Nudelmessehinweisschild

Streit um Nudelmessehinweisschilder geht weiter

Spaghettimonster zieht vors Bundesverfassungsgericht

Seit 2014 kämpft die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. darum, an den Ortseingangsstraßen von Templin ebenso wie andere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften mit Schildern auf ihre wöchentliche Nudelmesse hinweisen zu dürfen. Nun zieht sie vors Bundesverfassungsgericht.

Karsten Krampitz

Interview

Evangelische Kirche in Nationalsozialismus und der DDR

Karsten Krampitz hat sich in seinem aktuellen Buch mit der Geschichte der evangelischen Kirche in Deutschland auseinandergesetzt. Der hpd sprach mit dem Autor über die Entwicklung der evangelischen Kirche seit der Novemberrevolution, über ihre Nähe zum NS-Regime und die Situation in der DDR.

Ansicht des Erfurter Domes (links) und der Severikirche (rechts).

500 Jahre nach der Reformation

Konfessionelle Differenzen haben viel von ihrer Kraft verloren

Während sich Protestanten auf den 500. Jahrestag der Reformation vorbereiten, zeigen neue Umfragen des Pew Research Center, dass sich die theologischen Unterschiede, die das westliche Christentum im 16. Jahrhundert gespalten haben, sowohl in Westeuropa als auch in den Vereinigten Staaten auf ein Maß verringert haben, das Christen in vergangenen Jahrhunderten möglicherweise schockiert hätte. In ganz Europa und den USA herrscht die Ansicht vor, dass sich Protestanten und Katholiken in Religionsfragen heutzutage eher ähneln als unterscheiden.

Abstimmung zum Sterbehilfegesetz im Deutschen Bundestag

Trennung von Staat und Kirche in allen Lebensfragen

Sterbehilfe und Selbstbestimmung

Mit dem Thema Trennung von Staat und Kirche sind vordergründig die finanziellen Aspekte, der offene und versteckte Protektionismus und das Sponsoring zugunsten der Großkirchen, gemeint. Es gibt daneben jedoch auch gesinnungsmäßige Aspekt, wie z.B. das "Hofieren" kirchlicher Würdenträger oder die "regierungsamtliche" Teilnahme an religiösen Veranstaltungen, die unter diesem Stichwort anzuprangern sind.

Tut ganz harmlos: Ganesha

Spanien: Aufregung um Hindu-Zeremonie in einer Kirche

Die Weisheit tut dem Bischof weh

Im spanischen Ceuta hat jetzt das Umhertragen einer Statuette für die Entlassung eines hochrangigen Würdenträgers gesorgt. Es war der elefantenköpfige Hindu-Gott Ganesha, der seinem Kollegen Jahwe vom Christentum einen Besuch abstattete: ein äffchengroßes, bunt verziertes Götterabbild, das auf einem kleinen Thron getragen wurde, durch Ceuta hin zur "Kirche der Heiligen Maria von Afrika" und dort auch hinein. In der Kirche empfing man den Gott der Weisheit und der Künste standesgemäß mit ein wenig Chorgesang, Weisheit und Künste können ja eigentlich nie schaden, Musik auch nicht – sollte man meinen. Allerdings hat eine verletzliche Seele doch aufgeschrien: der Bischof von Cadiz und Ceuta, Rafael Zornoza Boy.

Wolfsburg, VW Autowerk, Parkplatz

Die Erfolgsgeschichte eines Euphemismus

Umweltprämie – ein Begriff hat Konjunktur

Deutschland hat 2009 als Konjunkturspritze die "Umweltprämie" erfunden, seinerzeit noch durch Milliarden von Steuergeldern finanziert. Alte aber noch fahrtüchtige Autos endeten dank dieser Prämie auf dem Schrottplatz. Sie kam so gut bei den Kunden und Kundinnen an, dass sie weltweit zum Vorbild für Krisenprogramme wurde. Offiziell hieß die Abwrackprämie "Umweltprämie", aber für die Umwelt brachte sie nichts. Die neuen Pkws waren zwar schadstoffärmer als die alten, doch steht dem gegenüber, dass bei der Herstellung eines Autos Rohstoffe und Energie benötigt sowie Schadstoffe freigesetzt werden. Ein Auto früher als nötig zu verschrotten, ist deshalb in vielen Fällen ökologisch unsinnig.

Caravaggios “Sacrificio di Isacco” von 1603

Das Opferfest

Wer den Islam kritisch sieht hierzulande, gerät schnell in den Verdacht, verkappter Rassist oder Fremdenhasser zu sein. Ungeachtet möglicher Berechtigung der Kritik wird der Kritiker kurzerhand der "Islamophobie" geziehen und in eine Ecke gestellt mit Rechtspopulisten und "Meine-Heimat-gehört-mir!"-Stammtischparolenplärrern. Vorneweg deshalb ein Zitat des jeder Islamophobie unverdächtigen Islamkritikers Samuel Schirmbeck: "Die Leute, die islamkritisch sind, die sind ja nicht islamophob: Sondern sie sind nur gewaltophob, intolerantophob, sie sind homophobophob." Ich selbst, um in Schirmbecks Diktion zu bleiben, bin überdies entschieden tierqualophob.

Erlebnistag im KKL Luzern mit Zuflucht Kultur e.V.

Irgendwie "Idomeneo"

Die Produktion des "Idomeneo" beim Luzerner Sommer Festival bleibt weit hinter dem zurück, was man von Zuflucht Kultur e.V. nach der äußerst gelungenen "Zaide" (Januar 2017, München) hätte erwarten können. Auf musikalisch hohem Niveau schlägt der Versuch der Integration durch Kunst, so es einer gewesen sein soll, leider fehl.

Retrotopie

Die Feinde der offenen Zukunft

Seit ein paar Jahren hat sich ein ausgeprägtes Faible für Vergangenes verbreitet. Die Nostalgie hat nicht nur den Kulturbetrieb, sondern auch die Politik erobert. Doch mit dem Festklammern an die Vergangenheit sind auch Gefahren verbunden. Ein Kommentar.

Ausstellung

Mehr als eine Ausstellung in Eichstätt von Wolfram P. Kastner und Claus-Peter Lieckfeld

"Wegen Hexerei - denunziert - gefangen - gefoltert - verbrannt"

Im Fürstbistum Eichstätt (Hochstift Eichstätt bis 1802 vor der Säkularisierung) wurden zwischen 1411 und 1637 mehr als 400 Menschen gefangen, gefoltert und hingerichtet. Eine Ausstellung mit Kunst und Dokumenten, 45 Bild- und Texttafeln, berichtet über Verfolgung, Marter, Beraubung und die Justizmorde, die mitten in Eichstätt stattfanden.

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Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Demonstration in Berlin

Kommentar

Gen Z regelt: Und was kommt nach dem Protest?

Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind am 31. Oktober junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und mehr Mitsprache bei Entscheidungen über ihre Zukunft. Viele Medien berichteten jedoch vor allem über Ausschreitungen am Rande einiger Demonstrationen, kaum aber über die Forderungen der jungen Menschen.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Janosch

Erinnerungen an Janosch

„Falsche Propheten schreiben sich mit f wie Fogel…“

Der Zeichner, Schriftsteller und Kinderbuchautor Janosch („Oh, wie schön ist Panama“) ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren ehemaligen Beirat („Herr Jott“, wie er sich manchmal nannte, verließ die Stiftung 2023 aus Altersgründen) mit dem Beitrag, den Michael Schmidt-Salomon 2021 zum 90. Geburtstag von Janosch verfasst hat.

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Die stille Umdeutung des Unterhaltsvorschusses

Politische Debatten verraten oft mehr durch ihre Begriffe als durch die konkreten Maßnahmen, über die gestritten wird. Das gilt auch für die aktuelle Diskussion um den Unterhaltsvorschuss. Nachdem Bundesfamilienministerin Karin Prien ihren ursprünglichen Vorschlag, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen, teilweise zurückgenommen hat, wird nun über eine Einkommensgrenze für Alleinerziehende diskutiert.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

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Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

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Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.