500-Euro-Scheine

Wie wir uns Reichtum leihen – und Armut vererben

Schulden – Das süße Gift der Politik

„Misstraue allen Theorien, die deinen Neigungen entsprechen.“ Dieser Satz von David Hume ist mehr als ein kluger Hinweis. Er ist eine Warnung. Eine Warnung davor, gerade den Argumenten zu glauben, die sich gut anfühlen. Und kaum ein politisches Instrument fühlt sich so gut an wie Staatsschulden. Denn Schulden versprechen das scheinbar Unmögliche: heute geben, ohne heute zu nehmen. Sie erlauben Politik, Wünsche zu erfüllen, ohne sofort die Rechnung präsentieren zu müssen. Genau darin liegt ihre Verführungskraft – und genau darin liegt ihr Problem.

Typische Hauterscheinungen bei Masern

Die Gefahr kommt aus der Mitte

WIEN. (hpd) Im Osten Österreichs sind mindestens 34 Menschen an Masern erkrankt. Die Epidemie wütet vorwiegend in alternativen Privatbildungseinrichtungen. Mehrere Eltern hatten ihre Kinder nicht impfen lassen. Erkrankt sind auch mehrere Erwachsene. Ein Kommentar.

Neofaschisten in Griechenland

(hpd) Der Journalist Dimitris Psarras legt mit seinem Buch "Neofaschisten in Griechenland. Die Partei Chrysi Avgi" eine Gesamtdarstellung zu Entwicklung, Ideologie, Organisation und Strategie der Partei "Goldene Morgenröte" dar. Die Publikation beschreibt und untersucht informativ und kenntnisreich den Aufstieg einer offen rechtsextremistischen Partei zu einer etablierten Wahlpartei in einem EU-Land in der Krise.

Ein Nobelpreisträger in Berlin

BERLIN. (hpd) Mehrere Berliner Wissenschafts­institutionen wie das Max Delbrück Center, ein Max-Planck Institut, die Will Foundation und die Freie Universität Berlin taten sich finanziell zusammen, um den Nobelpreisträger des vergangenen Jahres, Thomas Südhof, für einen Vortrag nach Berlin zu holen und etwas von dem Sternenstaub aus Stockholm abzubekommen.

"Es wird sich etwas ändern"

BERLIN. (hpd) Die Kampagne Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz - kurz: GerDiA – war ein großer Erfolg. Zu diesem Ergebnis kommen die Organisatorinnen Vera Muth und Corinna Gekeler, die im Gespräch mit dem hpd Bilanz ziehen.

Die Heidenkinder müssen Ethik lernen

WIEN. (hpd) Die Diskussion um Ethikunterricht an Österreichs Schulen wird wird in den nächsten Tagen neu entflammen. In seinem neuen Buch fordert der katholische Theologe Anton Bucher, der Unterricht müsse flächendeckend eingeführt werden. Unterstützt von katholischen Medien, die ihn nur allzu gerne missverstehen.

Bühne frei für die Wissenschaft

DÜSSELDORF/KAARST. (hpd) "Nach Merkel und Lafontaine bin ich der dritte deutsche Physiker, der sein Geld mit Comedy verdient" – Der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert ist auf Tour mit seinem neuen Programm "Evolution". Ein Glanzstück, das naturwissenschaftliche Fakten über den Kosmos, die Erde und seine Bewohner elegant mit gepfefferten Spitzen gegen die Religion verbindet und damit sein Publikum heiter und nachdenklich entlässt.

Blau ist eine warme Farbe

TRIER. (hpd) Das Liebesdrama „Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche gewann letztes Jahr die goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Zu Recht und zur richtigen Zeit: Der Film überzeugt durch seine sensible und berührende Darstellung einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung.

Kompendium der Religions- und Kirchenkritik

(hpd) Der Jurist und Publizist Gerhard Czermak präsentiert mit seinem Buch "Problemfall Religion. Ein Kompendium der Religions- und Kirchenkritik" mit einem breit angelegtem Anspruch und Inhalt eine Gesamtdarstellung zum Thema. Da der Autor informativ und kenntnisreich, sachlich und unpolemisch schreibt liegt mit dem reflexionswürdigen und systematischen Band eine gelungene Einführung und ein nützliches Nachschlagewerk vor.

Humanisten und Freidenker in Tübingen

TÜBINGEN. (hpd) "Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauchtwerden wächst, durch Nichtgebrauch dahinschwindet." So lautet ein Motto, das eine neue humanistische Gruppe für Tübingen und Umgebung anführt. Am 18. Januar 2014 trafen sich die "Tübinger Humanisten und Freidenker" und luden zum ersten Mal öffentlich Interessierte ein.

Theologie ist keine Wissenschaft

BERLIN. (hpd) Prof. Dr. Frieder-Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbands Deutschland (HVD), gab dem Online-Magazin des HVD "diesseits" ein Interview, in dem es um den Streit um Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Universität Münster, geht. Aber auch um die umstrittene Rolle der Theologie an einer Universität. Der moderaten Auffassung von Prof. Frieder-Otto Wolf setzt Prof. Uwe Lehnert einen etwas prononcierteren Standpunkt entgegen.

Prof. Dr. Michael Quante erhält Deutschen Philosophiepreis

HAMBURG. (hpd) Gestern Abend erhielt der Philosoph Prof. Dr. Michael Quante an der Hamburger Universität den erstmals ausgelobten "Deutschen Preis für Philosophie und Sozialethik". Der Preisträger gilt als einer der renommiertesten Philosophen im deutschsprachigen Raum, Urheber diverser Publikationen und ist Mitglied diverser wissenschaftlicher Institutionen.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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Ein Paradigmenwechsel: Das OVG NRW entkernt das Bekenntnisschulmodell

Seit Jahren sorgen die nordrhein-westfälischen Bekenntnisschulen für Konflikte. Eltern fühlen sich bei der Schulwahl ausgebremst, Kommunen kämpfen mit komplizierten Aufnahmeverfahren und immer wieder landen Fälle vor den Verwaltungsgerichten. Die Frage, ob religiöse Homogenität ein legitimes Kriterium für den Zugang zu öffentlichen Schulen sein darf, schwelte lange unter der Oberfläche und wurde politisch wie juristisch meist mit Verweis auf Tradition und Landesverfassung abgewehrt. Nun hat das Oberverwaltungsgericht NRW einen Beschluss gefasst, der diese Konfliktlage grundlegend verändert.

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?