Forschung

Der Mond als Archiv

Zwölf Menschen sind auf dem Mond gelandet und haben seine Oberfläche erkundet. Allerdings war unter den Astronauten nur ein einziger Wissenschaftler – der Geologe Harrison Schmitt. Er besuchte den Erdtrabanten im Dezember 1972 an Bord von Apollo 17, der letzten Mission des Programms. Danach war das Interesse der Öffentlichkeit am Mond erlahmt.

Mit dem Beobachtungssystem Icarus können Wissenschaftler die Bewegungen von Tieren rund um den Globus verfolgen

Icarus ist angeschaltet

Das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierbewegungen Icarus ist diese Woche in den Testbetrieb gegangen. Nach Abschluss aller Tests wird Icarus der Wissenschaftsgemeinschaft voraussichtlich im Herbst oder Winter 2019 zur Verfügung stehen.

Bonobos im LuiKotale-Wald im Salonga Nationalpark, Demokratische Republik Kongo, beim Verzehr jodhaltiger Wasserpflanzen.

Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen

Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben im Kongobecken erstmals Bonobos dabei beobachtet, wie sie in den Sümpfen nach jodreichen Wasserpflanzen suchen und diese verzehren. Jod ist ein für die Entwicklung des Gehirns und der höheren kognitiven Fähigkeiten äußerst wichtiger Nährstoff.

Oberschenkelknochen eines männlichen Neandertalers aus der Hohlenstein-Stadel-Höhle in Deutschland.

Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa

Forschende haben am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig Teile des Erbguts von zwei etwa 120.000 Jahre alten Neandertalern aus Deutschland und Belgien sequenziert. Die Analysen dieser Erbgut-Sequenzen ergaben, dass die letzten Neandertaler, die vor etwa 40.000 Jahren lebten, zumindest teilweise von diesen etwa 80.000 Jahre älteren europäischen Neandertalern abstammen. 

Drosselrohrsänger

Neues Modell zur Ausbreitung von Lebewesen

Die Biologin Jitka Polechová erstellte in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt ein theoretisches Modell zur Beschreibung der Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten. Sie konnte zeigen, dass die zugrundeliegenden Mechanismen einfacher sind als bislang gedacht, was wichtige Konsequenzen für den Artenschutz hat.

CRISPR-Cas9 hat die Genom-Editierung revolutioniert.

Wissenschaftler lehnen Veränderung der menschlichen Keimbahn derzeit noch ab

Die rasante Entwicklung von CRISPR‐Cas und anderen Techniken zur Genom‐Editierung werfen eine Vielzahl wissenschaftlicher, rechtlicher und ethischer Fragen auf. Die Max-Planck-Gesellschaft möchte die Expertise ihrer Wissenschaftler in die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte einbringen. In einem Positionspapier hat sie deshalb ihren Standpunkt zur Genom-Editierung formuliert.

Vor der Maschinenethik liegt ein weites Feld

Der hpd veröffentlichte Ende April den Artikel "Ein Moralkompass für Maschinen". Darin wurde gesagt, dass "die Debatte um eine sinnvolle und praktikable Maschinenethik gerade erst begonnen hat." Dem widersprach Professor Oliver Bendel und stellte dem hpd einen Artikel zur Verfügung, der bereits im Februar 2018 in der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" veröffentlicht worden ist.