Klassenzimmer

Zwangsheirat: Wenn nach den Sommerferien Stühle frei bleiben

Die Ferien haben begonnen oder stehen in Kürze bevor. Für die meisten Kinder ist das mit Freude verbunden. Doch nicht für alle. Unter dem Vorwand eines Urlaubs oder eines Familienbesuchs werden jedes Jahr vor allem Mädchen ins Ausland gebracht und dort gegen ihren Willen verheiratet. Deshalb klärt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes an Schulen auf. Zwangsverheiratungen sind weder für Schülerinnen und Schüler noch für Lehrkräfte ein unbekanntes Phänomen. Dennoch greifen Gesetze oder Hilfsangebote oft nicht rechtzeitig.

Teuffelsthier: Weissgesichtseidenaffe

Luthers Teuffelsthiere

Es ist nur schwer möglich, sich im Jahre 2017 dem allgemeinen Hype um Martin Luther zu entziehen, der vor 500 Jahren seine "reformatorischen" Thesen an das Tor der Schlosskirche zu Wittenberg angenagelt haben soll.

Constantin Schreiber will Einsicht und Debatte schaffen

Was geht in deutschen Moscheen vor sich? Es ist eine Grauzone für viele Deutsche, die nicht dem islamischen Glauben folgen. Aus dem Grund hat Tagesschausprecher Constantin Schreiber 2016 zehn Moscheen während des Freitagsgebetes besucht. Seine Berichte dazu erschreckten ihn teilweise – und doch sieht er auch die Möglichkeit zur Debatte darin.

"Die Welt verträgt mehr Migration"

Der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin gehört zu den renommiertesten Philosophen Deutschlands. In seinem aktuellen Buch "Über Grenzen denken" diskutiert er verschiedene Fragen der Migration unter ethischen Gesichtspunkten. Warum müssen wir über die Steuerung der Migration gerade jetzt nachdenken? Wieso ist eine großzügige Aufnahmepolitik ebenso naiv wie das Schließen der Grenzen? Wie können Ethik und Realpolitik wieder miteinander versöhnt werden. Ein Gespräch mit dem Münchener Professor für Philosophie und politische Theorie. 

Italien: Debatte über die Zulassung von Sterbehilfe

Im Herz des Katholizismus, in Italien, wird gerade aktuell eine angeregte Debatte über das Thema Eutanasia (Sterbehilfe) geführt. Im Deutschen kann man den Begriff Euthanasie (Griechisch für "schöner Tod") nicht mehr so ohne weiteres verwenden, ist dieser Begriff doch seit der NS-Zeit mit der massenhaften Wegsperrung und Tötung von Menschen mit Behinderung assoziiert. In Italien wie auch in Belgien und den Niederlanden, steht der Begriff jedoch für die ethisch-philosophische Debatte um das Zulassen von aktiver oder passiver Sterbehilfe.

Flüchtlinge in Ungarn unterwegs nach Österreich

Ein Jahr Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei (Teil 2)

Gerald Knaus, Politikberater und Vordenker des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei ist davon überzeugt, die Probleme Europa zu verstehen und adäquate Lösungen anzubieten. Sein Konzept zum Flüchtlingsdeal mag sich sich auf dem Papier womöglich noch gut lesen, scheitert im realen Leben jedoch ganz schnell am "menschlichen Faktor". Den hat Knaus in mehrfacher Hinsicht nur sehr unzureichend einbezogen. Stattdessen ist er offenbar – durchaus ein wenig weltfremd - vom Good Will aller Beteiligten ausgegangen.

Freispruch für "Gotteslästerer"

In zweiter Instanz wurde der pensionierte Lehrer Albert Voß gestern durch das Landgericht Münster vom Vorwurf des Verstoßes gegen den sogenannten "Gotteslästerungsparagrafen" §166 StGB freigesprochen. Für "gotteslästerliche" Sprüche auf der Heckscheibe seines Autos war er im Vorjahr durch das Amtsgericht Lüdinghausen in erster Instanz schuldig gesprochen worden.

Ein Jahr Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei (Teil 1)

Auf die Frage, wie Europa angemessen auf die großen Fluchtbewegungen der vergangenen Jahre reagieren kann, gibt es keine einfachen Lösungen – jedenfalls nicht, wenn man auch die (meist nicht vorhandene) Praxistauglichkeit berücksichtigt. Jede These sei nur etwas wert, solange sie beitrage, die Wirklichkeit besser zu verstehen, sagte Gerald Knaus, Politikberater und Vordenker des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei in einem Interview aus dem Jahr 2008. Gemessen an diesem selbst auferlegten Anspruch präsentiert auch heute noch zu einfache Antworten. Am 18. März gab er dem Deutschlandfunk ein Interview und zeigt sich von seinem Konzept nach wie vor überzeugt.

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Mehr aus den Rubriken

Symbolbild

Privilegien ohne Rückhalt

Kirchensteuer, Staatsleistungen aus Steuermitteln, der Sonderweg beim kirchlichen Arbeitsrecht, der konfessionelle Religionsunterricht an staatlichen Schulen: Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt: 31 Prozent der Bürger befürworten eine Einschränkung dieser Privilegien – ein Trend, der mit 39 Prozent ausgerechnet unter CDU/CSU-Anhängern am stärksten ausgeprägt ist.

Landtag Sachsen-Anhalt

Die Union in der Zwickmühle

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt politisch Geschichte schreiben: Erstmals wäre eine AfD-Alleinregierung möglich und die CDU droht dabei, unabhängig vom Wahlausgang, zum eigentlichen Verlierer zu werden. Gelingt es der AfD nicht, eine absolute Mehrheit zu erringen, steht die Union vor einer kaum lösbaren Zwickmühle zwischen einer Zusammenarbeit mit AfD oder Linken. Welche Konstellation auch immer am Ende entsteht: Für die CDU könnte die Landtagswahl zur innerparteilichen Zerreißprobe werden.

Christus spricht zu den Jüngern

Jesus als Geschäftsmodell

Wenn Jesus vor 2.000 Jahren gewusst hätte, was seine Jünger einst mit seinem Namen anstellen würden, hätte er womöglich seine Mission und sein Wirken überdacht. Der „Sohn Gottes“ ist allerdings entschuldigt, schließlich war er überzeugt, dass er mit seinem Kommen das Ende der Zeit eingeläutet hatte. Doch seine Heilsgeschichte nahm eine andere Entwicklung.

"Weißes Schweigen ist Gewalt"

Kommt jetzt die Krise der Soziologie?

Forschung soll objektiv und ergebnisoffen sein. Aber in sozialwissenschaftlichen Fächern wirkt sich offenbar die politische Einstellung der Forscherinnen und Forscher auf die Ergebnisse aus. Dazu kommt ein weitgehend postmodernes Menschenbild. Kein Wunder, dass sozialwissenschaftliche Studien kaum helfen, gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Ältere Frau mit Laptop telefoniert

Ein Dokument, das Leben und Sterben leichter und sicherer macht

Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Staatsdienst mit Kopftuch

Mit Kopftuch bei der Feuerwehr

Ein Foto einer Feuerwehranwärterin mit Kopftuch hat in Berlin die Debatte über religiöse Symbole im Staatsdienst neu entfacht. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Berliner Neutralitätsgesetz künftig auch für Uniformträger der Feuerwehr ausdrücklich gelten soll. Dabei prallen die bekannten Positionen zwischen dem Anspruch staatlicher Neutralität und dem Vorwurf einer Diskriminierung von Kopftuchträgerinnen erneut aufeinander.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Friedhof

Manche gingen leider für immer

In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum und lässt Ereignisse aus dieser Zeit Revue passieren. Der frühere Chefredakteur Frank Nicolai arbeitet seit Mitte 2009 für den hpd und hat seitdem viele Menschen im Umfeld der Redaktion kommen und gehen sehen. Manche gingen leider für immer. Eine persönliche Rückschau.

Geld

Unzulässige Steuerabsetzung von Religionsbeiträgen in Österreich

Eine Informationsfreiheitsanfrage ans österreichische Bundesministerium für Finanzen ergab, dass mehrere Religionsgesellschaften die Zahlungen der Mitglieder als steuerlich absetzbare Pflichtbeiträge melden, während sie gleichzeitig damit werben, dass sie ausschließlich von Spenden leben, die steuerlich nicht begünstigt sind. Der Schaden betrug zwischen 2020 und 2024 mindestens 10 Millionen Euro. Der Zentralrat der Konfessionsfreien Österreich wird hier juristische Schritte einleiten.

Der Vorstand von ISAH Saarland

ISAH Saarland: Neue Stimme für Konfessionsfreie im Saarland

Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.