Nach einer hochkomplexen sozialwissenschaftlichen Untersuchung bejaht er die damit verbundene Frage einschränkend, hätte aber den eigenständigen Anteil von rechtsextremistischen Einstellungen noch stärker berücksichtigen können.

Der Idiot von nebenan als Integrationsproblem

WIEN. (hpd) Ich bin ganz aufgeregt. Seit zehn Jahren wohne ich in Wien Ottakring. Vor wenigen Tagen hatte ich meine erste heftigere Auseinandersetzung mit einem Menschen mit Migrationshintergrund aus der Gegend. Wild West in einer ‚No-Go-Area’, sozusagen. Wenn man den Blauen der FPÖ glaubt. Eine Analyse.

Evangelische Kirche sorgt sich um Freie Schulen

WEIMAR. (hpd). Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat ihre Kritik am neuen Thüringer Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft bekräftigt. Durch die vorgesehenen Kürzungen der staatlichen Finanzhilfe werde die Existenz der freien Schulen gefährdet.

Humanistik in Zeiten der Krise

BERLIN. (hpd) Im Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin trafen sich am vergangenen Sonnabend Humanisten und Humanistinnen, um sich darüber auszutauschen, welche Aufgaben in den kommenden Jahren auf Humanisten zukommen werden. Dazu ist es zuerst einmal notwendig, sich darüber im Klaren zu werden, was Humanismus eigentlich ist.

Eine neue Erklärung des Universums

(hpd) Stephen Hawking ist als genialer Astrophysiker und Buchautor weltweit bekannt. Seine allgemeinverständlichen Bücher „Eine kurze Geschichte der Zeit“ und „Das Universum in der Nussschale“ waren Bestseller. Falls die nach ihm benannte „Hawking-Strahlung“ von Schwarzen Löchern noch zu seinen Lebzeiten experimentell bestätigt werden sollte, würde er sicherlich sofort den Nobelpreis für Physik bekommen.

Nazis im Talar

(hpd) Als Papst Benedikt XVI. seinen Besuch in Großbritannien plante, hat er sich offenbar auf die alte Devise verlassen, dass Angrif die beste Verteidigung sei. Denn seine Verwicklung in den Missbrauchsskandal erwähnte er mit keiner Silbe. Stattdessen ging er sogleich in die Offensive und warnte vor den verheerenden Folgen des wachsenden Atheismus.

Ablösung der historischen Staatsleistungen

BERLIN. (hpd) Die historischen Staatsleistungen an die Kirchen – aufgrund von Art. 138,1 i.V. mit Art. 140 GG -, in Höhe von rund 550 Millionen Euro jährlich sollen ersatzlos gestrichen werden. Dies forderte der Koordinierungsrat säkularer Organisationen e.V. (KORSO) am Montagmorgen in Berlin.

Wie der Staat die Kirchen finanziert

MANNHEIM. (hpd) Am 5. November 2010 besuchte Carsten Frerk (Autor und Journalist) die Rhein-Neckar-Region. Eineinhalb Jahre zuvor, im Juni 2009, hatte ihn bereits die Deutschland-Tour des „gottlosen Busses“ in diese Region geführt, wo dieser einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Zum Tode von Prof. Dr. Jörg Albertz

BERLIN. (hpd/fa) Mit großer Trauer hat die FREIE AKADEMIE vom Tode ihres Ehrenmitglieds, dem langjährigen Präsidenten der FREIEN AKADEMIE, Herrn Prof. Dr.-lng. Jörg Albertz erfahren. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb er im 74. Lebensjahr am 28. Oktober 2010 in Berlin.

Bekenntnis- oder Erkenntnisunterricht?

FRANKFURT. (hpd) „Religionsunterricht an hessischen Schulen – Bekenntnis- oder Erkenntnisunterricht?“ So lautete der Titel einer Podiumsdiskussion der Säkularen Humanisten – Regionalgruppe Rhein-Main des Förderkreises der Giordano Bruno Stiftung (in Zusammenarbeit mit DiKOM e.V.) – anlässlich der Frankfurter Interkulturellen Wochen. 

Violettbuch Kirchenfinanzen

(hpd) Dieses Buch kommt genau zur rechten Zeit. Angesichts der seit dem Sommer angeschobenen Debatten um die sogenannten Staatsleistungen, so in Schleswig-Holstein durch die FDP oder in Sachsen durch die LINKE und die GRÜNEN, liefert Carsten Frerk mit seinem „Violettbuch“ ein überaus fundiertes Argumentationsmaterial für eine sachliche Auseinandersetzung in der Frage der Kirchenfinanzierung.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Es ist ein ganz großes Rad, an dem da gedreht wird. Immer wieder. Beim jährlich stattfindenden Kirchentag, abwechselnd katholisch und evangelisch, wird für eine fünftägige Veranstaltung ein zweistelliger Millionenbetrag bewegt. So wie auch beim nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden wird. Trotz der mit fast 14 Millionen Euro öffentlich subventionierten Veranstaltung fehlt die öffentliche Transparenz der Mittelverwendung.

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Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?