Klassenzimmer

Zwangsheirat: Wenn nach den Sommerferien Stühle frei bleiben

Die Ferien haben begonnen oder stehen in Kürze bevor. Für die meisten Kinder ist das mit Freude verbunden. Doch nicht für alle. Unter dem Vorwand eines Urlaubs oder eines Familienbesuchs werden jedes Jahr vor allem Mädchen ins Ausland gebracht und dort gegen ihren Willen verheiratet. Deshalb klärt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes an Schulen auf. Zwangsverheiratungen sind weder für Schülerinnen und Schüler noch für Lehrkräfte ein unbekanntes Phänomen. Dennoch greifen Gesetze oder Hilfsangebote oft nicht rechtzeitig.

Ein Volksfest der Befreiung

WIEN. (hpd) Das erste Mal hat das offizielle Österreich den 8. Mai gefeiert - den Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus im Jahr 1945. Bundesregierung, Stadt Wien, das Mauthausen-Komitee und die Wiener Symphoniker luden zu einem Gratiskonzert am Heldenplatz. Das "Fest der Freude" wurde zum Volksfest.

Eisbein frontal

HAMBURG. (hpd) „Eine total löchrige und zusammengewürfelte Nachschau meines ersten Humanistentags.“ Eine Nabelschau und ein Kommentar von Cornelia Tiede, die von der mittleren Ostsee angereist war, um in Hamburg vor Ort zu sein. Eine erste Begegnung mit Humanisten hat auch ihre Härten und Kanten, aber auch Hoffnung.

Das Kreuz mit der Biologie

(hpd) In der säkularen Szene ist seit einiger Zeit ein stark durch die Evolutionsbiologie geprägtes Menschenbild en vogue, und mitunter wird dabei die Grenze zum Biologismus überschritten. Das verdient einen kritischen Blick, denn eine solche Anthropologie ist stark verkürzt und wird dem Menschen nicht gerecht.

"Der Iran Job" mit Regisseur Till Schauder

BERLIN. (hpd/gbs) Till Schauder, der Regisseur des von der internationalen Kritik hoch gelobten Films „Der Iran Job“, wird am kommenden Freitag (10. Mai) zur Auftaktveranstaltung der Kritischen Islamkonferenz aus London anreisen. Nach der Vorführung des Films wird er dem Publikum für Fragen zur Verfügung stehen. Dies gab das Organisationsteam der Kritischen Islamkonferenz heute bekannt.

Wiener Volksschule muss Kreuze abhängen

WIEN. (hpd) Eine Volksschule hat nach der Beschwerde einer Mutter alle Kreuze im Gebäude abhängen müssen (hpd berichtete). Der Anteil der „christlichen Schüler“ war unter 50 Prozent gesunken. Der Beginn einer historischen Entwicklung, wie hpd-Korrespondent Christoph Baumgarten recherchiert hat.

Ein sanfter Revolutionär

OBERKIRCH. (hpd) Er kämpfte für Gerechtigkeit ohne jede Spur von Selbstgerechtigkeit, gab wichtige Impulse, ohne sich selbst wichtig zu nehmen: Am Abend des 5. Mai starb der ehemalige Dekan der Theologischen Fakultät Tübingen und spätere Religionskritiker Johannes Neumann nach langer schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie. Michael Schmidt-Salomon erinnert an einen großen Aufklärer und Humanisten.

Drei freigeistige Feiertage

MÜNCHEN. (hpd) Erst einige Wochen ist es her, dass eine Berliner Mutter vor dem Verwaltungsgericht Berlin eine Klage verlor, weil sie ihre Kinder am Welthumanistentag von der Schule nahm. In der Verhandlung ging es vor allem auch darum, dass die Berliner Schulbehörde den Welthumanistentag nicht als Feiertag festgelegt hat.

Eingang zur Hölle entdeckt

KRUMPENDORF. (hpd) Was Katholiken und Co. schon immer ahnten, scheint bestätigt. Lutheraner zu sein, führt direkt in die Hölle. In einer evangelischen Kirche in Kärnten ist eine Fliegenplage ausgebrochen, die aus Sicht Gläubiger keinen anderen Schluss zulässt.

„Antideutsche“ in der politischen Linken

(hpd) Der Publizist Anton Stengl will in seinem Buch „Antideutsche! Entstehung und Niedergang einer politischen Richtung“ eine politische Strömung innerhalb der Linken in kritischer Absicht darstellen. So informativ und materialreich das Buch ist, so ist es doch weitgehend ohne Sorgfalt und Stringenz zusammengestoppelt.

Notizen aus Polen (7)

POLEN. (hpd) Bemerkenswertes in Polen aus säkularer Sicht (April 2013). Ein bioethisches Dokument der Bischofskonferenz richtet sich an die Politik, die Priesterausbildung in Polen ist besonders beliebt, eine Gesetzesvorlage zur Schächtung sowie die skurrile Schelte des Ethikrates.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

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Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?