BRIG-GLIS. (hpd) Der Bischof von Sitten schickte im letzten Frühjahr eine Ethiklehrerin in die Wüste. Jetzt hat sie einen ersten Teilsieg errungen: Der Walliser Staatsrat hat eine Beschwerde der Ethik- und Religionslehrerin Edith Inderkummen teilweise gutgeheissen und ihr eine nachträgliche Entschädigung für den Lohnausfall zugesprochen.
LOEBEN. (pbkg/hpd) Im Missbrauchsskandal von Stift Admont werden die Opfer weiterhin verhöhnt, das Gerichtsverfahren wird weiter zum OGH verschleppt. Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt dazu: “Admonter Padres wollen, dass SteuerzahlerInnen für Misshandlungen im Stift haften”
GREIFSWALD. (hpd) Die Kirche versucht - gerade im atheistischen Osten des Landes - neue Wege zu gehen, um ein paar der Ungläubigen “einzufangen”. Mit Gottesdiensten in Kneipen und ähnlich unseriösen Orten. Allerdings - so musste sie jetzt zugeben - gelingt auch das nicht.
WARSCHAU. (hpd) Erstmals verklagt in Polen das Opfer eines pädophilen Priesters die katholische Kirche. Doch die Kirche gibt sich ungerührt und verweist auf die individuelle Schuld des Priesters. Das wirft grundsätzliche Fragen auf, die eine Bedrohung für die Kirche selbst sein können.
(hpd) Viktor Orbáns autokratische Herrschaft stösst im Westen auf harte Kritik. Die Unterstützung durch Ungarns Kirchen ist ihm sicher.
Ungarns Regierung unter Viktor Orbán stand in den letzten Jahren unter Dauerkritik der westlichen Medien und Staaten. Seit Orbáns Machtübernahme im Jahr 2010 breitete sich in Ungarn eine Roma- und Judenhatz aus und die Medienfreiheit wurde eingeschränkt. Neonazis und Bürgerwehren wurden salonfähig.
POLEN. (hpd) Zum 22. Mal bewegte das Große Orchester der Weihnachthilfe die Polen zum Spenden. Doch die Spendenaktion erhält auch viel Kritik – nicht nur von klerikalen Kräften.
WIEN. (hpd) Das Oberlandesgericht Graz (OLG) hat das umstrittene Urteil eines Leobener Richters im Prozess gegen das Stift Admont aufgehoben. Der Richter hatte die Klage eines ehemaligen Zöglings des Stiftsinternats mit einer Begründung abgeschmettert, die das OLG für nicht zulässig hält. Der ehemalige Zögling gibt an, er sei als Kind wiederholt misshandelt und vergewaltigt worden. Der Prozess muss neu verhandelt werden.
AUGSBURG. (hpd) Das Jahr beginnt mit einem Knall – jedoch ist dies kein verspäteter Silvesterknaller. Der katholisch geführte Weltbild-Verlag musste am 10.1.2014 Insolvenz anmelden. Die Pleite großer Unternehmen sorgt immer für Wirbel und Aufsehen, noch dazu, wenn diesmal der Eigentümer die Kirche ist. Wie vereinbart sich das?
WIEN. (hpd) Halb Österreich überschlägt sich vor Freude. Die Sternsinger- oder Dreikönigsaktion ist zu Ende gegangen und wieder wurden Millionen für die armen Kinder dieser Welt gesammelt. Wird einem ständig gesagt. Die Wahrheit sieht etwas anders aus.
BERLIN. (hpd) In der Nazi-Zeit entstanden über 600 neue Kirchen, Dutzende wurden im "Heimatschutz"-Stil der Nazis umgebaut. Eine Ausstellung in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin zeigt, wie Kirchenbauten und antisemitische Darstellungen zur Propagandamaschine gehörten.
WARSCHAU. (hpd) Die Kirchensteuer ist für viele Menschen in Deutschland ein Übel – es gibt Argumente für und gegen sie, auch im säkularen Lager. Eine erneute Einführung einer solchen Steuer könnte sich dabei wohl niemand vorstellen. Aber genau das passiert gerade in Polen.
MÜNSTER. (hpd) Allen Reformsignalen des Vatikans und Neuerungen in der evangelischen Kirche zum Trotz: Der Mitgliederschwund der christlichen Kirchen in Deutschland ist auch in Zukunft nicht aufzuhalten, lautet die Prognose des Münsteraner Religionssoziologen Prof. Detlef Pollack.
(hpd) Ich finde das aktuelle Titelbild des Stern sehr passend, denn die obszöne und völlig selbstvergessene Prasserei des derzeit nur im Zwangssabbatical befindlichen Herrn Tebartz-von-Elst ist in meinen Augen in hohem Maße exemplarisch für eine nachgerade weltferne Arroganz des Klerus, die offenbar nicht nur mich an das Imperium aus Star Wars erinnert. Dies ist Anlass genug, um einen sehr gut dazu passenden Text, den Pat Condell schon 2009 schrieb, in deutscher Übersetzung vorzulegen.