Eigentlich mag ich den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gern hören und lesen. So waren die Kollegen dort mit unter den Ersten, die über das unsägliche Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts berichteten, das eine 66-jährige Frau, die ihr Lebtag nichts mit der Kirche zu tun hatte, zur Nachzahlung von Kirchensteuern verdonnerte. Doch manchmal übertreiben sie es etwas mit der "Ausgewogenheit" der Berichterstattung.
Immer wieder kommt es vor, dass Kirchensteuern über lange Zeiträume hin rückwirkend erhoben werden sollen. Manche Betroffene wehren sich jedoch juristisch. Ein solcher Fall wird am kommenden Donnerstag in Berlin verhandelt.
Der Bund für Geistesfreiheit München (BfG München) schließt sich der Forderung von Felix Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, an. Klein möchte erreichen, dass das "Judensau"-Relief an der Lutherkirche in Wittenberg entfernt wird.
Immer mehr Menschen wenden den Kirchen in Deutschland den Rücken zu. Auch der christliche Glaube hat ein Imageproblem. Haben die Kirchen damit überhaupt noch eine Aussicht auf Hoffnung? Ein Kommentar.
Seit dem 3. September 2019 läuft eine große Kampagne der Nordkirche für den Religionsunterricht. Der hpd hat bereits darüber berichtet. Dafür hat die Nordkirche mit mein-reli.de eine eigene Kampagnenwebsite eingerichtet, auf der sich Lehrer, Eltern und Schüler über den Religionsunterricht informieren sollen.
Die Leipziger Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung begrüßt die Entscheidung des Senats der Universität Leipzig vom 10.09.2019, wonach die barocke Kanzel der alten Universitätskirche nicht in der Aula der Universität aufgehängt werden soll.
Die bayerische Landesregierung hat der Technischen Universität München (TUM) eine "Universitätskirche" aufgedrängt, die weder dem Hochschulrecht noch dem Verfassungsgebot der weltanschaulichen Neutralität entspricht: die Karmelitenkirche in Straubing. Sie soll zur studentischen Missionsstation umfunktioniert werden.
Im Schweizerischen Bischofszell hatten 21 Menschen baurechtliche Anzeige gegen das nächtliche Glockengeläut eingereicht, weil es sie um den Schlaf brachte. Nach einer Langzeit-Lärmmessung werden die Glocken der katholischen Kirche nachts in Zukunft überhaupt nicht mehr läuten, die Glocken der evangelischen Kirche nur noch stündlich.
Drei gläubige Jungunternehmer haben einen Sexshop gegründet – mit christlichen Werten: kein Fetisch, dafür neue erotische Ideen für das Eheleben. Denn: Gott habe den Sex schließlich nicht nur fürs Kinderkriegen gemacht. Freikirchen sind irritiert, die Evangelische Kirche zeigt sich hingegen aufgeschlossen.
Es muss davon ausgegangen werden, so der Freiburger Volkswirt Fabian Peters auf der Evangelischen Landessynode in Württemberg, dass der Mitgliederschwund der Landeskirche weiterhin anhält. Er geht davon aus, dass von den momentan noch rund zwei Millionen Mitgliedern im Jahr 2060 nur eine Million übrig sein würden. Doch im Moment sprudeln noch die Kassen.
Etwa 25.000 Lobbyisten soll es in Brüssel geben. Die meisten von ihnen entstammen der Wirtschaft, einige auch Nichtregierungsorganisationen. Doch auch Kirchen haben ihre Vertretungen vor Ort, um Einfluss nehmen zu können.
Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Säkularen Grünen in Nordrhein-Westfalen fordert die Streichung der Ausnahmeregelungen für Religionsgemeinschaften im Grundsteuergesetz. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt für die Landesdelegiertenkonferenz eingereicht.
Bereits Ende 2018 spaltete sich die ukrainische orthodoxe Kirche von der russischen ab. Anfang 2019 wurde die ukrainische Kirche von Patriarch Bartholomäus I. in Istanbul anerkannt. Eine Entscheidung, die nicht nur die russische orthodoxe Kirche erzürnte, sondern sich sogar auf die Präsidentschaftswahl auswirkte.
Bis zum Jahr 2060 werden die beiden Großkirchen in Deutschland gegenüber heute ihre Mitgliedszahlen halbieren. Das sagt eine aktuelle Prognose von Forschern der Universität Freiburg. Der Staat jedoch bedenkt die Kirchen weiterhin großzügig mit Geldern. Er sollte damit aufhören. Auch um das Sterben der Kirchen nicht länger herauszuzögern. Ein Kommentar von Daniela Wakonigg.
In Miritini, einem Vorort der kenianischen Stadt Mombasa, fühlen sich die AnwohnerInnen durch die Dauerbeschallung einer Kirche des Jesus Celebration Centre belästigt. Nächtelange laute Musik und Ululation in einem wandlosen Ort der Zusammenkunft lassen keinen Schlaf zu.