Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Jenseits von Gut und Böse

„Jenseits von Gut und Böse – Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind“ lautet der Titel des neuen Buchs von Michael Schmidt-Salomon, das am 11. September im Pendo Verlag (Piper) erscheinen wird. „Es ist mein wichtigstes Buch“, sagt der Autor selbst – und hat wahrscheinlich Recht damit: Denn wo Nietzsches „Umwertung aller Werte“ einst endete, setzt Schmidt-Salomon neu an.

Ein Gespräch mit Max Kruse

PENZBERG. (hpd) Der Schriftsteller und Künstler Max Kruse lebt zurückgezogen im Voralpenland südlich von München, seiner Arbeit verpflichtet. Vielen Menschen im deutschsprachigen Kulturraum ist er durch seine Bücher und die Fernsehfilme bekannt geworden, in denen seine literarischen Figuren Hauptrollen spielen. Eine Figur verbindet sich besonders mit seinem Schreiben, das Urmel. Eine Figur für Kinder? Wir fragten ihn.

NPD-Aufmärsche Friedberg und Nidda verhindert

FRIEDBERG. (hpd) Am Samstag wollte die NPD in Friedberg „Gegen Islamisierung und Überfremdung“ demonstrieren. Doch daraus wurde nichts: Über 1.000 Menschen kamen zur Gegenkundgebung und 300 Leute blockierten die vorgesehene Route. Der Polizei war der antifaschistische Protest nicht geheuer: Sie filmte die gesamte Veranstaltung vom Dekanatsgebäude.

Videos für die Sommerpause

(hpd) Bei YouTube gibt es eine Reihe interessanter, teils auch amüsanter Videos über säkularen Humanismus, Religionskritik und Skeptizismus, von Debatten über Dokumentationen bis hin zu Comedy. Empfehlungen von Andreas Müller.

Unverständlicher Lehrmeister

MARBURG. (hpd) Der Fachbereich "Fremdsprachliche Philologien" der Philipps-Universität Marburg zeichnete den in Indien lebenden Tibeter Tenzin Gyatso mit der Ehrendoktorwürde aus. Die Zeremonie dazu fand gestern, Montag 3. August, im historischen Marburger Landgrafenschloss statt.

Berliner Verkehrsbetriebe irritiert

BERLIN. (hpd) Auf Berliner U-Bahnhöfen hängen seit ein paar Tagen Großplakate eines christlichen Missionsdienstes. Halten sich die Berliner Verkehrsbetriebe nicht an den Vorstandsbeschluss vom März, keinerlei religiöse oder weltanschauliche Werbung mehr zu plakatieren?

MIZ 2/09 erschienen

ASCHAFFENBURG. (hpd) Die Auseinandersetzung über den Umgang mit den ehemaligen Heimkindern und ihren Forderungen bildet das Titelthema des soeben erschienenen Heftes 2/09 der Zeitschrift MIZ.

Gott und Bild

KOBLENZ. (hpd) ...Zugänge – Zumutungen – Grenzen?“, im Rahmen der Ausstellung zu Kunst und Schöpfung von Ralf König im Koblenzer Mittelrhein-Museum - so lautete der Titel einer teilweise kontroversen Podiumsdiskussion zwischen zwei Theologen, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz und Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung.

Ein Lebenswerk für die Meerestiere

BERLIN. (hpd) Es gibt viele Autoren und Bücher, die kann man einfach rezensieren, und wenige andere, und dazu gehören der Autor und das hier vorgestellte Buch, deren profunde Leistung und umfassende Darstellung man eigentlich nur bewundern kann.

Religion: Die neuesten Erkenntnisse (4)

(hpd) Sind wir von Natur aus religiös, ein „Homo Religiosus“? Oder ist Religiosität sozial determiniert? Wozu ist Aufklärung dann überhaupt gut? Und wie sieht es aus mit der Macht der Ideen? Fragen über Fragen, die hier alle beantwortet werden.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Die stille Standhaftigkeit der FDA

Es gibt Phasen politischer Überhitzung, in denen Institutionen nicht durch das, was sie sagen, sondern durch das, was sie tun, sichtbar werden. In den USA ist das derzeit die Food and Drug Administration. Während die CDC unter der neuen Administration einen politisch verordneten Maulkorb trägt – inhaltlich wie kommunikativ –, arbeitet die FDA weiter, als sei die politische Großwetterlage nicht ihr Thema. Und genau darin liegt eine bemerkenswerte Pointe.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?