Haussperling

Jette Anders schrieb eine kleine Kulturgeschichte der Spatzen

Sie können nicht mit und nicht ohne einander

Angesichts der Spatzen ging selbst den Heiligen die Geduld aus. Der Ordensgründer Dominikus soll solch ein Vögelchen lebendig gerupft haben, weil es die Aufmerksamkeit von seiner Predigt ablenkte. Selbst Franz von Assisi, der bekanntlich zu den Vögeln sprach, fand sie nur noch "lästig". Martin Luther schrieb, er sei ein "arger und schädlicher Vogel". Solches erfährt man in Jette Anders Buch "Allerweltsvogel. Eine kleine Kulturgeschichte der Spatzen".

Das räuberische Wimperntierchen Tetrahymena thermophila ernährt sich von Bakterien.

Bakterien betreiben extremen Aufwand für die Abwehr von Fressfeinden

Verteidigung um fast jeden Preis

Auch Bakterien haben Feinde – im Wasser ernähren sich zum Beispiel einzellige Wimperntierchen, die sogenannten Ciliaten, mit Vorliebe von den Mikroben. Diese schützen sich mit diversen Tricks vor den Räubern, welche die Ciliaten wiederum auszuhebeln versuchen. So entsteht ein evolutionärer Wettlauf um die besten Verteidigungs- und Angriffswaffen.

Freedom of Thought Report 2017

IHEU veröffentlicht "Freedom of Thought Report 2017"

Atheisten werden weltweit diskriminiert

Nicht-religiöse Menschen erfahren in 85 Ländern weltweit Diskriminierung, in 7 Ländern werden sie sogar aktiv politisch verfolgt. So das Ergebnis des Freedom of Thought Report 2017, den die International Humanist and Ethical Union (IHEU) in der vergangenen Woche veröffentlichte.

Nordrhein-Westfalen

Philosophieunterricht in der Grundschule?

Soll ein Philosophieunterricht bald als Ersatzfach für konfessionellen Religionsunterricht in nordrhein-westfälischen Grundschulen angeboten werden? Ein entsprechender Antrag der Grünen-Landtagsfraktion wurde im Ausschuss für Schule und Bildung diskutiert.

Rottenburg am Nekar

Kommentar

Wie lange dauert das Mittelalter in Rottenburg?

Ende November brachten zwei Gemeinderätinnen der Bischofsstadt Rottenburg mit einem gemeinsamen Leserbrief im "Schwäbischen Tagblatt" eine Lawine ins Rollen. Über diesen ungewöhnlichen Weg machten sie den BürgerInnen ihrer Stadt und der Umgebung bekannt, dass die katholische Dom- und Moritzgemeinde in Rottenburg in der Sülchen- und Klausenkapelle keine Trauerfeiern ohne Priester mehr zulassen werde. Bisher gab es dort etwa 5 bis 10 nicht-christliche Trauerfeiern pro Jahr mit einem bezahlten Trauerredner für "Ungläubige"; also ohne katholischen Priester.

Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

Fünf Jahre Beschneidungsgesetz: Kinderschützer und Ärzte ziehen Bilanz

"Rechtsfrieden" zu Lasten von Kinder- und Menschenrechten

Zum fünften Jahrestag der Abstimmung im Deutschen Bundestag zur Neuregelung der Rechtmäßigkeit nicht medizinisch indizierter Vorhautentfernungen an Jungen äußern Ärztevertretungen und Kinderschutzverbände erneut Kritik an der geltenden gesetzlichen Regelung. Ihr Fazit: Die Politik muss sich den Konsequenzen des von ihr beschlossenen Gesetzes für die betroffenen Kinder stellen. Es gelte, hier endlich in einen breiten gesellschaftlichen Dialog für Wege zu umfassendem Schutz von Kindern unabhängig vom Geschlecht zu treten.

Wissenschaftliches eJournal der Humanistischen Akademien mit modernisierter Website

"humanismus aktuell" mit neuem Layout

Die "Zeitschrift für Kultur und Weltanschauung", humanismus aktuell, ist eines der ältesten Journale im deutschsprachigen Raum, die sich wissenschaftlich orientiert einem breiten weltanschaulich geprägten Themenspektrum widmen: dem Verhältnis zwischen Staat und Religionen, der Rolle und Bedeutung der Konfessionsfreien in der Gesellschaft, sowie weiteren Debatten und Fragestellungen aus profiliert humanistischer Perspektive.

Heinz-Werner Kubitza (l.) und Hellge Haufe (r.)

Ein Buch voller Menschenfeindlichkeit

Am Sonntag, den 3. Dezember 2017 war es wieder soweit. Die Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg e.V. (ehbb e.V.) begannen – und das bereits zum 8. mal – mit ihrer inzwischen fast schon traditionellen Veranstaltungsreihe, den ATHvents-Lesungen in Berlin, mit Dr. Heinz-Werner Kubitza: "Der Glaubenswahn".

Die Freiheit in Abrede

Dirk Laucke inszeniert "Die Freiheit in Abrede" am Theater Oberhausen

Darf man einen Religionsfunktionär "Arschloch" nennen?

Um den Stand der Meinungsfreiheit geht es Theater- und Hörspielautor Dirk Laucke in seinem neuen Stück "Die Freiheit in Abrede". Besonders interessiert ihn, wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist, wenn das Thema "Religion" verhandelt wird. Lauckes "radiophone Show" wurde am vergangenen Freitag am Theater Oberhausen unter der Regie des Autors uraufgeführt.

Rezension

Die Bibel der Atheisten

Das schmale Bändchen ist eine "Sammlung von Zitaten berühmter Atheisten von Xenophon über Sigmund Freud bis hin zu Woody Allen." Nun läßt es sich trefflich darüber streiten, ob jedes der Zitate das beste des ausgewählten Autoren ist; darüber, ob im Kanon nicht etliche Stimmen fehlen. Doch angesichts einer Zeitspanne von fast 3.000 Jahren und nicht einmal 200 Seiten Platz ist die Zitatensammlung gut gelungen.

Termine

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Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Demonstration in Berlin

Kommentar

Gen Z regelt: Und was kommt nach dem Protest?

Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind am 31. Oktober junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und mehr Mitsprache bei Entscheidungen über ihre Zukunft. Viele Medien berichteten jedoch vor allem über Ausschreitungen am Rande einiger Demonstrationen, kaum aber über die Forderungen der jungen Menschen.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Janosch

Erinnerungen an Janosch

„Falsche Propheten schreiben sich mit f wie Fogel…“

Der Zeichner, Schriftsteller und Kinderbuchautor Janosch („Oh, wie schön ist Panama“) ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren ehemaligen Beirat („Herr Jott“, wie er sich manchmal nannte, verließ die Stiftung 2023 aus Altersgründen) mit dem Beitrag, den Michael Schmidt-Salomon 2021 zum 90. Geburtstag von Janosch verfasst hat.

Sparschwein

Die stille Umdeutung des Unterhaltsvorschusses

Politische Debatten verraten oft mehr durch ihre Begriffe als durch die konkreten Maßnahmen, über die gestritten wird. Das gilt auch für die aktuelle Diskussion um den Unterhaltsvorschuss. Nachdem Bundesfamilienministerin Karin Prien ihren ursprünglichen Vorschlag, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen, teilweise zurückgenommen hat, wird nun über eine Einkommensgrenze für Alleinerziehende diskutiert.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

historischer Marktplatz

Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.