Kinder

Analyse

Die "Evolutionspädagogik": eine Pseudowissenschaft

Die Evolutionspädagogik behauptet, auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu agieren, wirksame Heilmethoden in der Beratungs- und Therapiepraxis entfalten zu können und der „herkömmlichen“ Pädagogik überlegen zu sein. Doch diese Versprechen kann sie nicht halten.

Ethikunterricht verringert Religiosität

Die Einführung des Ethikunterrichts als Alternative zum Religionsunterricht hat die Religiosität der Schüler*innen im Erwachsenenalter verringert. Gleichzeitig hat sie traditionelle Geschlechterrollen zurückgedrängt und die Arbeitsmarktbeteiligung und Löhne erhöht. Das geht aus einer neuen Studie des ifo Instituts hervor.

Portugal: Unabhängige Kommission soll sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche untersuchen

Die Bischofskonferenz hat angekündigt, dass Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in der portugiesischen katholischen Kirche untersucht werden sollen. Betrachtet werden soll der Zeitraum von 1950 bis 2022. Betroffene können sich im Internet oder per Telefon melden und schildern, was ihnen angetan wurde. Ende 2022 soll eine erste Auswertung und Übergabe der Daten an die Strafverfolgungsbehörden erfolgen. Auch Kirchenunterlagen sollen gesichtet und ausgewertet werden.

Was schwurbeln die da auf Telegram eigentlich?

Ich möchte Sie mitnehmen auf eine Reise in die düstersten Tiefen von Social Media, in die Schwurbelwelt von Telegram, wo sich Esoteriker und Reichsbürger die Hand geben, wo sich ein prämierter Geistheiler, ein veganer Koch und eine Hutmacherin ausleben. Kommen Sie mit in den Kaninchenbau des Wahnsinns - schnallen Sie sich gut an!

Das Berliner Neutralitätsgesetz bleibt erhalten

Der Koalitionsvertrag von Rot-Grün-Rot in Berlin ist geschlossen und der neue Senat mit Franziska Giffey als Regierender Bürgermeisterin hat seine Arbeit aufgenommen. Mit Spannung war erwartet worden, auf welche Position sich die drei Koalitionsparteien zum Berliner Neutralitätsgesetz einigen würden.

Demo der gbs-Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Kundgebung für Meinungsfreiheit zum siebten Jahrestag des Attentats auf Charlie Hebdo

Das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" jährte sich am 7. Januar 2022 zum siebten Mal. Für die Regionalgruppe Stuttgart der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) war dies ein wichtiger Anlass, an die Opfer zu erinnern. Die Karikaturen von Charlie Hebdo, die Grund für das Attentat waren und von denen wir einige gezeigt haben, sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.

Die Aliens und der liebe Gott

Mit dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops Ende Dezember ist die Suche nach Leben im Weltall wieder einmal ins öffentliche Interesse gerückt. Doch wie wird die Menschheit reagieren, wenn wir tatsächlich auf Außerirdische stoßen? Wie jetzt bekannt wurde, unterstützte die NASA bereits 2015 ein 24-köpfiges Fachteam, das dieser Frage aus theologischer Sicht nachging. Einer von ihnen war der Theologe Andrew Davison, der sich durch einen Erstkontakt mit ET einen Boom religiöser Glaubenslehren in der Bevölkerung erhofft.

Lichterkette aus leeren Impf-Ampullen

2021: Das zweite Pandemie-Jahr – und andere Themen

Wir schreiben die zweite Woche des neuen Jahres und das "normale Leben" ist nach der Pause "zwischen den Jahren" wieder angelaufen. Eine gute Gelegenheit, 2021 noch einmal Revue passieren zu lassen. Wir blicken auf das vergangene hpd-Jahr mit knapp zwei Millionen erfassten Besuchern und die erfolgreichsten der insgesamt 898 erschienenen Artikel von 144 Autor:innen.

Wie es gelingt, weniger Falschmeldungen zu verbreiten

Fake News zu Covid-19 und zum Impfen machen vor allem im Internet die Runde. Forschende der Universität Bremen haben jetzt eine Methode entwickelt, die Nutzer:innen dabei unterstützen soll, weniger Falschmeldungen in den Sozialen Medien zu teilen. Das Prinzip: Wer sieht, dass der Freundeskreis bestimmte Meldungen nicht likt, lässt es auch eher bleiben.

Kohle statt Karma

Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, wage ich die Hypothese, dass Fromme und strenggläubige Personen sich gern für die etwas besseren Menschen halten. Sie glauben, im Besitz der religiösen oder spirituellen Wahrheit zu sein, in der Gnade Gottes zu stehen und seinen Schutz zu geniessen. Nicht nur in übersinnlichen Belangen, sondern auch in alltäglichen.

Termine

Mehr aus den Rubriken

Regenbogenfahne

Islamismus, Israel und Identität: Warum die LGBTQ-Szene gespalten ist

Die Islamismus- und Israelfrage spaltet die LGBTQ-Bewegung. Bei den einen zeigt sich – vor und nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD – ein Unvermögen, die LGBTQ-Feindschaft des Politischen Islam zu fassen. Für die anderen ist es selbstverständlich, sich in der Tradition einer schwul-lesbischen Bürgerrechtsbewegung gegen den Islamismus als Bedrohung der eigenen Existenz zur Wehr zu setzen. Was bewegt die einen? Was die anderen? Gleichzeitig existieren Grautöne: Stimmen, die explizit Anleihen beim Queeraktivismus machen und sich dennoch aktiv gegen den Islamismus positionieren.

500-Euro-Scheine

Schulden – Das süße Gift der Politik

„Misstraue allen Theorien, die deinen Neigungen entsprechen.“ Dieser Satz von David Hume ist mehr als ein kluger Hinweis. Er ist eine Warnung. Eine Warnung davor, gerade den Argumenten zu glauben, die sich gut anfühlen. Und kaum ein politisches Instrument fühlt sich so gut an wie Staatsschulden. Denn Schulden versprechen das scheinbar Unmögliche: heute geben, ohne heute zu nehmen. Sie erlauben Politik, Wünsche zu erfüllen, ohne sofort die Rechnung präsentieren zu müssen. Genau darin liegt ihre Verführungskraft – und genau darin liegt ihr Problem.

Ram-Tempel in Ayodhya, Uttar Pradesh, Indien

Der Ram-Tempel in Ayodhya: Fanal der Gerechtigkeit oder Mahnmal der Schande?

Bis 1992 stand in der Stadt Ayodhya, Uttar Pradesh, Indien eine Moschee. Die Babri Masjid war jahrhundertelang ein heiliger Ort des indischen Islam und wurde am 6. Dezember 1992 von einem hinduistisch-nationalistischen Mob niedergerissen. Jahrzehnte später wurde das Gelände dem Hinduismus zugesprochen, mit Hilfe zahlreicher Spenden begann der Bau eines opulenten Tempels. Nun erschüttern Vorwürfe von Veruntreuung und Korruption das Bauprojekt. Ein Blick auf die Geschichte dieses Geländes ist gleichzeitig ein Blick auf die Geschichte der Hindutva, des hinduistischen Nationalismus.

"Weißes Schweigen ist Gewalt"

Kommt jetzt die Krise der Soziologie?

Forschung soll objektiv und ergebnisoffen sein. Aber in sozialwissenschaftlichen Fächern wirkt sich offenbar die politische Einstellung der Forscherinnen und Forscher auf die Ergebnisse aus. Dazu kommt ein weitgehend postmodernes Menschenbild. Kein Wunder, dass sozialwissenschaftliche Studien kaum helfen, gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Ältere Frau mit Laptop telefoniert

Ein Dokument, das Leben und Sterben leichter und sicherer macht

Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

öffentliche Debatte (Symbolbild)

Gegen die Abschaffung der Öffentlichkeit

Die erste Ausgabe der Zeitschrift Materialien und Informationen zur Zeit (MIZ) in diesem Jahr ist erschienen. Darin: der Öffentliche Raum unter Druck und ein Blick auf christliche Fundamentalisten, während die Kirchen immer weiter an Bedeutung verlieren.

Staatsdienst mit Kopftuch

Mit Kopftuch bei der Feuerwehr

Ein Foto einer Feuerwehranwärterin mit Kopftuch hat in Berlin die Debatte über religiöse Symbole im Staatsdienst neu entfacht. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Berliner Neutralitätsgesetz künftig auch für Uniformträger der Feuerwehr ausdrücklich gelten soll. Dabei prallen die bekannten Positionen zwischen dem Anspruch staatlicher Neutralität und dem Vorwurf einer Diskriminierung von Kopftuchträgerinnen erneut aufeinander.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Friedhof

Manche gingen leider für immer

In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum und lässt Ereignisse aus dieser Zeit Revue passieren. Der frühere Chefredakteur Frank Nicolai arbeitet seit Mitte 2009 für den hpd und hat seitdem viele Menschen im Umfeld der Redaktion kommen und gehen sehen. Manche gingen leider für immer. Eine persönliche Rückschau.

Geld

Unzulässige Steuerabsetzung von Religionsbeiträgen in Österreich

Eine Informationsfreiheitsanfrage ans österreichische Bundesministerium für Finanzen ergab, dass mehrere Religionsgesellschaften die Zahlungen der Mitglieder als steuerlich absetzbare Pflichtbeiträge melden, während sie gleichzeitig damit werben, dass sie ausschließlich von Spenden leben, die steuerlich nicht begünstigt sind. Der Schaden betrug zwischen 2020 und 2024 mindestens 10 Millionen Euro. Der Zentralrat der Konfessionsfreien Österreich wird hier juristische Schritte einleiten.

Neue und bisherige Geschäftsführung

Neue Geschäftsführung beim HVD Niedersachsen

Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Niedersachsen hat ab morgen einen neuen Landesgeschäftsführer. Sebastian Kurtz übernimmt die Geschäftsführung des Landesverbands Niedersachsen von Catrin Schmühl, die sich nach rund sechs Jahren neuen beruflichen Aufgaben zuwendet.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.