BONN. (hpd) Gegen-Demonstranten riefen “Nazis raus”, Minister sprachen von “Nazis in Nadelstreifen”. Gemeint war jeweils die Bewegung “Patrioten Europas gegen die Islamisierung des Abendlandes” (PEGIDA), die bei öffentlichen Versammlungen in Dresden kontinuierlichen Zulauf bis zu 17.500 Personen erhielt.
BERLIN. (hpd) In letzter Zeit hört man von Politikern häufiger die Forderung, die Ängste der 17.500 Menschen ernst zu nehmen, die auf Dresdens Straßen den Ruf “Wir sind das Volk” in Misskredit bringen. Aber selbst, wenn das richtig sein mag; es bleiben eine Menge Fragen, die zuvor zu stellen sind.
WIEN. (hpd) Die Pegida-Demonstranten sind mehr oder weniger zu Recht besorgte Bürger, findet Uwe Lehnert in einem hpd-Kommentar. Ihren Forderungen müsse man nachgeben und schuld seien sowieso Medien und Politik. Die Thesen stammen aus einem Paralleluniversum, findet Christoph Baumgarten.
Der Kommentator macht die Politik mitverantwortlich dafür, dass in Dresden Zehntausende wegen ihrer dumpfen Angst vor Ausländern auf die Strasse gehen.
BERLIN. (hpd) Im Moment gibt es eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, ob vom Islam eine Gefahr für westliche Demokratien ausgeht. Auf der anderen Seite erstarken rechtspopulistische Parteien und Gruppierungen. In der Serie über “Islam und Rechtspopulismus” schreibt Prof. Dr. Hajo Funke über Pegida und andere Demagogen.
OBERWESEL. (hpd/gbs) In den vergangenen Wochen folgten Tausende den Demonstrationsaufrufen der “Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” (Pegida). Es folgte eine breite gesellschaftliche Debatte, in der leider viel zu selten thematisiert wurde, wie sehr die Denkmuster der “Patrioten” den Grundannahmen jener Islamisten gleichen, die sie kritisieren. Die Giordano-Bruno-Stiftung hat dies zum Anlass genommen, um eine Broschüre herauszugeben, die diesen Sachverhalt ins Bewusstsein rückt.
BERLIN. (hpd) Im Moment gibt es eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, ob vom Islam eine Gefahr für westliche Demokratien ausgeht. Auf der anderen Seite erstarken rechtspopulistische Parteien und Gruppierungen. Der hpd will versuchen, in dieser Debatte einige differenzierte Aussagen zusammenzutragen.
(hpd) Die Sozialwissenschaftler Andreas Zick und Anna Klein legen mit “Fragile Mitte, feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014” die Ergebnisse einer Datenerhebung zum Thema vor. So beachtenswert die Daten und Erkenntnisse zu einschlägigen Einstellungen und deren Kontexte sind, so wenig überzeugend wirkt der postulierte angebliche starke Rückgang von Mentalitäten binnen nur zweier Jahre.
Der Berliner Politologe Hajo Funke warnt: "Wir haben erstmals wieder eine rechtsextreme, rechtspopulistische und rechtsnational motivierte Massenbewegung in Deutschland."
KÖLN. (hpd) Es war eine Eskalation mit Ansage. Am Wochenende demonstrierte das Bündnis HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) in Köln. Erstaunlich war nur, dass sich tatsächlich 4.000 Demonstranten in der Kölner Innenstadt zusammenfanden. Die Polizei hatte im Vorfeld mit weniger Teilnehmern gerechnet.
BERLIN. (hpd) Zum kommenden Wochenende haben dem rechten Rand der Gesellschaft zuzuordnende Gruppen in Köln zu einer Demonstration aufgerufen. Unter dem “Label Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)” soll gegen den “Islamischen Staat (IS)” und gegen politischen Islam protestiert werden. Auch zu einer Gegendemonstration wurde bereits aufgerufen.