Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Die Gewinner des Carl-Sagan-Preises 2019: Hinnerk Feldwisch-Drentrup  und Nicola Kuhrt vom Projekt Medwatch mit Moderatorin Dr. Julia Offe.  (v.l.).

Das war die SkepKon 2019

"Auf dem Boden der Realität liegt nicht genug Konfetti", sagt der Psychologe Axel Ebert. Als Kommunikations-Berater und "Bullshit Buster" geht er der Frage nach, warum sich unsinnige Erklärungen wider alle Vernunft so hartnäckig behaupten. Auf der SkepKon, dem größten skeptischen Wissenschaftsevent im deutschsprachigen Raum, präsentierte er als einer von vielen Referenten Ansätze zur Erklärung. 

Tommy Krappweis und Band "Harpo speaks": "Entdumm dich!"

SkepKon 2019: Das Skeptical

Die GWUP-Konferenz SkepKon fand dieses Jahr in Augsburg statt. Bei dem größten Event für Wissenschaft und kritisches Denken standen vom 30. Mai bis 1. Juni Vorträge aus einem breiten Themenspektrum auf dem Programm, angefangen mit dem Wissenschaftsevent "Skeptical".

Dr. Rainer Rosenzweig

"Miteinander reden statt übereinander!"

Der Wahrnehmungspsychologe Dr. Rainer Rosenzweig (50) wurde auf der letzten Ratsversammlung des Koordinierungsrats säkularer Organisationen (KORSO) von den Delegierten der Mitgliedsorganisationen zum Vorsitzenden gewählt. Inge Hüsgen sprach mit ihm über die Situation und die Zukunft des säkularen Spektrums in Deutschland.

Auf dem Petersplatz in Rom

Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Papst Franziskus zieht Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal: Ein neues Gesetz verlangt, dass alle Fälle sexuellen Übergriffen von Kirchenleuten gegenüber Minderjährigen oder Schutzbedürftigen zur Anzeige kommen – allerdings nur intern, die Staatsanwaltschaft soll weiterhin außen vor bleiben. Kritikern geht das nicht weit genug.

Ein Moralkompass für Maschinen

Selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, medizinische Systeme: Künstliche Intelligenzen werden in Zukunft immer häufiger tiefgreifende Entscheidungen fällen. Damit drängt sich die Frage auf, welche ethischen Grundlagen die Handlungen von KI-Systemen bestimmen sollen. Ein Forscherteam der TU Darmstadt präsentiert nun eine neue Lösung: Die Wissenschaftler bringen den Maschinen Moral bei.

Juli Tkotz und Martin Papenberg (v. l.)

Richtige Daten – falsche Schlüsse

Daten sprechen nicht für sich, sie müssen interpretiert werden. Doch bei der Auswertung schleichen sich leicht typische Fehler ein: Wir glauben Muster zu erkennen, wo keine sind. Oder wir unterschätzen die Macht des Zufalls. Beim Kölner "Skeptics in the Pub" stellten Juli Tkotz und Martin Papenberg einige solcher Fehlerquellen vor.

Wallfahrtskirche von Namugongo/Uganda

Uganda: Beten statt Medizin

Wer im Glauben stark ist, braucht keine Medikamente. Mit solchen Sprüchen reden Kirchenführer in Uganda den Gläubigen selbst bei schweren Erkrankungen Arztbesuche und Medikamente aus. Diese gefährliche Praxis hätte einem 9-jährigen Mädchen fast das Leben gekostet.

Angst vor einem strafenden Gott

Wann der Mensch sich strafende Götter schuf

Was gut oder böse ist, bestimmen die Götter: So halten es Weltreligionen wie Christentum, Judentum und Islam. Lange Zeit ging die Forschung davon aus, dass solche Konzepte von höheren Mächten als Moralhüter die Basis für das Entstehen früher Hochkulturen bildete. Doch nun belegt eine umfangreiche Studie, dass sich die Idee von moralisierenden Gottheiten erst bildete, nachdem sich die frühen Hochkulturen bereits etabliert hatten. Demnach haben die Religionen nicht die Gesellschaftsordnung geformt, sondern bereits Bestehendes stabilisiert.