Ein wunderschöner Akt des zivilen Ungehorsams

BERLIN. (hpd) Das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) rief am gestrigen Sonntag dazu auf, zu einer Kunstaktion "weder Särge noch Holzkreuze mitzubringen, nicht kreativ zu sein und sich nicht selbst zu organisieren." Denn die Berliner Polizei hatte das alles ebenso verboten wie das "Mitführen eines Baggers im Demonstrationszug".

"Kristina und Descartes" am Rhein

OBERWESEL. (hpd) Ob die beiden nun tatsächlich ein Liebespaar waren, weiß man nicht. Bekannt ist lediglich, dass der Philosoph und Mathematiker René Descartes 1650 in Stockholm am Hofe der Königin Kristina Wasa von Schweden starb, an dem er weilte, um sie in seiner Philosophie zu unterweisen; und dass die beiden schon vorher längeren Briefkontakt gepflegt hatten. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sich zwischen den beiden mehr als nur das historisch Verbürgte abgespielt hat.

Europa anders machen: 10.000 bei Protesten in Berlin

BERLIN. (hpd/press) Unter dem Motto "Europa.Anders.Machen" fanden in ganz Europa Großdemonstrationen statt. Anlass war der Weltflüchtlingstag am Samstag und der Beginn der Griechenland-Solidaritätswoche. So versammelten sich zuerst 6.000 Menschen am symbolträchtigen Oranienplatz, marschierten Richtung Brandenburger Tor, wo letztendlich gegen 10.000 Protestierende eintrafen. Dort ging es dann mit der Veranstaltung "Flüchtlinge willkommen!" und mit Konzerten weiter.

Auch in Dortmund gilt: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!

DORTMUND. (hpd) Am 25. Juni wird im Stadtrat von Dortmund darüber abgestimmt, ob die Stadt den Evangelischen Kirchentag 2019 wie von den Veranstaltern beantragt mit 2,7 Mio. Euro sowie zusätzlichen Sachleistungen unterstützen wird. Die Kunstaktion "11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!" wird vom 23. bis 25 Juni in der Dortmunder Innenstadt gegen die geplante Subventionierung protestieren.

Im Tod sind längst nicht alle gleich

PARIS. (hpd) Manche Tote können sich vor Besuch kaum retten, andere müssen selbst den Lebenden einen Besuch abstatten, um nicht vergessen zu werden. In der hpd-Gesellschaftskolumne erklärt Carsten Pilger den Unterschied zwischen Jim Morrison und ertrunkenen Flüchtlingen und verrät, welche Sehenswürdigkeit das Berliner Regierungsviertel aufwerten könnte.

Meine Schwester, die Äffin

BERLIN. (hpd) Was passiert, wenn Geschwister ungleicher nicht sein können, nämlich ein Menschenkind und ein im Haushalt eines Forschers aufgezogenes Schimpansenkind? Wenn sie sich doch für Gleiche halten? Dieser Frage geht Karen Joy Fowel in ihrem Roman "Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke" nach. Eine Geschichte voller Verluste und Traumata einer zerbrochenen Familie, die trotzdem auf die unterhaltsamste Art rüberkommen.

Haltende Hände, Maik Meid, Flikr CC BY-ND 2.0

"Ein Vorschlag der Vernunft"

BERLIN. (hpd/dghs) Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) begrüßt den am 17. Juni vorgestellten Gesetzentwurf der Abgeordnetengruppe um Peter Hintze (CDU), Dr. Carola Reimann und Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach (beide SPD) u. a. als einen "Vorschlag der Vernunft". Für DGHS-Präsidentin Elke Baezner ist der Vorschlag unterstützenswert.

Skeptiker 2/2015 erschienen

BERLIN. (hpd) Das aktuelle Heft des Skeptikers, der Vierteljahresschrift der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), ist soeben erschienen. Ein Rückblick auf die Skepkon 2015, die Frage, ob man mit der Haut sehen kann und die "Welt der Verschwörungstheorien" sind die wichtigsten Themen des Heftes.

Logo der Moon-Sekte

Gesetzliche Anerkennung der Moon-Bewegung

WIEN. (hpd/rip) Als "neuen, bedenklichen Tiefpunkt der österreichischen Religionspolitik und -Gesetzgebung” bezeichnet die “Initiative Religion ist Privatsache" die am Montag seitens des Kultusamtes erfolgte Anerkennung der sog. "Moon-Bewegung" als religiöse Bekenntnisgemeinschaft.

Inge Rapoport (geb. Syllm) 1938

Im "dritten Leben" schließt sich der Kreis

BERLIN. (hpd) 77 Jahre nach ihrer Dissertationsarbeit kann Inge Rapoport diese nun endlich auch verteidigen und den längst überfälligen Doktortitel bekommen. Sie ist mit 102 Jahre die älteste Promovendin und bekam damit eine sehr späte Ehrung. Zusammen mit den Filmemachern Sissi Hüetlin und Britta Wauer feiert sie im Filmtheater Babylon diesen Erfolg.

Fußball

Frauen, die Männer trainieren? Na klar!

TRIER. (hpd) Die meisten Sportarten, die wir kennen, sind nahezu unumstrittene Männerdomänen. Sogar innerhalb der Frauenabteilungen bei Sportarten wie Fußball oder Handball ist es mehr Regel als Ausnahme, dass Männer Frauen trainieren. Doch wie wäre es mal umgekehrt?

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Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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In J.R.R. Tolkiens Legendarium sind die „Palantíri“ (Singular: „Palantír“) unzerstörbare Kristallkugeln mit immensen magischen Fähigkeiten. Durch einen Palantír kann man nicht nur in alle Winkel der Welt blicken, sondern auch in die Vergangenheit. Es braucht also nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was Peter Thiel und Alex Karp uns sagen wollten, als sie das Unternehmen „Palantir“ gründeten. Doch die Objektivität der Maschine ist eine Lüge – und Tolkien hat uns gewarnt.

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Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt politisch Geschichte schreiben: Erstmals wäre eine AfD-Alleinregierung möglich und die CDU droht dabei, unabhängig vom Wahlausgang, zum eigentlichen Verlierer zu werden. Gelingt es der AfD nicht, eine absolute Mehrheit zu erringen, steht die Union vor einer kaum lösbaren Zwickmühle zwischen einer Zusammenarbeit mit AfD oder Linken. Welche Konstellation auch immer am Ende entsteht: Für die CDU könnte die Landtagswahl zur innerparteilichen Zerreißprobe werden.

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Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?