STEISSLINGEN. (hpd) Ein nicht unwichtiger Nachtrag zu den Meldungen der letzten Tage: Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin, immerhin die rechte Hand des Papstes und der zweitwichtigste Mann im Vatikan, hat soeben nicht nur von einer "Niederlage der christlichen Prinzipien" gesprochen, sondern ungleich höher gegriffen und Irlands Verhalten eine "Niederlage für die Menschheit" genannt. Wer so spricht, beweist, wie schmerzhaft die Ohrfeige aus Irland gewesen ist.
KÖLN. (hpd) Die Volksabstimmung der Iren, Schwulen und Lesben die Ehe zu öffnen, stellt viel mehr dar als nur einen Sieg der Humanisten über die Religiös-Dogmatischen. Es ist auch eine schallende Ohrfeige der Iren für die katholische Kirche, die sich der Einführung der Homo-Ehe mit ihrem gesamten Machtapparat entgegenstellte.
STEISSLINGEN. (hpd) Eine unverhofft große Mehrheit hat sich beim irischen Referendum für die Zulassung der Homo-Ehe entschieden. Irland wird damit das erste Land sein, das die gleichgeschlechtliche Ehe per Volksentscheid einführt. Die Arbeiten an dem neuen Gesetz, der Marriage Bill 2015, sollen sogar direkt beginnen. Somit könnten noch vor Weihnachten die ersten Paare getraut werden.
BERLIN. (hpd) Gestern wurde weltweit der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie (International Day Against Homophobia and Transphobia, IDAHOT) begangen. Auch in Berlin trafen sich Aktivisten der Schwul-lesbischen Szene, um die vollständige Gleichberechtigung homosexueller Menschen zu fordern.
STEISSLINGEN. (hpd) Gerade zieht das vollschlanke Gesicht eines Kardinals durch die Medien. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx (München) hat die einstimmig verabschiedete Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken "Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute" öffentlich gerügt.
MOOSSEEDORF/CH. (hpd) Gegen den Willen seines Bistums hat ein Schweizer Pfarrer ein gleichgeschlechtliches Paar gesegnet. Statt sich weiter für seine Überzeugung einzusetzen und damit eine Versetzung zu riskieren, missachtet er die Solidarität von fast 44.000 Schweizerinnen und Schweizern, lenkt ein und waltet seines Amtes künftig mit einem Maulkorb.
STEISSLINGEN. (hpd) Der Heilige Stuhl akzeptiert den französischen Diplomaten Laurent Stefanini nicht – wegen dessen sexueller Orientierung. Er ist im Übrigen nicht der erste Schwule, der von einer homophoben Lobby im Vatikan verhindert worden ist.
BERLIN. (hpd) Fundamentalistische Christen haben noch immer Probleme damit, zu akzeptieren, dass es neben der heterosexuellen auch andere Spielarten der Liebe gibt. Gewappnet mit dem "Heiligen Buch" wollen sie die Betroffenen umerziehen.
KONSTANZ. (hpd) Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) kritisiert bekannt gewordene Aussagen von Papst Franziskus, die er im Rahmen einer Reise auf die Philippinen Anfang 2015 getätigt hat.
Der Oppositionsführer Anwar Ibrahim wurde wegen des Vorwurfes, Sex mit einem Mann gehabt zu haben, im islamisch geprägten Malaysia zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Die Slowaken haben am Wochenende für die Rechte Homosexueller votiert. Ein Referendum einer kirchennahe Initiative in der Slowakei sah die traditionelle Familie bedroht.
Während die zwei großen Kirchen des Landes die Gleichstellung homosexueller Paare im Eherecht ablehnen, wurde die Trauung einer ersten offiziellen Homo-Ehe in Schottland von einem humanistischen Feiersprecher durchgeführt.