Humanismus in Frauenhänden

Die Ausstellung war für den hpd auch Anlass, sich selbst und humanistische Organisationen zu befragen, wie stark oder schwach Frauen repräsentiert werden.

Auf den Seiten des hpd gibt es die „Gedenktage“, mit denen an jedem Kalendertag eine AgnosterikerIn, AtheistIn oder HumanistIn gewürdigt wird. In der Reihenfolge ihrer kalendarischen Nennung sind es die Frauen:

Emma Ihrer (* 3.1.1857), Zora Neale Hurston (* 7.1.1897), Butterfly McQueen (* 7. Januar 1911), Simone de Beauvoir (* 9.1.1908), Alice Stokes Paul (* 11. Januar 1885), Ernestine Louise Rose (13.1.1810), Eleanor Marx (* 16. 1. 1855), Anna Siemsen (* 18. 1. 1882), Jeanne Moreau (* 23. 1. 1928), Virginia Woolf (25.1.1882), Betty Friedan (* 4. 2. 1921), Patricia Highsmith ( ∆ 4.2.1995), Amy Lowell (* 9. 2. 1874), Alice Walker (*9.2. 1944), Karoline von Günderrode (* 11. 2. 1780), Irene Dische (* 13. 2. 1952), Susan B. Anthony (* 15. 2. 1820), Susan Brownmiller (* 15. 2. 1935), Marie Stritt (* 18. 2. 1855), Amalie Struve (∆ 18.2. 1862), Caroline von Ansbach (* 1. 3. 1683), Rosa Luxemburg (* 5. 3. 1871), Barbara Schöneberger (* 5. 3. 1974), Luise Otto-Peters (* 26. 3. 1819), Jeanne-Marie Roland de la Platière (17.3.1754), Emma Herwegh (∆ 22. 3. 1904), Matilda Joslyn Gage (25. 3. 1826), Mathilde Franziska Anneke (* 3. 4. 1817), Tania Blixen (17. 4. 1885), Seyran Ateş (* 20. 4. 1963), Mary Wollstonecraft (* 27. April 1759), Katharine Hepburn (* 12. 5. 1907), Hedwig Dohm (∆ 1. 6. 1919), Anna Seghers (∆ 1.6.1983), Barbara Smoker (* 2. 6. 1923), Angelina Jolie (* 4. 6. 1975), Bertha von Suttner (* 9. 6. 1843), Harriet Martineau (*12. 6. 1802), Alice Rühle-Gerstel (24. 6. 1943), Pearl S. Buck (* 26. 6. 1892), Emma Goldman (* 27. 6. 1869), Ida Altmann (* 30. 6. 1862), George Sand (* 1. 7. 1804), Marie Curie (Δ 4. Juli 1934), Käthe Kollwitz (* 8. 7. 1867), Inge Meysel (∆ 10. Juli 2004), Frida Kahlo (Δ 13. Juli 1954), Jean Iris Murdoch (* 15. 7. 1919), Ottilie Baader ( ∆ 23. 7. 1925), Hilde Meisel (* 31. 7. 1914), Lily Braun (∆ 9. 8. 1916), Maria Deraismes (* 17. 8. 1828), Saraswathi Gora (Δ 19. 8. 2006), Inge Deutschkron (* 23. 8. 1922), Barbara Ehrenreich (* 26. 8. 1941), Helga M. Novak (* 8. 9. 1935), Ani DiFranco (* 23. 9. 1970), Katha Pollitt (* 14. 10. 1949), Ursula Le Guin (*21. 1929), Doris Lessing (* 22. 10 1919), Malvida von Meysenbug (* 28. 10. 1816), Christie Ann Hefner (* 3. 11. 1952), Alma Kettig (* 5. 11. 1915), Elizabeth Cady Stanton (12. 11. 1815), Björk Guðmundsdóttir (*21. 11. 1965), Suzanna Arundhati Roy (* 24. 11. 1961), Angelica Balabanoff (Δ 25. 11.1965), Louise Aston (* 26.11.1814), Shulamit Aloni (* 29. 11. 1928), Hannah Arendt (Δ 4. 12. 1975), Agnes Wabnitz (* 10.12.1841), Ellen Karolina Sophie Key (* 11. 12. 1849), Marquise du Châtelet-Laumont (* 17. 12. 1706), Minna Specht (* 22. 12. 1879), Marlene Dietrich (27. 12. 1901), Susan Sontag (Δ 28. 12. 2004).

Es sind 77 Frauen - von bisher insgesamt 483 Persönlichkeiten. Das sind statistisch gesehen 16 %.

Humanistische Organisationen

Im engeren Bereich der hpd-Redaktion sind es 5 Frauen und 7 Männer als MitarbeiterInnen. Im Präsidium des Bundesverband des Humanistischen Verbandes sind es 1 Frau und 4 Männer, im Landesvorstand des HVD Berlin 1 Frau und 2 Männer, im Leitungsgremium des HVD Berlin 5 Frauen und 2 Männer. Im IBKA Vorstand ist es 1 : 3, im Beirat 2 : 14. Der IBKA NRW hat die Quote 2 : 3, der Regionalverband Freiburg eine Quote von 0 : 4. Der Vorstand des DFW 5 : 5 und der bfg Bayern 2 : 5. Die Humanistische Union im Vorstand 3 : 6 und im Beirat 12 : 30. Die GBS hat im Vorstand und Kuratorium eine Quote von 0 : 7 und im Beirat eine Relation von 8 : 41.

Nur drei Organisation bzw. Regionalverbände haben eine Frau als Vorsitzende (Die Humanistische Union, der bfg München und der HVD Rheinland-Pfalz).

Ein erster Eindruck ist: Je sozialer und ‚östlicher’ sind es mehr Frauen, je theoretischer und je ‚westlicher’ desto weniger Frauen.

Allein schon darin würden sich aber sehr viele Fragen von Selbstverständnis und Karriereplanungen ausdrücken, von Traditionen und Blockaden, unterschiedlichen Lebensauffassungen und –zuweisungen, Selbstbestimmtheit und ‚gläsernen Decken’, so dass von einer vorschnellen Verallgemeinerung abgesehen werden sollte.

Das Gender-Fragen für die humanistischen Organisationen jedoch eine Aufgabe bleibt, das kann zumindest unbestritten sein.

CF.