Heilig’s Röckle! – war das schön!

TRIER. (hpd) „Heilig’s Röckle!“ ist ein Ausruf der Verwunderung und der Erschütterung, gewissermaßen ein Ausdruck heftigen Kopfschüttelns. In Trier gab es nämlich eine Wallfahrt, dazu gab es Protest in Dosen: Von Papst trifft Hitler an der Hl. Unterhose bis zu einem promovierten Theologen, Philosophen, einer Politikerin, einem Bestsellerautor, einem Comiczeichner und noch mehr besuchenswerten Reliquien.  

Skeptiker im Aufschwung

ZÜRICH. (hpd) Die Skeptiker in der Schweiz schließen sich zusammen. Am kommenden Wochenende soll ein Gründungstreffen für den Verein für kritisches Denken stattfinden, um den Menschen mehr Chancen zur Kooperation zu bieten, denen Vernunft und Wissenschaft wichtiger sind als Aberglaube und Esoterik. Auch in Deutschland freuen sich die Skeptiker über ein Wachstum.

Erwachsen werden - mit oder ohne Gott

SEEVETAL. (hpd/jwd) Konfirmation oder Jugendweihe? Zwei junge Frauen wählten verschiedene Wege, um sich auf den Übergang von der Jugend in das Erwachsenenalter vorzubereiten und das entsprechend unterschiedliche Fest zu feiern. Ein Portrait von zwei Freundinnen.

Die Rettungsaktion „Weiße Busse“

(hpd) Der von Oliver von Wrochem herausgegebene Sammelband enthält Aufsätze und Zeitzeugenberichte über das Schicksal der skandinavischen Konzentrationslagerhäftlinge in NS-Deutschland. Es handelt sich um beachtenswerte Fallstudien, die allerdings nur Fragmente zu einer noch zu schreibenden größeren Darstellung zum Thema liefern.

AHA! Politiker

(hpd) Mit Politikern ist es so eine Sache. Es gab und gibt weltweit recht viele atheistische Politiker, doch sind sie auch Humanisten? Es scheint schwierig, hochrangiger Politiker und zugleich humanistisch zu sein. Aus diesem Grunde blieben nach der Suche nur wenige übrig, lediglich vier, die möglicherweise auch nicht unumstritten bleiben dürften: ein Südafrikaner, ein Sowjet, ein Schwede und eine Australierin.

Norwegen: Humanistische Schule abgelehnt

OSLO. (hpd) Das norwegische Bildungsministerium hat einen Antrag auf Unterstützung einer humanistischen Schule in freier Trägerschaft abgelehnt. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass das Konzept der Schule nicht auf einer Religion aufbaue. Beobachter beurteilen den Fall als rechtswidrige Diskriminierung.

Religiöse Rechte - Notizen Mai 2012

USA. (hpd) Dass der vergangene Monat im republikanischen Rennen um die Präsidentschaftskandidatur endlich für klare Verhältnisse gesorgt hat, bedeutet nur eine kurze Atempause. Die harten rhetorischen Attacken gingen unvermindert weiter. Vor allem wegen seines Bekenntnisses zur Homoehe geriet US-Präsident Obama unter Beschuss.

„Always Look on the Bright Side of Life“

KÖLN. (hpd) Am vergangenen Wochenende fand in Köln die diesjährige Atheist Convention statt. Im heutigen dritten und letzten Teil berichtet der hpd von der Verleihung des Sapio-Preises 2012, der Kampagne GerDiA, der „Hexenverfolgung“ in Nigeria, einem entlassenen Schweizer Lehrer, den Skepchicks und den Finanzen von Weltanschauungen in Deutschland – immer unter musikalischer Begleitung.

„Keiner soll verloren gehen“

VERSMOLD. (hpd) Im ostwestfälischen Versmold soll eine neue Schule entstehen. Geht der Plan auf, wird das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) künftig alleiniger Träger aller Schulen der Sekundarstufe in der Stadt sein. Beobachter befürchten, dass dabei Grundrechte auf der Strecke bleiben, denn Alternativen zum Religionsunterricht sind nicht vorgesehen.

Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus?

(hpd) Der frühere Bremer Professor Freerk Huisken behauptet, dass Rassismus und Rechtsextremismus letztendlich die Konsequenz aus bürgerlichen Demokratievorstellungen seien. Das Buch steht in der Tradition des Dogmatismus der „Marxistischen Gruppe“ und setzt demokratische und extremistische Positionen bei Ignoranz von deren unterschiedlichen normativen Grundlagen miteinander gleich.

„Die Gedanken sind frei“

KÖLN. (hpd) Am vergangenen Wochenende fand in Köln die diesjährige Atheist Convention statt. Im zweiten Teil geht es heute zum Beispiel um Blasphemie-Gesetze in Deutschland, Irland und weltweit, um die Freiheit von Religion, auch in „muslimischen“ Ländern sowie erlernte Dummheiten.

System von Demut und Demütigung

(hpd) In der Debatte über Kinder, die in kirchlichen Erziehungsanstalten aufwuchsen, steht der sexuelle Missbrauch im Vordergrund. Ein soeben erschienener Sammelband zeigt, dass bereits der Alltag in solchen Einrichtungen tiefe Spuren bei den Kindern hinterließ. Rolf Cantzen hat darin ganz unterschiedliche Geschichten von Schülern, die in katholischen Internaten waren, zusammengestellt.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

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Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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