Wirtschaft

Neoliberale Politik zerstört Europäische Solidarität

BERLIN. (hpd) Um die Jahreswende wandte sich Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, im Rahmen der Flüchtlingsdebatte an die Öffentlichkeit und warnte vor Kontrollen an den nationalen Grenzen. "Wer Schengen killt, wird im Endeffekt den Binnenmarkt zu Grabe tragen". Auch deutsche Politiker beklagten die nationalen Alleingänge, sahen schlimme Folgen für die deutsche Wirtschaft und forderten Solidarität von den anderen Mitgliedern der EU.

Kein Kultbuch für eine neue Kapitalismuskritik

BONN. (hpd) Der Journalist Paul Mason begründet in seinem Buch "Postkapitalismus. Grundrisse einer kommenden Ökonomie", warum der Kapitalismus aufgrund von neueren Widersprüchen in einen "Post-Kapitalismus" übergehen müsse und welche konkreten Praktiken das dortige Wirtschaften prägen würden. Auch wenn der Autor eine Fülle von Problemen des gegenwärtigen Wirtschaftens benennen kann, überzeugt seine Darstellung aus unterschiedlichsten Gründen in der Gesamtschau nicht, wobei seine einseitigen und schiefe Fixierung auf die Informationsökonomie einer der größten Kritikpunkte wäre.

TTIP-Dokumente nach wie vor intransparent

BERLIN. (hpd) Die Umweltorganisation Greenpeace hat kürzlich die geheimen TTIP-Dokumente veröffentlicht. Am Brandenburger Tor in Berlin haben Aktivisten der Organisation einen durchsichtigen Kasten aufgebaut, in dem die Dokumente gelesen werden können. HPD-Autor Paul Hilger war vor Ort und schildert seine Eindrücke.

Prof. Dr. Hans See

Wie Konzernmacht die Demokratie unterminiert

FRANKFURT/M. (hpd) Vier prominente Referenten sprachen auf der Jahrestagung von Business Crime Control e.V. am Samstag, dem 16. April in Frankfurt: Prof. Dr. Hans See, Gründer und Ehrenvorsitzender von BCC, zog nach 25 Jahren Vereinstätigkeit Bilanz. Frank Wehrheim, früherer hessischer Steuerfahnder, sprach über Steuerkriminalität und neoliberale Mentalität. Axel Köhler-Schnura von der CBG - Coordination gegen Bayer-Gefahren, vertrat die These, dass Kapital bei genügender Profitaussicht Verbrechen nicht abgeneigt ist, und beleuchtete das konkrete Gebaren des Bayer-Konzerns. Dr. Wolfgang Hetzer ging der Frage nach, ob die Deutsche Bank angesichts all ihrer Verwicklungen in justitiable Affären als kriminelle Vereinigung gelten könnte.

Karl, der durchgestrichne Große

BERLIN. (hpd) Der Strich durch den Namenszusatz "der Große" auf dem Buchdeckel deutet es bereits an: Der Historiker Rolf Bergmeier sieht Karl vermutlich nicht als einen "Großen". Das scheint im ersten Moment nichts zu sein, was einem den Schlaf rauben muß. Karl ist mehr als 1200 Jahre tot. Warum war es dem Autor die Mühe eines Buches wert, sich mit der Frage nach seiner Größe zu befassen?

Inflation, hausgemacht.

BERLIN. (hpd) Der Urgroßvater konnte Kaufkraft und Inflation noch über den Daumen peilen: Wieviele Schuhe bekomme ich heute für meinen Wochenlohn? Wie war das vor ein paar Jahren? Setzt man dazu die Zahlen, die den Wochenlohn jeweils ausdrücken, so hat man recht schnell einen Eindruck von der Sache. Wem das zu retro oder zu provinziell ist, der kann auch den Big-Mac-Index bemühen. Der ist global und cool, aber inhaltlich kaum besser. Und in Wirklichkeit ist das alles ohnehin viel komplizierter. Oder nicht?

Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung am 3. September 2015 in New York

Der unaufhaltsame Aufstieg des Donald Trump

BERLIN. (hpd) Die Medien überbieten sich derzeit mit Analysen über die unerwartete Zunahme an Populismus und Demagogie in den Vereinigten Staaten. John Komlos hält den vollständige Glaubwürdigkeitsverlust des Establishments für ebenso bedeutsam. Dessen Angehörige führen die große Mehrheit ihrer Mitbürger seit über einer Generation an der Nase herum, und nun fällt Abraham Lincolns Warnung, man könne das auf Dauer nicht erfolgreich tun, mit Macht auf sie zurück.

"Ausverkauf der amerikanischen Demokratie" – eine Warnung

BONN. (hpd) Der Publizist Josef Braml macht in seinem Buch "Auf Kosten der Freiheit. Der Ausverkauf der amerikanischen Demokratie und die Folgen für Europa" insbesondere auf den Einfluss der Wirtschaft auf die Politik in den USA aufmerksam. Informativ und sachlich entsteht dabei ein anschauliches Bild von den Erosionsprozesses, die auf eine Ersetzung der Demokratie durch Klientelpolitik hinauslaufen könnten.

Kapitalismuskritik von Sahra Wagenknecht

BONN. (hpd) Die "Linken"-Politikerin Sahra Wagenknecht legt mit "Reichtum ohne Gier. Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten" eine Kritik an der ökonomischen Entwicklung vor und plädiert darin für eine Wirtschaftsordnung fern von leistungslosem Einkommen. Einerseits macht die Autorin darin zutreffend deutlich, dass der Kapitalismus keineswegs mehr der Marktwirtschaft entspricht, andererseits zeigt sich aber auch, dass hier allzu oberflächlich und populärwissenschaftlich ohne klare Alternativen argumentiert wird.

Ökonomie paradox

BERLIN. (hpd) Der Alltag ist für viele Menschen so tief von ökonomischen Zusammenhängen beeinflusst, dass man die Bedeutung der Ökonomie als Wissenschaftsdisziplin mit jener der Medizin und der Ingenieurwissenschaften vergleichen kann. Aber anders als etwa in der medizinischen Forschung oder den Entwicklungen im Maschinenbau wirken wirtschaftswissenschaftliche Bemühungen oft seltsam kraftlos.