"Der Iran Job" mit Regisseur Till Schauder

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Film-Plakat "Der Iran Job"

BERLIN. (hpd/gbs) Till Schauder, der Regisseur des von der internationalen Kritik hoch gelobten Films „Der Iran Job“, wird am kommenden Freitag (10. Mai) zur Auftaktveranstaltung der Kritischen Islamkonferenz aus London anreisen. Nach der Vorführung des Films wird er dem Publikum für Fragen zur Verfügung stehen. Dies gab das Organisationsteam der Kritischen Islamkonferenz heute bekannt.

„Wir sind sehr froh, dass Till Schauder es trotz überfülltem Terminkalender einrichten kann, zur Aufführung seines Films nach Berlin zu kommen, und wir fühlen uns geehrt, dass er an den darauffolgenden Tagen als Gast an der Kritischen Islamkonferenz teilnehmen wird“, erklärte Michael Schmidt-Salomon, der als  Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung die „Kritische Islamkonferenz“ mitorganisiert.

„Schauders Film, der die abenteuerlichen Erlebnisse des amerikanischen Profi-Basketballspieler Kevin Sheppard im Iran dokumentiert, verdeutlicht sehr schön das Leitbild einer transkulturellen Gesellschaft, das im Zentrum unserer Konferenz steht. Bei dieser transkulturellen Perspektive geht es ja nicht nur darum, starre kulturelle Normierungen zu durchbrechen, sondern auch die Selbstbestimmungsrechte des Individuums gegen freiheitsfeindliche politische oder religiöse Ideologien zu verteidigen. Auch dieses Thema wird im Film eindrucksvoll behandelt. Denn während Sheppard im iranischen Gottesstaat Basketball spielte und mehr und mehr Kontakt zu den Menschen vor Ort knüpfte, kam es dort zur ‚grünen Revolution‘, die vom Regime blutig niedergeschlagen wurde. Manchmal ist es tatsächlich so, dass die Realität jedes Hollywood-Drehbuch in den Schatten stellt…“

„Der Iran Job“ erhielt international beste Kritiken und wurde auch in den deutschen Medien sehr positiv besprochen (einen Überblick über die Kritiken findet man hier). Till Schauder, der für die Erstellung seines bewegenden Films ein hohes persönliches Risiko eingegangen ist (siehe u.a. diesen Artikel auf Spiegel online), erklärte zu seinem Motiv, diese Doku zu drehen: „Als ich las, dass Amerikaner im Iran professionell Basketball spielen, war mir sofort klar, dass ich darüber einen Film machen will. Das war eine wunderbare Geschichte mit dem Potential, Brücken zu schlagen und zu verbinden, speziell angesichts der Kriegstreiberei, die damals bereits zwischen dem Westen und dem Iran herrschte. In Anbetracht der diplomatischen Eiszeit  empfand ich Hochachtung vor diesen Sportlern, die mehr zur Völkerverständigung beitrugen, als jeder Politiker, Kleriker oder Diplomat.“

Die Filmvorführung am Freitag, dem 10. Mai, im Kino der Hackeschen Höfe (Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin) beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro. Nach dem Publikumsgespräch mit dem Regisseur findet im Foyer des Kinos ein Empfang für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  der Kritischen Islamkonferenz statt. Die Konferenz selbst findet am Samstag und Sonntag im Auditorium Friedrichstraße (Im Quartier 110, Friedrichstr. 180, 10117 Berlin) statt. Karten für die Kritische Islamkonferenz können noch über die KIK-Website bestellt oder an der Tageskasse vor Ort erworben werden.

M.S-S.