Jugend- und Bildungsstätte Klingberg zertifiziert

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Jugend- und Bildungsstätte Klingberg

SCHARBEUTZ. (hpd/pfw) Das wichtige Gütesiegel – es wurde erteilt! Die Jugend- und Bildungsstätte Klingberg wurde nach langwieriger und sorgfältiger Prüfung in Rendsburg vom Landesjugendring (LJR) als eine der neun ersten der rund 300 Jugendbegegnungsstätten in Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

 

LJR-Vorstand Thies Grothe: „Die Zertifizierung soll zeigen: Hier wird gute Arbeit gemacht.“ Hauke Möllers, Bildungsstättenleiter in Klingberg: „Wir sind sehr stolz. Unsere Zuarbeit, unsere Präsentation und die Rundgänge waren sorgfältig vorbereitet. Unser Konzept ist schlüssig – das zeigen auch die Belegungszahlen. Unser Haus wird angenommen und übererfüllt die Erwartungen seiner Besucher.“

In der Urkunde zur Zertifizierung heißt es: „Die Jugend- und Bildungsstätte Klingberg hat am Prüfverfahren für jugendtouristische Einrichtungen im Land Schleswig-Holstein erfolgreich teilgenommen. Nach der Prüfung der ordnungsrechtlichen Voraussetzungen, der Betrachtung der Servicequalität, einer Begutachtung der pädagogischen Kompetenz und der Beachtung der Vorkehrungen der Betriebssicherheit konnte die nachstehende Empfehlung ausgesprochen werden: Empfohlen vom Landesjugendring Schleswig-Holstein.“

Beispielbild
Hauke Möllers mit Zertifikat/Foto: Klingberg
Insbesondere konnte die Begegnungsstätte auch mit ihrem integrativen Konzept punkten. Große Teile der Anlage sind gehbehindertengerecht angelegt und können über Fahrstühle auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Gerade viele behindert-nichtbehindert gemischte Gruppen nutzen diesen Vorteil. Staatssekretärin Dr. Bettina Bonde vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit in Kiel hob in ihrer Rede diese von der Politik gewollten Ansätze hervor: „Das Land fördert die Inklusion, also die Integration von behinderten Menschen in die nicht-behinderte Welt.“ Wo es geht, soll dies technisch ermöglicht, wo es nicht geht, durch persönliches und menschliches Engagement so gut wie möglich wettgemacht werden. Dieser Ansatz wird in Klingberg bereits seit vier Jahrzehnten umgesetzt.

Bildungsstättenleiter Möllers: „Natürlich geht es darum, so oft wie möglich die Nase vorn zu haben, Jugendlichen ein gutes Vorbild zu sein und Ideen zu vermitteln. Deshalb wurde unsere Einrichtung mit vielen Privatspenden aber auch der Unterstützung der Aktion Mensch, des Landes Schleswig-Holstein, der Stadt Hamburg und des Bundesfamilienministeriums gefördert. So konnte mithilfe von Solarthermie, Photovoltaik, Blockheizkraftwerk und Brennwertkessel vorgemacht werden, wie man den Primärenergieverbrauch im Vergleich zum Jahr 1999 um 50 Prozent senken – also sehr ökologisch agieren kann.“ Aber auch in Sachen Essen ist die Einrichtung vorne – ob vegetarisch, vegan oder antiallergen. Die Küche unter der selbständigen Leitung von Karin Eiden kann sich auf die meisten Sonderwünsche einstellen, wenn sie früh genug davon erfährt...

pfw